(David Berger) Im französischen Montpellier hat die Polizei gewaltsam eine Gedenkstelle für die Opfer unter der „Gilets Jaunes“ (Gelbwesten) zerstört, die Bürger am 1. Mai in der südfranzösischen Stadt – ähnlich der Leine des Grauens – errichtet hatten.

366 von mehr als 2200 Verwundeten aus den französischen bürgerkriegsähnlichen Unruhen hat eine „Mur jaune“ – „Gelbe Wand“ im Internet identifiziert und versucht ein mahnendes Gedenken an sie aufrecht zu erhalten.

Gesichter der Verwundeten gezeigt

Davon angeregt hatten französische Gelbwesten für ihre Mitkämpfer am 1. Mai nach einer Demo, an der mehr als 5000 Bürger teilgenommen hatten, eine „mure des blessés“ (Mauer der Verundeten) in Montpellier aufgestellt, die die Gesichter einiger Verwundeter zeigte. (Foto u. (c) Screenhsot YT)

Doch die stieß bei Macron und den Seinen auf wenig Gegenliebe. Unseren Angaben zufolge wurde sie noch gestern Nachmittag von schwer bewaffneten Polizisten zerstört.