Neuseeland: Mindestens 40 Tote nach Schüssen in Moscheen – Täter streamte Massaker auf Facebook

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(c) Screenshot Youtube

(David Berger ) Während des Freitagsgebetes ist es im neuseeländischen Christchurch zu bewaffneten Überfällen auf zwei Moscheen gekommen. Die Medien sprechen von mindestens vierzig Toten und zahlreichen Verletzten. Die Zahl der Täter und deren Motive sind noch unklar, die Lage in der Stadt unübersichtlich.

Laut Augenzeugenberichten, die die neuseeländischen Online-Medien zitieren, schoss ein Mann, der einen Helm und eine kugelsichere Weste trug, gegen 13.45 Uhr Ortszeit auf die Besucher der voll besetzten der Masjid-al-Noor-Moschee auf die zahlreichen Besucher, besonders auch Kinder. Er soll etwa 10 Minuten um sich geschossen haben.

Laut „Bild“ heißt er Brenton Tarrant, ist ein australischer Einwanderer und ist 28 Jahre alt. Kurz vor dem Massaker soll er im Internet unter dem Titel „Towards a new society“ ein „Manifest“ veröffentlicht und seinen „Terrorakt“ angekündigt haben: wirre Gedanken zu einem nationalen Sozialismus, der antiimperialistisch ist, die Arbeiterrechte schützt und sich für eine intakte Umwelt einsetzt.

Live 24 veröffentlicht ein Video, in dem (aus der Perspektive des Angreifers!), angeblich zu sehen ist, wie er in der Moschee um sich schießt. Der Täter soll mit diesem Video sein Massaker live auf Facebook übertragen haben (das Video davon wurde inzwischen auch bei Twitter gelöscht):

Schusswechsel auch in Linwood-Masdschid-Moschee

Die zweite Schießerei soll es in der Linwood-Masdschid-Moschee ebenfalls kurz darauf in Christchurch gegeben haben, dort kam es allerdings zu einem Schusswechsel zwischen dem Angreifer und einem Besucher des Freitagsgebetes.

Derzeit sind alle Schulen der Stadt sowie andere öffentliche Gebäude der Stadt mit 350.000 Einwohnern abgeriegelt, die Polizei appelliert an die Menschen nicht auf die Straßen zu gehen. Der Grund: Man hat zwar bereits mehrere Verdächtige fest genommen, kann aber nicht ausschließen, dass weitere Täter noch auf freiem Fuß sind. An den Autos der Verdächtigen sollen zudem mehrere Sprengkörper befestigt gewesen sein.

In ganz Neuseeland wurden die Menschen heute aufgefordert, den Moscheen fern zu bleiben.

Der Waikato-Rechtsprofessor Al Gillespie sagte, es sei zu früh, um über die Motive des Schützen zu spekulieren, betonte aber den Unterschied zwischen Massenschießereien und Terrorismus.

Der Terrorismus sei politisch motiviert, und die internationalen Trends zeigten, dass er in erster Linie vom Dschihad, links- oder rechtsgerichteten Motiven ausgehe. Das Risiko einer terroristischen Bedrohung in Neuseeland sei generell sehr gering. Im Vergleich zum Rest der Welt sei Neuseeland wir eines der sichersten Länder überhaupt.

„Tief schockiert“

Eigentlich ist es völlig überflüssig das zu schreiben, weil es selbstverständlich ist. Aber da PP immer wieder „Islamophobie“ unterstellt wird, hier in aller Eindeutigkeit: Wir sind tief schockiert über das Vorgefallene. Egal aus welchen Motiven heraus der Täter gehandelt hat. Für solch ein Verbrechen gibt es KEINE Rechtfertigung.

Unsere Gefühle sind bei den Menschen, die sich dort zum Beten getroffen haben und nun zum Opfer von Hass und Gewalt wurden. Wir werden uns auch weiter gegen jede Form von Gewalt und für das Recht auf Religionsfreiheit engagieren.