Sexuelle Nötigung in Görlitz: Durch einen mutigen Nachbarn wurde Schlimmeres verhindert. Der Tatverdächtige, ein syrischer Asylbewerber, wurde vorläufig festgenommen.

In der Nacht zu vergangenem Donnerstag um kurz vor drei Uhr hat die Polizei in Görlitz in der Löbauer Straße einen 43-jährigen Mann vorläufig festgenommen. Er soll zuvor im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses an der Löbauer Straße in Görlitz einer Frau aufgelauert, sie mit einem Messer bedroht und ihr die Hose herunter gezogen haben. Die 33-Jährige rief um Hilfe. Ein 46-jähriger Hausbewohner hörte die Schreie und griff ein.

Helfer erlitt Schnittverletzungen

In einer Auseinandersetzung mit dem Täter erlitt der Zeuge leichte Schnittverletzungen an den Händen. Auch eine Scheibe der Haustür ging zu Bruch. Der Angreifer flüchtete.

Alle verfügbaren Streifen des örtlichen Reviers, des Einsatzzuges der Polizeidirektion sowie der Bundespolizei suchten im Stadtgebiet nach dem Mann. Anhand einer guten Personenbeschreibung ergriffen Beamte den Täter wenig später an der Bahnhofstraße und nahmen ihn vorläufig fest.

43-jähriger Syrer mit 1,46 Promille

Es handelte sich um einen 43-jährigen syrischen Staatsangehörigen. Ein Atemalkoholtest bei dem Asylsuchenden ergab einen Wert von umgerechnet 1,46 Promille. Da auch er bei dem Handgemenge mit dem helfenden Zeugen leichte Verletzungen davongetragen hatte, wurde der Mann unter Bewachung der Polizei in einem Krankenhaus behandelt.

Bei einer Suche im Umfeld des Tatortes fanden Polizisten die Tatwaffe und stellten sie sicher. Im Verlauf des Tages werden Kriminaltechniker den Ort des Geschehens genau untersuchen.

Die Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Görlitz – so der Polizeibericht.

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