(Dieter Stein) Bei der Landtagswahl in Hessen am kommenden Wochenende prognostizieren Demoskopen massive Verluste von über zehn Prozentpunkten für die CDU. Die vom Merkel-Getreuen Volker Bouffier geführte Hessen-Union dürfte dabei mehr verlieren als kürzlich die CSU, der Bouffier vorab die Alleinschuld am drohenden Desaster in die Schuhe schiebt.

Gemeinsam mit der CDU wird auch die SPD weiter Federn lassen. Im Gegenzug werden Grüne und AfD stark zulegen. Während die einstigen Volksparteien rasant verlieren, wachsen zwei Antipoden, die in der Migrationsfrage diametral entgegengesetzte Konzepte verfechten und die alten Parteien zwischen sich in die Zange nehmen.

Merkel will sich nicht mehr mit dem beschäftigen, was sie 2015 verbockt hat

Als wäre nichts, stiefelt die Kanzlerin indes stoisch weiter. In einer Rede beim CDU-Landesparteitag in Thüringen am vergangenen Wochenende forderte sie die Parteifreunde dazu auf, nicht mehr die Zeit mit der Frage zu „verplempern“, „was 2015 vielleicht so oder so gelaufen ist“ und sich stattdessen der Zukunft zuzuwenden: wohl wissend, daß die von ihr zu verantwortende abenteuerliche Grenzöffnung und Willkommenspolitik die Ursache für die größte gesellschaftliche Zerreißprobe seit der Wiedervereinigung ist, sie damit den bis heute andauernden Höhenflug der AfD und die Selbstzerstörung der CDU auslöste.

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