(David Berger) Nachdem gestern der Bundestag – nach extrem langen Verschleppungstaktiken, die teilweise sogar mit direkten Täuschungsmanövern verschleiert wurden – nun doch eine der vielen Petitionen gegen den Migrationspakt freigeschaltet hat, häufen sich die Beschwerden bei den Unterzeichnungswilligen.

Geradezu typisch waren die bei besonders unerwünschten Petitionen extrem langen Ladezeiten der Seite. Ed Piper bemerkt dazu:

„Wow .. es hat nun insgesamt also rund eine halbe Stunde gedauert, bis das Zeichnen der online-Petition zum Migrationspakt geklappt hat .. zuvor hat sich die Bundestag-Seite etliche Male aufgehängt …“.

Andere berichten davon, dass sie gar nicht durchgekommen sind und es nach zwei Stunden aufgegeben haben, eine Unterzeichnung zu versuchen. Besonders häufig war dies unseren Informationen zufolge bei denen festzustellen, die die Seite von ihrem Smartphone aus erreichen wollten.

Wer es dann doch irgendwie geschafft hatte, die Seite zu erreichen, die gut versteckte Petition irgendwie zu finden und dann auch noch zu unterzeichnen, ohne dass die Seite zwischenzeitlich wieder abgestürzt war, der konnte ganz erstaunliche Beobachtungen beim Zähler, der die Zahl der Unterzeichner festhält, machen:

Offensichtlich verschwanden innerhalb kürzerer Zeit schon einmal einige tausende Unterschriften… Eine Beobachtung, die bis zur Stunde anhält.

Vera Lengsfeld schreibt: „Um den Ansturm der Unterstützer zu bremsen, treten wieder „technische Störungen“ auf, wie wir sie von der Petition zur „Gemeinsamen Erklärung“ kennen. Die Seite des Petitionsausschusses kann entweder nicht erreicht werden, sie baut sich quälend langsam auf, der Prozess der Unterzeichnung wird mittendrin abgebrochen, es kommt keine Bestätigungsmail.

Als wir die 165 000 Unterschriften für die Gemeinsame Erklärung sammelten, hatten wir mit einem 10-Euro-Server keine dieser Schwierigkeiten, die der Server des Bundestages jetzt hat. Vielleicht sollte man dem Ausschuss zu Hilfe eilen und diesen Server anbieten.“

Abgesehen von diesen Beobachtungen nimmt die Kritik an der Freischaltung generell zu: „Erstelldatum 1.11, Online 21.11, läuft bis 19.12! Unterschrieben wird 10.12!! Nach Ablauf der Petition wird noch Jahre darüber debattiert im sog „Ausschuss“. Leute das ist nen Plazebo!“ schreibt User Zwitscherneby auf Twitter.

Geht es bei der viel zu spät erfolgten, mit extremen technischen Schwierigkeiten erfolgten Freischaltung der Petition vielleicht nur darum, der Bevölkerung eine Beruhigungstablette zu verabreichen, um die anschwellenden Proteste gegen die Unterzeichnung des Migrationspaktes zu besänftigen? Überraschen würde mich dies, nach all den Erfahrungen, die wir bisher mit dem Ausschuss machen mussten, wirklich nicht.