(David Berger) Vergangene Woche erhielt der bekannte französische Romancier Michel Houellebecq in Brüssel den Oswald-Spengler-Preis der Spengler-Society. In seiner Laudatio betonte er, dass der „Untergang des Abendlandes“ angesichts die Islamisierung nur durch eine neue Kinderfreudigkeit der Europäer und eine Widerentdeckung „unserer Religion“ aufzuhalten sei.

„Ungewöhnlich gepflegt und seriös“ sei der bekannte französische Romancier Michel Houellebecq in Brüssel erschienen, um dort den erstmals vergebenen Preis der Internationalen Oswald Spengler Society („Oswald Spengler Prize“) entgegen zu nehmen, stellt die „Welt“ hinter ihrer Bezahlschranke fest.

Wichtigstes Werk zur Geschichtsphilosophie des 20. Jahrhunderts

Vor der Preisverleihung hatte die bewusst elitär gehaltene, noch ganz junge Spengler-Society in der (deutschen) Eifel eine wissenschaftliche Tagung abgehalten. In der Einladung zur Tagung heißt es:

„Die neu gegründete „Oswald Spengler Gesellschaft“ freut sich, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Veröffentlichung von „Der Untergang des Abendlandes“, einem der wichtigsten – und meist diskutierten – Werke zur Geschichtsphilosophie des 20. Jahrhunderts, eine wissenschaftliche Tagung abzuhalten.

Im Einklang mit den breiten historischen und philosophischen Perspektiven, die Oswald Spengler einnimmt, begrüßt die Konferenz Beiträge aus allen Bereichen der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften, die sich entweder mit der Theorie von Oswald Spengler und ihrem intellektuellen und wissenschaftlichen Kontext oder mit der Aktualität der Morphologie der Kulturen heute im Zeitalter der Globalisierung befassen.

Der wissenschaftliche Teil findet vom 17. bis 19. Oktober in der Deutschen Eifel bei Köln statt; am 19. Oktober werden die Teilnehmer nach Brüssel gefahren, um an der ersten öffentlichen Verleihung des „Oswald Spengler Preises“ an einen weltweit renommierten zeitgenössischen Autor teilzunehmen: Michel Houellebecq“

Die Religion des Abendlandes wieder entdecken!

In seinen Dankesworten betonte der frisch vermählte und mit Gattin erschienene Autor, dass wir jetzt – angesichts des Untergangs, besser des Suizids Westeuopas – vor allem eines machen sollten: Es sei an der Zeit, die eigene Religion wieder zu entdecken und Kinder zu bekommen.

Kinder bekommen angesichts des Untergangs? Es sei wie in einem Spiel, in das man mit extrem schlechter Kondition einsteige und wisse, dass man vermutlich verlieren werde – und daher einen anderen Spieler mit einbeziehe, der von der eigenen Position aus weiter spiele. In der Hoffnung, dass er genau die richtigen Weichen für die Zukunft neu setze.

Heute ist der Islam voll von Vitalität und Kraft

Man könne dies gut am Beispiel des Islam sehen. Dieser befand sich am Ende des 19. Jahrhunderts in einem schlechten Zustand. Die gesamte Verwestlichung und damit auch die die Säkularisierung gewannen überall an Boden. dann habe die islamische Welt den zentralen Faktor ihrer Religion neu entdeckt. Mit nicht zu übersehenden Folgen:

Der Islam verstehe sich als die Kultur der Zukunft, er sei jung wie nie – auch die Tatsache, dass man sich Kinder im Westen finanziell leisten können müsse, halte die Muslime nicht davon ab, sich extrem zu vermehren. Und ihre Religion selbstbewusst zu leben und als Schlüssel ihrer Identität zu begreifen.

Wenn wir den Untergang des Abendlandes verhindern wollen, bleibe uns kein andere Weg, als es ihnen gleich zu tun.

Nur der Katholizismus kann die Kultur noch retten

Bereits vor einem guten Jahr hatte der Romancier die Schlüsselrolle des Katholizismus für die Rettung Europas vor der Islamisierung in ähnlicher Weise betont:

„Es gibt eine bemerkenswerte Wiederkehr des Katholizismus in Frankreich. Es ist ein Phänomen, das ich fühle, ohne es wirklich zu verstehen, und es ist weniger reaktionär, als vielfach behauptet wird. […] Die Demonstrationen gegen die Ehe für alle und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare haben die Politik durch ihre Massenmobilisierung überrascht. Niemand hätte derlei für möglich gehalten.

Die Katholiken in Frankreich sind sich ihrer Stärke so wieder bewusst geworden. Das war wie eine unterirdische Strömung, die plötzlich zutage trat. Für mich einer der interessantesten Momente in der jüngsten Geschichte. […] Ich neige immer dazu, die Dinge materialistisch zu erklären, was zunächst etwas platt und abstoßend wirken mag: Tatsache ist, dass gläubige Katholiken mehr Kinder in die Welt setzen. Und sie vermitteln den Kindern ihre Werte. Das heißt, ihre Zahl wird zunehmen.“

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48 Kommentare

  1. Danke für den Link zur Oswald Spengler Gesellschaft. Ich habe jetzt den Artikel von Vladimirov „Ein Rückblick in die Zukunft“ „quer“ gelesen.
    Am wichtigsten ist der letzte Satz: „Das freie Spiel der
    Weltmächte auf dem „großen Schachbrett“ der Erde fordert das vertraute
    Menschenbild heraus, indem es die Menschlichkeit der Menschheit einer neuen Gefahr ausliefert – dem Weltbürgerkrieg. „

  2. Das funktioniert vielleicht in Frankreich. Dort hat sich die katholische Kirche ihre Volksverbundenheit erhalten. Und warum hat das geklappt? Weil es dort keine Kirchensteuer gibt! Dort leben die Amtsträger der Kirche vom Landpfarrrer bis zum Kardinal nicht von fetten Pfründen, sondern von Spenden. Und das hält sie am Boden. Wenn ich mir dagegen deutsche Kardinäle wie Marx oder gottlose Pfaffen wie Bedford-Strohm von den Evangelen ansehe, wird mir schlecht. Und vielen anderen Christen auch.

    • Eine Kirche, die ausschliesslich von Spenden lebt statt ihren Pfarrern Beamtengehälter zu zahlen, ist mit Abstand überzeugender.

      • Es geht gar nicht um „überzeugender“, das ist schon wieder so ein MOralismus! Es geht darum daß die Kirche freier gegenüber dem Staat und dem Bürgertum wird!

  3. Selbst wenn das von heut auf morgen passieren würde, und alle dabei mitmachen, würde es trotzdem mindestens 20 Jahre dauern, und bis dahin könnte es schon zu spät sein.

    Und wenn die ganzen neu-frommen Christen nur Betschwestern in die Welt setzen, die nie eine Waffe in die Hand nehmen würden (wie die ultra-Orthodoxen in Israel), oder die Kids rebellieren wie die dummen 68er…

    Sucht weiter nach Lösungen!

  4. Die Christen haben gegen den Islam verloren, und werden es immer wieder tun.
    Europa hat den Islam einst nicht geschlagen weil es christlich war, sondern trotz dem.
    Europa ist nicht zu Aufklärung und Vernunft gekommen weil es christlich war, sondern trotz dem.
    Sich mit dem Katholozismus gegen den Islam stellen ist wie zum Messer greifen um Messerstecher abzuwehren.
    Nein, wir können es besser – wir müssen dazu aber erst unseren Selbstwert wieder finden!
    Wir müssen aufhören, den Kinderreichtum fremder Menschen zu finanzieren.
    Wir müssen beginnen, uns selbst, unseren eigenen Kindern, mehr Wert zuzugestehen als den Fremden.
    Das ist zwar dem autodestruktiven Zeitgeist zutiefst verhasst, es ist aber existenziell notwendig!

  5. Der Vorschlag von Houellebecq ist AHISTORISCH.

    Nur weil massenweise Leute aus der Vor-Aufklärung ankommen und sich hier breit machen, können wir als Europäer, die die Aufklärung bereits durchlaufen haben, zurück in den Mutterschoss der katholischen Kirche kriechen.

    Dieser „Lösungsvorschlag“ drückt mehr die verständliche Verzweiflung von Houellebecq aus als dass darin eine Lösung auszumachen wäre.

    • Sorry, es muss natürlich heissen: Nur weil massenweise Leute aus der Vor-Aufklärung ankommen und sich hier breit machen, können wir als Europäer, die die Aufklärung bereits durchlaufen haben, NICHT zurück in den Mutterschoss der katholischen Kirche kriechen.

    • Die Aufklärung ist ein Kind der Kirche, lesen Sie mal meine Studien in „Angelicum“ zur Rolle der spanischen Scholastik für das Menschenrechtsdenken und der von Suarez für Descartes …

      • Das stimmt, die Abstammung der Menschenrechte führt auf die Kirche und das Christentum zurück. Darum gibt es in islamischen Ländern oder auch in China ja auch keine Menschenrechte.

        Aber muss ich deshalb in den Mutterschoss zurück wenn ich meine Wurzeln verloren habe? Ich muss dann meinen Glauben, die Wurzeln meiner Identität wiederfinden.
        Als Nicht-Katholikin werde ich sie aber nicht in der kathol. Kirche finden.

      • Es geht bei der Rekatholisierung gar nicht darum, dass wieder alle katholisch oder der Katholizismus Staatsreligion wird. Es geht darum, den Katholizismus als Weltanschauung als Herz des Abendlandes zu begreifen – d.h. dieser Begriff ist viel weiter als ein Bekenntnis oder eine Spiritualität, schon gar nicht ist er monochron auf die Institution Kirche festgelegt. Das in einem kurzen Kommentar zu erklären, würde zu weit führen. Demnächst dazu in einem Sammelband (hrgs. von Max Otte und Erika Steinbach) bald mehr

      • Danke! Genauso ist es, auch wenn es die Halbaufgeklärten nie hören wollen! Ohne Christentum hätte es nie eine Säkularisierung und Glaubensfreiheit gegeben! Auch der noetische Ansatz ist zutiefst christlich und katholisch.

  6. wurde der saudische Journalist nach gut christlichem Vergangeheitsritus gevierteilt? Dann hat der Islam tatsächlich vom Christentum gelernt.

  7. Dein Weib sei dein Acker und gehe auf ihn so lange es gebührt und genau dieser Vers erscheint sowohl in der Bibel, als auch im Koran, nur mit dem Unterschied, daß die Christen diese Empfehlung oder Weisung nicht mehr berücksichtigen im Gegensatz zu den Muslimen, wo mit voller Inbrunst die göttliche Weisung auch heute noch vollzogen wird und das führt zu Verwerfungen, ob es paßt oder nicht und wenn wir den Zuzug dieser Spezies nicht begrenzen, werden wir demoskopisch überrannt und da hilft auch keine Gegenmaßnahme mehr, denn für diese Empfehlung ist es bereits zu spät, weil die Frauen in Europa ihre gewonnene Freiheit nicht mehr opfern wollen und die anderen ihren eigenen Gesetzesmäßigkeiten unterliegen und deshalb ist der Sieg der Muslime gewiß, es sei denn man steuert jetzt noch entgegen, aber das dürfte nicht zu erwarten sein und deshalb weht der rote Halbmond bald über Europa und das war dann die letzte Schlacht der Muslime auf andere Art und Weise und nach Konstantinopel und Wien haben sie dann entgültig die Festung Europa eingenommen, dank unserer Qualitätspolitiker, die entweder vor Dummheit strotzen oder im Prinzip garnichts dagegen haben.

  8. Houellebecq, der den Islam hasst wie der Teufel das Weihwasser, hat vor einigen Jahren geschrieben:
    „…als ich zum ersten Mal im Koran las, ging ich vor Entsetzen auf die Kniee, verdeckte mein Gesicht mit meinen Händen und seufzte, dass der Islam doch wirlich die dümmste aller Religionen sei…“.

    Dafür wurde er natürlich sofort verklagt von der „Union des Organisations Islamiques de France“, er wurde dann aber vor Gericht freigesprochen.

    Seitdem ist es in Frankreich legal zu sagen der Islam sei die dümmste aller Religionen!

    Ob man das auch heute noch sagen dürfte?

  9. Diesen „rettenden Katholizismus“ mag es in den erstarkenden traditionellen Strömungen in Frankreich durchaus geben, im kirchensteuerbetäubten, deutschen Verbandskatholizismus, der sich immer weiter in eine NGO verwandelt hat, erkenne ich solche Chancen nicht. Man höre doch nur Bischöfe wie Genn aus Münster oder denke an die „Spenden“ aus Paderborn und München!
    Verraten und verkauft, möchte ich mal sagen!
    Nichtsdestotrotz stimme ich seiner Einschätzung vorbehaltlos zu.

  10. Sehr unrealistisch! Dann bräuchte man erstmal katholisches Personal im Vatikan, Papst und Bischhöfe müssen Ausgetauscht werden, aber wie soll das gehen. Genau so versifft wie EU Regierungen

  11. Eine Rekatholisierung wird es nicht geben. Dazu gehört nicht nur eine bestimmte Kultur und Sentiment, sondern auch der Glaube. Und dafür kann man sich nicht entscheiden, womöglich noch aus rationalen Gründen: um das Abendland zu retten oder dergleichen. Sondern man glaubt oder man glaubt nicht. So ist das nun mal. Und glauben tun nur noch wenige. Wir werden etwas anderes probieren müssen.

    • @ E.Karl
      Das ist ein richtiger Einwand: Glauben-Wollen ist nicht schon Glauben!
      Aber es ist ein erster Schritt. Und angesichts der Tatsache, daß jeder an irgendetwas glaubt (sich also metaphysich an etwas festmacht), stellt sich die Frage nicht als „Glauben oder Nichtglauben“, sondern als Frage nach „Qualität von Glauben“.
      Es sind eben nicht alle Glauben gleich und jeder wird wählen müssen /besser: sich entscheiden müssen, was er im Grunde für wichtig und wahr hält.
      Und die absehbare Entscheidung wird sein, ist ein Gott, der die Menschen liebt, der sich/seinen Sohn hat Mensch werden lassen; der fpr die Freiheit des Menschen eintritt und vor dem jeder Einzelne/ Mensch als Abbild dieses Gottes steht (es gibt fpr diesen Gott keinen Menschenabfall); ein Gott der sagt, Euer Verstand und Euer Körper sind göttlich und können Euch leiten… wird man sich also für diesen Gott und die Freude entscheiden oder für jenen verneinenden Ideologen, der sich im Islam als Götze präsentiert in einem Regelwerk von Verneinung ohne Heilsversprechen (außer für Mörder im Namen dieses Götzen! Für Frauen aber kategorisch nicht!)

      Vielleicht wird die Entscheidung so drängend werden, daß sie eine für jeden notwendige wird.

  12. Houllebecq ist französich-katholisch. Die sind eher piusbruderschaftlich orientiert.
    Wir sind bergoglio-katholisch und deshalb stehen wir für den kollektiven Suizid, den begeisterten Selbstmord, den sich selbst zerfleischenden Pelikan.
    Dieser Papst unterlässt nichts Europa zu islamisieren und zu afrikanisieren. Sein Ansehen hat er ruiniert (siehe Vigano: http://kath.net/news/65570)

  13. Wo ist das Problem? „Die katholische Kirche ist ausdrücklich gegen die Empfängnisverhütung.“ Also, liebe Katholikinnen, werft die Pille weg, dann kann das Abendland gerettet werden (oder auch nicht).

  14. Ach, herrje. Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Aber mal im Ernst, wenn wir alle wieder ganz fromm werden und ganz viele Kinder in die Welt setzen, so wie vor 300 Jahren, wohin führt uns das? So oder so wird es in unfaßbar brutaler Gewalt und Verteilungskämpfen enden.
    Nein, die europäischen Völker haben sich in den vergangenen hundert Jahren die Freiheit wiedererkämpft, die Zahl der Nachkommen selbst zu bestimmmen, ein zivilisatorischer Fortschritt den man nicht gegen das Mittelalter tauschen sollte: Julius Moses, Reichtagsabgeordneter, hatte noch am Vorabend des ersten Weltkriegs einen Skandal verursacht, als er forderte, jeder richtigdenkende Arbeiter sollte nur soviel Kinder haben, wie er ernähren könne. Wenn die uns diese Freiheit nehmen, haben die Moslems gesiegt.

  15. In den 70 ern wurde mir bewusst, dass man die Sinnhaftigkeit der Kleinfamilie anzweifelt. Ja, es könnte auch andere Modelle geben. Nach wenigen Jahrzehnten darf man allerdings sagen, dass wenn man etwas abschafft, dass diskussionswürdig ist, dann sollte man auch das Gegenmodell auf Tauglichkeit getestet haben.
    Also hier als hinkendes Modell, dass ich gerne gebrauche:
    Warum denn bei Rot anhalten und bei Grün fahren? Das diskriminiert eine Farbe. Ungerecht! Wäre es aus Gerechtigkeitsgründen auch möglich, dass wir bei geraden Tagen bei Grün anhalten und bei Rot fahren..oder umgekehrt? Oder nach Monaten unterscheiden? Vielleicht auch nach Halbjahren? Vielleicht wäre es eine Lösung, wenn wir es nach dem Alphabet der Fahrernamen regeln? Es gäbe da einen wirklichen Handlungsbedarf. – Solange uns da nichts Alternatives einfällt, knirsche ich mit den Zähnen und halte eben bei Rot……obwohl…..es bestimmt ein gerechteres System geben würde, wenn man bloß lange genung dem Wahnsinn verfallen würde.

  16. Der Katholizismus ist KEINE Alternative, eine ernsthafte Spiritualität und Gottverbundenheit schon. Dafür braucht man aber keine religiöse Institution, die Verbindung mit Gott ist immer eine INDIVIDUELLE Beziehung.

    Nur weil man jetzt von islamistischen Barbaren umzingelt ist, muss man nicht in den Schoss der Kirche zurückfliehen wie heim zu Muttern. Von deren Rockzipfel hat man sich ja bereits frei gestrampelt.

    Spiritualität und Glaube geht auch auf eine erwachsene Art.

    • Das esoterische Spiritualitätsgetue wird vom Islam innerhalb weniger Stunden nur so weggefegt. Ein zugegeben eher minder bemittelter ehemaliger Bekannter von mir hat immer von Spiritualität gesabbelt und sich als Nonne verkleidet, jetzt ist er zum Islam konvertiert und versucht dadurch Aufmerksamkeit zu bekommen (Schwuler Imam usw.)

      • Ich sprach NICHT von Esoterik, dem Fast Food der Zeitgeist-Religiosität, sondern von Glaube und Spiritualität.
        Ihr Bekannter ist ein sehr extremes Beispiel. Als ob es nur die Extreme Katholizismus oder Islam gäbe, schwarz und weiss. Bitte überprüfen Sie Ihre eigenartigen Schubladen.
        Die Kombination Glaube plus Macht ist das, was an ALLEN monotheistischen Religionen nicht stimmt.

      • Religion, Gewalt (Macht) und Sexualität sind die drei Grundpfeiler menschlicher Motivik (Freud) – ihnen wird es nicht gelingen, die drei in der Praxis auseinander zu dividieren

      • Das kommt auf den Macht-Begriff an, mit dem man operiert. Bei Freud schon, weil alles (Religion, Macht,Gewalt, Sexualität ohnehin) anschlussfähig an sein Libido-Konzept sind bzw. über die Libido mit Macht aufgeladen werden können.

        Max Weber würde wohl auch zustimmen und Foucault verbindet Bio-Macht (auf den Körper bezogene Macht-Techniken) und Sexualität, lässt aber die Religion weitgehend aussen vor.

        Hingegen unterscheiden einige feminist. Diskurse sehr wohl zwischen Herrschaft (gemäss Max Weber) und Macht. Sie interpretieren Macht eher im Sinne von Eigen-Macht, worunter sie die Kontrolle der eigenen Ressourcen (Körper, Sexualität, Eigentum, Arbeitskraft, kulturelle und spirituelle Identität) im Sinne von AUTONOMIE verstehen (Lenz/Luig).

      • Dann wäre jede Wissenschaft Ideologie – manche Wissenschaftler sagen das ja auch offen. Die Wissenschaft definiert Begrifflichkeiten, die nach einiger Zeit auf den Prüfstand kommen und erweitert oder neu definiert werden.

  17. „auch die Tatsache, dass man sich Kinder im Westen finanziell leisten können müsse, halte die Muslime nicht davon ab, sich extrem zu vermehren.“ Speziell in Deutschland besteht ja dafür auch kein Anlaß, leider. Selbst Mehrfach-Ehen mit Dutzend(en) Kindern werden ja vom deutschen Staat problemlos subventioniert, wenn die Empfänger nur die „richtige“ Religion bzw. Herkunft haben. Über diese fatalistische Politik kann man nur noch den Kopf schütteln. Ich fürchte, da wird der Katholizismus auch nicht weiter helfen, der deutsche, sic, schon mal gar nicht, solange Bischöfe an der Spitze der Kirche stehen, die ins gutmenschliche Horn blasen statt die Lyra der Vernunft zu spielen. Im übrigen fühl ich mich als aufgeklärter Agnostiker gut gegen den Islam wie auch jede weitere „heilsbringende“ Religion gewappnet. Ich glaube an Vernunft und gesunden Menschenverstand. Leider ist das aber bei der Mehrheit nicht der Fall, und da liegt das Hauptproblem. Sonst hätte der Islam keine Chance in Europa.

  18. Abfall vom christlichen Glauben, nicht der „Kirche“, ob katholisch oder evangelisch, führt zur Zerstörung menschlichen Lebens. In der Bibel nachzulesen!

    • Jetzt verstehe ich, warum Sie, Dr. Berger, immer über den französischen Katholizismus schreiben, der auch durch die radikale Trennung von Kirche und Staat traditionsbewusster ist: Dank „Familie Gruber“ fand ich den Instagramaccount und Sie in Nizza! ich sollte mir vielleicht einen anderen Job suchen, denn wenn man online „arbeitet“, kann man sich an jedem Ort der Welt aufhalten, wobei Sie im Ausland auch anonymer sind. Ich muss zugeben, ein bisschen neidisch und eifersüchtig machen diese sexy Urlaubsfotos schon, wenn sogar Gott ein eifersüchtiger Gott ist…

  19. Erinnern Sie sich an Alexander Spoerls „Memoiren eines mittelmäßigen Schülers“ von 1950 und seines Protagonisten Jakob van Tast. Der Professor sagt zu van Tast: „Bevor Sie alles anders machen, machen Sie es erst mal so, wie man es macht!“ Michel Houellebecq, der mir täglich sympathischer wird, sagt nichts anderes und hat gleich den entsprechenden Preis bekommen. Er sollte Intimus unserer Kardinäle Marx und Engels, nein Wölki, werden und Chefberater der deutschen Bischofskonferenz und er sollte Vorträge halten dürfen an allen katholischen Akademien unseres Landes, falls dort nicht schon Hopfen und Malz verloren ist!

  20. Houellebecq hat Recht. Die West- und Zentraleuropäer haben die christliche Religion nach dem 2. Weltkrieg aufgegeben und zunehmend verteufelt und lächerlich gemacht. Dadurch entstand ein geistiges, seelisches und kulturelles Vakuum. Der Islam mit seinen strengen Gesetzen gibt den Menschen etwas, daß sie für ihr Wohlbefinden unbedingt brauchen: Verhaltensgrenzen und etwas woran sie glauben können, nämlich daran, daß das, was in dem Buch von Mohammed steht, wahr und wahrhaftig ist.
    Hätten die Europäer noch eine Religion, würden sie ihre Religion zumindest noch anerkennen, gäbe es für die Ideologie des Islam wenig Platz in unserer ehemals westlich geprägten Welt.

    • Das, was in dem Buch von Mohammed steht, ist weder wahr noch wahrhaftig.
      Es ist KEIN Gottesbuch, sondern ein satanisches Buch mit mindestens 25 Anleitungen und Empfehlungen uns zu ermorden.
      Genau dazu sind sie aus ihren Shithole-Ländern auch hergekommen.

  21. „Tatsache ist, dass gläubige Katholiken mehr Kinder in die Welt setzen. Und sie vermitteln den Kindern ihre Werte. Das heißt, ihre Zahl wird zunehmen.“ – Ich bin mir gerade nicht sicher, ob mich das zuversichtlich stimmt. Oder sollte ich da im Geschichtsunterricht wieder etwas falsch verstanden haben?
    Die Äußerungen von „nomen-est-omen-Marx“ deuten nicht gerade darauf hin.
    Vive le laicisme !

  22. Ich möchte ein Europa, dass sich seiner Stärke und seiner guten Eigenschaften bewusst ist. Und dass sich dieser Kontinent, wie er sich heute darstellt, aus vielenKriegen so hervorgegangen ist.

    Dieses Erbe ist kostbar! Und hat gefälligst nicht an kulturfremde Horden durch „Partizipation“ oder „Integration“ wie Perlen vor die Säue geschmissen zu werden!

    Als Schwule stecken wir allerdings echt in einem gewaltigen Dilemma. Ich finde, auch die „Ehe für alle“ kann als Wert des Abendlandes patriotisch vertreten werden.

  23. „Seid fruchtbar und mehret Euch“ ist nicht nur ein Aufruf an die Katholiken, sie gilt ebenso für alle anderen Christen. Auch, wenn im Christantum recht unterschiedliche Varianten bestehen, ist es dennoch die Religion des einzigen Gottes. Es wäre schade und nicht zu verantworten, wenn die jeweiligen Gruppierungen sich gegenseitig bekriegen, statt in der Breite aller Spielarten ein religiöses Bollwerk gegen den Islam zu bilden. Es ist nur zu hoffen, dass der Feminismus und die Genderideologie noch nicht derart in den Köpfen der Bevölkerung festsitzt, dass eine Umkehr nicht mehr möglich ist.

  24. Das stimmt nur zur Hälfte, die andere Hälfte ist, die Migration sofort stoppen und die die da sind, zurück in ihre Heimat verfrachten, da können sie dann nach den Gesetzen der Scharia leben. Wir hier in Europa können auf die Scharia und ihre Anhänger gut und gerne verzichten.

  25. Eine schmeichelhafte Vorstellung, jedoch ist dies mit diesem pseudo Katholizismus, welcher noch linker sein möchte als der politisch verordnete Zeitgeist, nicht um zu setzen.
    Mobbing und Ausgrenzung damit arbeitet die Kirche sehr gerne, wenn man den Glauben innerhalb dieser Institution ernst nimmt.
    Wehe man ist nicht ein GutmenschenInnen_X und bekennender GrünInnen_X.
    Diese Erfahrung durfte ich selbst oft genug machen.
    Und solange ein gewichtiger Kardinal Marx ihr vorsteht, wird sie mehr denn je politisch als christlich sein.

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