Besprechung von Bernd Zeller: Die Sprache des Grünen Reiches von Helmut Roewer

Dieses Buch ist eine neue Karikaturensammlung des Jenenser Satirikers Bernd Zeller. Mir war der Autor erstmals um den Jahreswechsel aufgefallen, als ich seinen Internetauftritt https://zellerzeitung.de/ entdeckt hatte. Gestern (19. Juni 2019) traf ich Zeller in Jena auf der Straße. Wir unterhielten uns – wie auch anders – über Politik und die unglaublichen verbalen Ausfälle des CDU-Funktionärs Tauber, der den Traumversorgungsposten eines Parlamentarischen Staatssekretärs in Berlin inne hat. Er vertritt, soweit ich es verstanden habe, man müsse Leuten, die anders denken als seine Führerin und er, die Grundrechte mit Hilfe des Verfahrens nach Artikel 18 Grundgesetz entziehen.

Hier bahnt sich nun der nächste Verfassungsbruch an. Jetzt allerdings geht es um den Kern der Republik. Sprechen und schreiben darf nur noch, wer von der Regierung lizensiert wurde. Falls es stimmt, dass Tauber ein Historiker ist, könnte es sein, dass er weiß, dass wir etwas in dieser Richtung schon mal hatten. Das einschlägige Institut hieß Reichsschrifttumskammer.

Solche Gedanken lenkten unser Gespräch auf den Unterschied zwischen Satire und Realsatire. Zeller meinte, dass heutige politische Realsatire es dem Satiriker oft unmöglich mache, noch eins draufzusetzen, weil eigentlich alles schon gesagt sei. Ich widersprach mit dem Hinweis auf sein Grünes Reich. So will ich es denn hier gerne besprechen, bevor es dem Wahrheitsministerium zum Opfer fällt.

Es handelt sich um rund 60 Zeichnungen mit den für Zeller typischen Jedermann-Figuren des politisch-korrekten Mitschwätzer-Komplexes. Stets sind es Leute, von denen man sagt, Mensch, den oder die kenne ich doch. Was sie in ihren knappen Sprechblasen äußern, ist der eigentliche Clou. Ich will nicht weiter drumherumschreiben, sondern gebe zwei Beispiele, die auch fürs Gesamte sprechen mögen. Voila:

ZellerGrünesReich

Zeichnungen ©Bernd Zeller, mit Erlaubnis des Autors aus dem besprochenen Buch; Text ©Helmut Roewer, Juni 2019.

Der Beitrag erschien zuerst bei CONSERVO

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