Schock für Macron: In der neuen Ipsos Umfrage überholt Marine Le Pen ihren Widersacher das erste Mal und liegt nun mit 22 Prozent einen Punkt vor der Präsidenten-Bewegung La Republique En Marche (LREM).

Seit einigen Tagen schon zeichnet sich der positive Trend für Marine Le Pen ab, nun nimmt die 50-jährige Politikerin den Spitzenplatz für die Europawahlen ein. Seit April geht es für den jungen Merkel-Freund in den Umfragen bergab – von 23 auf nun 21 Prozent, berichtet The Express.

EU-Wahlen: Chance Macron einen Denkzettel zu erteilen

Das Ansehen des französischen Präsidenten hat auf Grund seines Umgangs mit den Gelbwesten-Protesten zunehmend gelitten. Die Franzosen würden die anstehenden Europawahlen nutzen, um Macron ihre Ablehnung zu zeigen, vermutet „The Express“. Die Unterstützung für seine Agenda und seine Europa-Visionen würden zusehends schrumpfen.

Marine Le Pen´s RN, früher als Front Nationale bekannt, gehört zu einer Reihe von konservativen Parteien in ganz Europa, die einen Zusammenschluss zur Schaffung eines euroskeptischen Blocks von EU-Abgeordneten im EU-Parlament planen.

Erfolgreiches Dreigestirn: Le Pen – Salvini – Orban

Le Pen gilt als enge Verbündete des italienischen Innenministers Matteo Salvini und des ungarischen Premierministers Viktor Orban. Bei einem Besuch in Bulgarien letzte Woche lobte sie Salvini dafür, dass er das Problem Italiens mit der Masseneinwanderung „beherrscht“. Viele Europäer, die das langsame Wirtschaftswachstum satt haben und die Gefahr sehen, dass militante Islamisten in Europa einwandern, unterstützen die konservativen Parteien.

Der 41-jährige Macron stehe vor einer harten Herausforderung seitens von Le Pen, die die Wähler dazu drängt, mit den konservativen „rechten“ Parteien „Europa von innen heraus zu verändern“. Sie forderte auch die Belgier auf, die flämische Partei Vlaams Belang zu unterstützen.

Gelbwesten-Proteste mit großem Einfluss auf EU-Wahl

Hinter den Gelbwesten haben sich auch zahlreiche Prominente aus Kunst und dem Showbusiness versammelt, unter ihnen Filmstars wie Juliete Binoche und Emmanuelle Beart. 1400 Prominente stellten sich hinter die Forderung der Demonstranten nach größerer sozialer Gerechtigkeit und einer Reform des Steuersystems.

Auch die harte Haltung der Polizei als Reaktion auf die Demonstrationen, die im November in Paris begannen und sich seitdem auf Städte im ganzen Land ausbreiten, wurde von ihnen kritisiert. (MS)

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