Es ist schon bemerkenswert, dass ausgerechnet unsere Bildungsministerin ein modernes flächendeckendes Handynetz für entbehrlich hält. Mein Ramin Peymani.

Anja Karliczek, ausgebildete Hotelfachfrau und seit Bildung der aktuellen Regierung Bildungsministerin ließ uns wissen, es gäbe beim Ausbau des Mobilfunknetzes keinerlei Eile:

“5G ist nicht an jeder Milchkanne notwendig”, bügelte Karliczek lauter werdende Klagen über Funklöcher und langsame Handynetze ab. Damit hat die mit ihrem Amt überfordert wirkende Bundestagsabgeordnete sogar den Parteienstaat gegen sich aufgebracht. Und eigentlich müsste sie es besser wissen.

Denn die Kauffrau, die einer alten westfälischen Hoteliersfamilie entstammt, gehört zu der aussterbenden Spezies jener Berufspolitiker, die vor ihrer steuerzahlerfinanzierten Laufbahn auch mal auf eigenen Füßen gestanden haben. Sie besitzt eine abgeschlossene Bankausbildung und war viele Jahre in leitender Stellung für den familieneigenen Hotelbetrieb tätig.

Es ist also beileibe nicht so, dass die Bundesbildungsministerin keine Ahnung davon hätte, wie die Welt außerhalb der All-inclusive-Versorgung des Berliner Bunkers aussieht. Offenbar verblassen die gesammelten Erfahrungen aus dem wirklichen Leben jedoch mit jedem Tag im Bundestag etwas mehr.

Es ist schon bemerkenswert, dass ausgerechnet unsere Bildungsministerin ein modernes Handynetz für entbehrlich hält. Dabei darf es keinesfalls als Entschuldigung gelten, dass es über weite Strecken ihrer beruflichen Tätigkeit mit dem Mobilfunk in Deutschland nicht weit her war. Denn Millionen von Bürgern sind längst im 21. Jahrhundert angekommen, und auch der Bauer mit der Milchkanne mag weder auf ein modernes Netz noch auf das schnelle Internet verzichten, das Karliczek wohl ebenfalls für nachrangig halten dürfte.

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