Nachdem die Diskussionen rund um die Einladung des PP-Machers David Berger zu einer ausführlichen Interviewsendung mit dem WDR nicht abflauen, hat nun der WDR noch einmal ausführlich zu der Einladung Stellung genommen. Und sich eindeutig auf die Seite des offenen Dialogs, der Meinungs- und Pressefreiheit gestellt.

Unter der Überschrift „Zur Kritik an der Ankündigung der Sendung Tischgespräch mit David Berger“ heißt es da:

„Die Ankündigung der Sendung Tischgespräch mit David Berger hat Kritik in den Sozialen Medien ausgelöst. WDR 5 wird vorgeworfen, mit David Berger einem Menschen Sendezeit zu geben, der einen rechts, manche meinen sogar rechtsradikal orientierten Blog betreibe.“

Jutta Ditfurth: WDR ist „tief nach rechts gesunken“

Zuletzt hatte sich zum Beispiel Jutta Ditfurth (für die jüngeren unter uns, die von Ditfurt nicht mehr kennen, eine kleine Vorstellung der Frau in der Bildzeitung) in der Sache – etwas verwirrend – geäußert:

Da ich von ihr bei Twitter geblockt wurde, hier ein Screenshot, den mir ein Kollege zugeschickt hat (c) Twitter

David Berger auch nicht besser als Horst Mahler oder Nikolai Nerling

Anders sieht das mit dem „umstritten“ der zur extremen Linken zu rechnende Sprecher  der linksradikalen Gruppe „Halle gegen Rechts“, Valentin Hacken:

„David Berger ist nicht „umstritten“ oder bei manchen „unbeliebt“ – wie es in der Ankündigung heißt. Er ist relevanter Teil der extremen Rechten @wdr5. Wer kommt eigentlich als nächstes? Martin Sellner, Nikolai Nerling oder Sylvia Stolz? „Umstritten“ wie Horst Mahler.“

Update 18.01.19: Inzwischen hat auch Stefan Lauer für „Belltower“ einen Mix an Halbwahrheiten, Falschaussagen usw. im Vice-Stil aufbereitet, um die Ausstrahlung des Interviews zu verhindern.

WDR: Eine offene Diskussion muss auch verschiedene Positionen zulassen!

Der WDR weiter zu solchen Vorwürfen: „Die Redaktion hat über die Frage, ob es eine Sendung mit David Berger geben soll, im Vorfeld ausführlich diskutiert. Den Ausschlag gab letztlich die Überzeugung, dass WDR 5 auch mit Menschen in den journalistisch-kritischen Diskurs gehen möchte, die Positionen vertreten, die viele nicht teilen.“

Und dann ein Satz, der enorm wichtig ist, wenn wir wirklich den gesellschaftlichen Frieden in diesem Land wiederherstellen und einen Bürgerkrieg vermeiden wollen:

„Wenn unsere Gesellschaft die offene Diskussion will, dann sollte sie auch die verschiedenen Positionen kennen – selbst, wenn das für manche nur schwer zu ertragen sein mag. Es gehört zur Programmphilosophie von WDR 5, in seinen Sendungen unterschiedliche Perspektiven auf die Themen in einen journalistischen Rahmen zu setzen und für sich sprechen zu lassen – immer unter der Voraussetzung, dass die dort gemachten Äußerungen nicht gegen allgemeine Gesetze verstoßen.

Die WDR 5 Redakteurinnen und Redakteure sind jedenfalls auch bei dieser Sendung dankbar für Kritik und Zuspruch.“

WDR: Das Interview ist noch nicht einmal gesendet!

Update 20.01.19: Die Shitstormer auf Twitter, die sich in den meisten Fällen dadurch auszeichen, dass sie Katzen- und Hundevorschaubilder und nicht mehr als 10 Follower haben, fangen nun an, den WDR mit echten und vermeintlichen Aussagen von mir und über mich zu konfrontieren.

Der WDR darauf mit einer klare Ansage an die Eiferer:

„Wir können und werden hier grundsätzlich gern Aussagen kommentieren, die in unseren Sendungen getroffen werden. Das Tischgespräch mit David Berger ist aber noch gar nicht gesendet worden.“

David Berger zuvor ungezählte male Gast bei WDR-Sendungen

Was viele nicht wissen: David Berger war seit 2010 in einer Vielzahl von Radio- und TV-Sendungen des WDR zu sehen. Hier zum Beispiel ein langer Beitrag mit ihm in der Tagesschhau (20 Uhr-Ausgabe):

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