In der Heimat von Kölsch und Rievkooche (dt. Kartoffelpuffer) hat eine Gruppe engagierter Männer der AfD, Pegida & Co den Kampf angesagt. Bekämpfen wollen sie den angeblichen Rechtsrutsch mit einem aus dem Gleichgewicht gegessenen Body Mass Index und möglichst vielen Haaren an allen Körperstellen. Allerdings kommen erste Bedenken von Klimaschützern.

Das innovativ-intellektuelle Potential des von Heiko Maas initiierten Kampfes „gegen Rechts“ wächst von Tag zu Tag. Wo eine kleinere Niederlage zu verzeichnen ist, folgt bald ein noch größerer Erfolg. Immer mehr Menschen scheuen keine noch so großen Opfer und keine noch so schwere Mühsal, um gegen das Böse zu kämpfen.

Lesbisches Kaffee trinken gegen Rechts

Wenn Menschen selbst beim Sex noch „Nazis raus“ schreien … Proteste gegen den AfD-Parteitag in Köln April 2017 (c) David Berger

So jedenfalls der Eindruck, den die letzten Tage bei mir hinterließen, in denen ich mir das Engagement v.a. „queerer Menschen“ gegen Rechts näher angeschaut habe. Da war das „lesbische Kaffeetrinken gegen rechts“, das so ungeheuer positive Signale hätte setzen können und dann doch leider ausfallen musste, obwohl wir bei PP sehr erfolgreich die Werbetrommel gerührt hatten.

Aber auch daraus kann man ja lernen: Da scheint es dann doch besser, auf Konzepte zu setzen, die man nicht einfach ausfallen lassen kann, weil sie keine punktuelle Termine sind, sondern die Teilnehmer jeden Tag neu herausfordern, jeden Tag aufs ganze fordern.

Unmengen an Kölsch, Himmel & Ääd und Rievkooche nötig

Ein besonders innovatives Konzept in diesem Bereich nennt sich „Bären gegen Rechts“. „Bären“ das sind in der schwulen Szene Männer meist vorgerückten Alters, die durch einen stattlichen Bauch und möglichst viele Haare an allen Körperregionen auffallen. Wer also zum Bär gegen Rechts werden will, der muss vor allem eines: viel essen und möglichst wenig rasieren. Die Novizen der Fetischgruppe werden „Otter“ genannt. Ob auch eine Gruppe „Otter gegen Rechts“ geplant ist, konnten wir bis zur Stunde nicht herausfinden.

Geboren ist das Projekt – wie könnte es anders sein – in der Heimat von Kölsch, Himmel und Ääd und Rievkooche: Köln. Und zwar vor der letzten Bundestagswahl.

Haariger Bauch gegen Rassismus

Die IB wollen die Bären auch bekämpfen

Die Initiatoren lassen auf ihrer Facebookseite wissen: „Der Grund warum dieses Engagement nötiger geworden ist, denn je, gefällt uns natürlich überhaupt nicht! Nur gemeinsam mit jedem einzelnen Facebook-User da draussen schaffen wir es, der Hetze, dem Hass, der Homo-, Bi- & Transphobie, dem Rassismus, dem Antisemitismus, und den vielfältigen Diskriminierungen etwas entgegen zu setzen!

Schaut nicht mehr weg, sondern erhebt eure Stimme im Internet, im Alltag, auf der Straße und natürlich auch bei Demonstrationen gegen AfD, Pegida, NPD, Reichsbürger, Identitäre Bewegung, Nazis, NRW Patrioten, Demo für alle, Der 3.Weg, Die Rechten & Co.!“

Immerhin mehr als 1000 Gleichgesinnte konnte die Facebookgruppe schon sammeln. Inwiefern die Anti-Rechts-Konfession mit der neuen Klimaschutzreligion (CO2-Ausstoß) kollidiert, ist eine andere Frage. Vor nicht allzu langer Zeit musste die FAZ nämlich feststellen: „Klimaschutz: Dicke Menschen schaden der Umwelt“.

Ein Problem, das die Bären wohl bei XXL-Portionen von Pommes und Kölsch vor eine neue Herausforderung stellt. Aber wie sagt der Bär im „großen blauen Haus“ bei KIKA immer so schön: „Hey Freunde, morgen ist wieder ein neuer Tag. Dann wird alles wieder ganz gut!“ Also: Schalten Sie auch nächstes mal wieder ein, wenn es dann bei uns heißt: „Genderfluide Frauen mit Hirsutismus gegen Rechts“

FACEBOOKSEITE DER „BÄREN GEGEN RECHTS“

 

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