Ein Gastbeitrag von Daniel Matissek

Herbert Grönemeyer singt neuerdings auf Türkisch – sein jüngster bizarrer Beitrag zu jener fehlgeleiteten, anbiedernden Vorstellung von „Integration“ in Deutschland, der zum Soundtrack der gelebten Parallelgesellschaft taugt.

Mit „Doppelherz / Iki Gönlüm“ macht sich unser kommerziell erfolgreichster Barde nicht nur daran, die 3,5 Millionen ethnischen Türken in Deutschland als neue Käufer- und Zielgruppe zu erschließen, sondern kommt gleich wieder auf sein Kernanliegen zu sprechen: „Die Sehnsüchte im Kopf und die Sehnsüchte nach anderen Plätzen“.

Mit „anderen Plätzen“ ist in diesem Kontext jedoch nicht das Fernweh der Migranten gemeint, mit denen Grönemeyer sonst bei jeder Gelegenheit mitfühlt, für deren noch viel zahlreichere und intensivere Aufnahme in Deutschland er in Talkshows schonmal eine Sondersteuer für Reiche fordert oder sich aus Solidarität in orangenen Schwimmwesten ablichten läßt – sondern in dem Fall meinen die „anderen Plätze“ die zweite, die eigentliche Heimat der Türken und Türkischstämmigen: die Türkei selbst und sie Sehnsucht nach ihr.

„Urlaubsziel oder zweite Heimat“

Es mutet befremdlich an, dass Grönemeyer behauptet, ausgerechnet die Befassung mit Texten Denis Yücels habe ihn zu seinem türkischen Fremdsprachenexkurs beflügelt – jenem Deutschtürken, der just in der Türkei über ein Jahr lang eingeknastet wurde (ehe er in das Land zurückkehrte, das ihm Aufstieg und Existenz ermöglichte und dessen Volkstod Yücel in früheren Publikationen gleichwohl frenetisch herbeijubelte).

Dennoch ist die Türkei „Urlaubsziel oder zweite Heimat“, singt Grönemeyer in seinem Psychogramm der allezeit mit Samthandschuhen anzufassenden Doppelstaatsbürger und Migrationsstämmigen.

„Heimat“ – das geht in völlig Ordnung, ist menschennatürlich und wird von Grönemeyer daher einfühlsamst besungen – natürlich sofern diese Heimat die Türkei (oder irgendein anderes beliebiges Herkunftsland) ist und nicht Deutschland.

Hingegen sind die Sehnsucht nach Deutschland oder der Topos „Deutschland als Heimat“, wann immer sie zur Sprache kommen – und dann auch noch natürlicherweise auf Deutsch – für Zeitgenossen wie Grönemeyer verspottens- bis verachtenswürdige Ausflüsse eines vorgestrigen Nationalismus und dunkeldeutschen Dumpftums. Nur wenn das, was analog ebenso in deutschen Heimat- und Volksliedern gesungen wird, auf Türkisch daherkommt, dann ist es Ausdruck achtenswerter multikultureller Sensibilität. Da wird sogar Herbie zum Schnulzensänger.

Heuchelei monströsen Ausmaßes

An Herbert Grönemeyer lässt sich exemplarisch nachvollziehen, wo das Problem mit Deutschlands Vorzeigekünstlern liegt. Sie zehren noch immer vom Ruf der unverfälschten Rebellion, der kritischen Offenheit, der authentischen Antikommerzialität und scheinen ihr Herz wie eh und je auf der singenden Zunge zu tragen. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall. Wie ihre Fanbase, die einst in linkem Lebensgefühl badete oder selbiges mit der Muttermilch aufgesogen hat und inzwischen wohlstandsfett in den Institutionen ankam, sind auch sie selbst zu millionenschweren bourgeoisen Genussbürgern mutiert.

Doch um dem Stigma des Seelenverkäufers entgegenzuwirken, um die Lüge zu kaschieren, sie wären sich selbst treu geblieben, vielleicht auch um Trauer über den Verlust der eigenen Jugend zu bekämpfen, lassen sie keine Gelegenheit aus, „Haltung“ zu zeigen, sich politisch zu geben und sich dort zu positionieren, wo sie Antireaktion und Anti-Establishment verortet wähnen.

Was dabei herauskommt, ist Heuchelei monströsen Ausmaßes – und zwar sowohl der Künstler selbst als auch ihrer Anhängerschaft, denen größtenteils dieselben Lebenslügen zu schaffen machen.

Grönemeyer, das ist seit langem bekannt, ist einer der unangenehmsten und geldgeilsten Exponenten der deutschen Popindustrie. Wenn es anderen finanziell ans Leder gehen soll, schreit er an vorderster Front mit; als der damalige Opel-Mutterkonzern GM 2012 beschloss, den Standort in seiner Heimatstadt Bochum zu schließen, attackierte er das Unternehmen scharf und wetterte gegen Globalisierung.

Er selbst denkt da pragmatischer: Seit 20 Jahren lebt er in England. Populismus pur. Als U2 ihr „Songs of Innocence“-Album via Apple kostenlos an eine halbe Milliarde Nutzer verschenkten, fürchtete Grönemeyer um einen Verfall der Künstlervergütung und tobte über soviel „Respektlosigkeit gegenüber hart arbeitenden Kollegen“, die für Musik Geld verlangen müssten. Weil Spotify zu wenig Geld für gestreamte Songs abdrückte und es hierüber zu Protesten von Taylor Swift und anderen Megastars kam, verkündete auch Grönemeyer Ende 2014 prompt mit lautstarkem Tamtam, seine Musik wäre dort fortan nicht mehr erhältlich – nur um schon kurz darauf wieder dabeizusein, worüber die Medien freilich dann nicht mehr berichteten.

Geht es um das eigene Geld wird der Bessermensch ganz schnell zum Unmensch

Geht es um Tantiemen, wird der Menschenfreund sowieso schnell zum Unmensch. Berüchtigt sind seine überzogenen Klagen gegen all jene, die seine Songs unangemeldet spielen. Nachdem sein Album „Schiffsverkehr“ 2011 erschien, beauftragte er eine berüchtigte Abmahn-Kanzlei damit, jegliche noch so bagatellhaften Fälle von Urheberrechtsverstößen gnadenlos zur Strecke zu bringen.

Wer auf BitTorrent, LimeWire, kazaa oder Emule unachtsam einen Grönemeyer-Song streamte, wurde von der Kanzlei prompt mit einer Unterlassungklage konfrontiert, von der er sich gegen Zahlung einer Vergleichssumme von EUR 1.200 pro Fall quasi freikaufen konnte. Das ist die kapitalistische Wahrheit hinter all dem pseudohumanen, toleranten und sensitiven Gesülze, das Grönemeyer in seinen Songs transportiert.

Diskussionen, die nicht ins politische Weltbild passen, verbieten

Diskussionen, die nicht in seine Weltsicht passen, will Grönemeyer am liebsten verbieten: Beim Jameler Festival vor zwei Monaten rief er von der Bühne herab wörtlich, alleine das bloße „Infragestellen der Seenotrettung“ sei „kriminell“. Wohlfeiles öffentliches Gejammer über zu geringe Solidarität der Deutschen mit Flüchtlingen, über noch immer zu geringe Aufwendungen der Steuerzahler für diese selbstaufgeladene Mammutaufgabe stehen für Grönemeyer nicht im Widerspruch zu der Tatsache, dass er im noblen viktorianischen Village-Viertel Primrose Hill seinen Erstwohnsitz hat, wo sich trefflich Steuern sparen lassen und er von der sozial-kulturellen Abwärtsspirale nichts mitbekommt, in die eine wahnsinnig gewordene deutsche Politik ihr Land hinabreißt.

Von realen Problemen läßt er lieber die Finger; insofern ist auch sein neuentdecktes Türkisch-für-Anfänger-Faible beispielhaft: Durchaus hätte er sich mit dem Problem des türkischen Faschismus in Deutschland in Gestalt von AKP-Anhängern oder der Bozkurt-Bewegung (Grauen Wölfe) auseinandersetzen können; mit der unguten Tendenz, dass die einst so säkularen Türken inzwischen zunehmend islamistischer auftreten, dass immer mehr Frauen in Kopftüchern oder verschleiert durch die Straßen wackeln, dass in Erdogan-hörigen Moscheen Hass und Intoleranz gepredigt wird.

Doch er flüchtet in die Mystik des linken Weltbürgers und beschwört pseudoempathischen Seelenschmerz der Türken in Deutschland, die ihm augenscheinlich als das Wahre Schöne Gute inmitten all der potenziellen Braunhälse und AfD-Wähler anmuten. Dünkel gegen die eigenen Landsleute war seit jeher das Elixier der Gewissenskünstler. Gegen die „rechte Szene“ ansingen ist die einzige politische Agenda, die vom einstmals so vielseitigen Ausnahmesänger noch bedient wird.

Hierin unterscheidet er sich nicht von seinen regierungsergebenen, öffentlich geadelten Kollegen Campino, der musikalisch mit Linksextremen gemeine Sache macht, von Konstantin Wecker, der „Sage Nein!“ singt, während er mit seinem SUV Münchner Feinkostläden abfährt, oder von anderen Interpreten seiner Generation. Positive Ausnahme ist hier Wolfgang Niedecken, der sich immerhin noch aktiv in der Afrika-Hilfe engagiert.

Das Image, das nach außen dringt, will Grönemeyer knallhart und um jeden Preis selbst kontrollieren. Flecken auf seinem Prachtkleid dürfen nicht sein. Als er vor einigen Jahren auf dem Flughafen Köln/Bonn körperlich auf einige Reporter des Bauer- und Springer-Verlags losging, führte er einen letztlich siegreichen Unterlassungsprozess gegen die Verlage und verbot diesen die Berichterstattung über den Fall.

Gestörtes Verhältnis zu Meinungs-, Kunst- und Gedankenfreiheit

Im Vorfeld der „Dauernd Jetzt“-Tour 2016 ließ Grönemeyer über sein Management gar allen Journalisten, die darüber berichten wollten, einen Knebelvertrag vorlegen, der jedes einzelne Wort ihrer Texte einer redaktionellen Endzensur durch den Künstler unterwarf, bei hohen Vertragstrafen. Das Ergebnis war, dass über die Tour kaum berichtet wurde. Auch das spricht Bände über das Verständnis von Meinungs-, Kunst- und Gedankenfreiheit dieses kalkulierenden Kopfmenschen, der sich als linke Ikone zelebriert.

Ob er auf Türkisch, demnächst vielleicht Farsi und Arabisch oder einfach nur auf Deutsch singt: Für mich ist Herbert Grönemeyer erledigt. Ich mochte ihn mal sehr, „4630 Bochum“ war 1985 die erste LP in meinem Leben, die ich gekauft habe, und bis „Mensch“ habe ich mir immer all seine Alben direkt besorgt. Das war einmal. Wenn man die moralinsaure Unaufrichtigkeit, dieser Gestus des sich-über-andere-Erhebens, diese so bequem daherkommende politische Altklugheit miterlebt, die Künstler wie er heute auf und außerhalb der Bühne verströmen, vergeht einem die Lust selbst an begnadetsten Liedern. Heute kann ich sagen: Ich mag seine Musik nur, wenn ich taub bin.

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54 Kommentare

  1. liberal-konservativ nennt sich das hier. Das kann man an den Kommentaren zu diesem „Beitrag“ sehr schön nachvollziehen. Formidabel, diese Flut von Hass gegen immerhin deutschsprachige Interpreten.

  2. Ach ja, wussten Sie schon, dass Boykottaufrufe in Deutschland nur dann verboten sind, wenn sie sich gegen einen direkten Konkurrenten richten? BP darf also nicht zum Boykott von Shell, BMW nicht zum Boykott von Mercedes und McKotz nicht zum Boykott von Würger King aufrufen. Jede natürliche Person darf indes zum Boykott von Konzerten mit oben genanntem Schnösel aufrufen. Das Recht ist manchmal großzügig!

  3. Tja ,es gibt anscheinend in , nur noch zwei Möglichkeiten entweder mit den Wölfen gröhlen wie das Stimmwunder Grölemayer , oder in der Schublade verschwinden wie Xavier Naidoo.
    Ist es schon aufgefallen , dass kein Lied von ihm im Radio mehr gespielt wird ?
    Aber wenn man kritisch gegenüber der Regierung einen Text wie Marionetten singt , wir man kalt gestellt .
    Er sollte ein Loblied über die gelungene Integration singen , dann werden wir sogar in den Supermärkten davon berieselt werden.

  4. Vielen Dank für diesen sehr aufschlußreichen Artikel! Naja, es ist nicht die erste Anbiederei – auch Pudel – aka Udo – Jürgens tat das schon mit seinem Lied „Der Mann ist das Problem!“. Ich füge dieser Sammlung der „gestorbenen“ noch Udo Lindenberg und andere gegen-rechts-Heuchler hinzu. – Meine Güte, so blöd kann man doch nicht sein, einzusehen, daß ein Land nun einmal nur über begrenzte Resourcen verfügt …
    Aber zurück zu Grönemeyer: Steuern sparen? London soll doch ein recht teures Pflaster sein …

  5. Grönemeyer singt neuerdings auch auf Türkisch !?
    Wenn er da so drauf steht, kann er ja auch von London zurück nach NRW ziehen und am besten direkt nach Duisburg-Marxloh !

  6. Der Lebenslauf sieht ja großartig aus. Und wenn man dann noch in London wohnt und auf türkisch singt. Meiner sieht auch gut aus. Schließlich wohnte ich mal in Genf. Graf Yoster gibt sich die Ehre! Und der Uli Wickert ist sogar in Tokio geboren. Inzwischen ist mein Lieblingsbuch aber DIE LÄNGSTE REISE IST DIE REISE NACH INNEN von Dag Hammarskjöld. Und wenn wir mit dem Herbert nach innen reisen, was finden wir dann: einen kleinkarierten deutschen Spießer, der mit aller Gewalt ein Weltstar sein will, aber längst ein Monster ist, weil er nicht zu sich und seiner Herkunft steht. Wie Claudia Roth. Die meisten deutschen „Promis“ von heute aus den 50er Jahren werden am besten beschrieben durch einen Film aus dieser Zeit: „Briefträger Müller“ von 1953, gespielt vom unvergessenen Heinz Rühmann, der durch eine Erbschaft zeitweise den Boden unter den Füßen verliert Es sind Leute aus kleinen Verhältnissen, die große Stars sein wollen, denen aber das Fundament fehlt. Und dann werden sie einfach nur Hochstapler, Schaumschläger, Zechpreller und Strauchdiebe. Die Altparteien im Bundestag bestehen fast ausschließlich aus solchen!

  7. Aaah, herrlich, wie hier der Gröhlemeier, der Herr der vier Töne, seziert wird. Daniel Matissek hat´s exakt auf den Punkt gebracht, wunderbar!

  8. Man fragt sich, wo befinden sich die Leute, in welcher Welt leben sie? Aber wenn sie das erfüllt, sollen sie doch gegen was auch immer demonstrieren, mir ein Rätsel, was sie dort wollen. Welt offen ist man schon seit 60 Jahren, es leben Millionen Ausländer hier. Schon seit Jahren sage ich, auf der Strasse hört man kein deutsch mehr. Hier lebt auch viel Kriminelles, für alles ist man halt offen und willkommen. Die Mafien breiten sich aus, die Repektlosigkeit auch, sollen sie doch dagegen sein. Oder finden sie das schön oder bunt? Also mit ist es zu bunt, wenn so viel Mord und Totschlag zu meiner Welt gehört. Aber gut, wenn es ihnen gefällt, sollen sie es doch machen. Man hat sie gewarnt wer nicht hören will, muss halt fühlen. Werde in keinen Wettbewerb eintreten, wer mehr auf die Strasse geht. Muss die Probleme der Menschen zum Glück nicht lösen. Man kann sich in seine Welt zurückziehen, die Realität wird schon siegen.

  9. Egal wohin man schaut, die Promis der westlichen Welt predigen für das gemeine Volk andauernd Wasser und saufen selbst permanent Wein. In den USA sind es die Semitalentierten aus Hollywood, in Großbritannien und Deutschland die Semitalentierten der Musikindustrie. Ob George Clooney, Beyonce, Bono, Bob Geldof, Grönemeyer oder auch Til Schweiger, der allerdings mit seinem Flüchtlingsprojekt direkt auf die Nase gefallen ist, es geht immer und ausschließlich um PR. Um nichts anderes. Es geht nicht um eine gerechtere Welt. Es geht nur darum, zu suggerieren dass man für eine gerechtere Welt eintritt, weil dies Öffentlichkeit generiert, Sympathien einbringt und damit letztlich den Marktwert und die Verkaufszahlen erhöht.
    Was das teils für desaströse politische und gesellschaftliche Auswirkungen hat, ist dem Big Business dabei vollkommen egal. Man ist davon in der eigenen alarmgesicherten 50 Zimmer Villa im abgeschirmten Luxusviertel ja nicht betroffen. Dabei wäre es so einfach, es besser zu machen. Man müsste sich nur auf seine eigentliche Profession konzentrieren und bei Dingen, von denen man keine Ahnung hat, einfach mal den Rand halten.

    • Das Problem ist nur, dass Gröhlemeier auch von „seiner eigentlichen Profession“, der Musik, auch keine Ahnung hat. Für mich persönlich fällt dieses hysterische Gegröhle unter die Rubrik „akustische Umweltverschmutzung“.

  10. Herbert Grönemoglu ist auch in Berlin mit dabei, wo sein unteilbares Doppelherz für die Auslöschung der Nationen mit schlägt.

    • Grönemeyer hat bei der Berlin-Demo gegen rassismus folgendes statement abgegeben:
      Niemand ist deutscher als andere – es gibt nicht das Deutschland- sondern es gibt
      Millionen Deutschlands!!
      und das ist die untrennbare Schönheit dieses Landes.

  11. Also wer sich den Song antun möchte bei Youtube, dem sei empfohlen, es nicht vor der Nachtruhe zu tun. Für mich klingt es weder nach Musik, sondern eher nach dem Gebetsruf eines Muezzin . Noch dazu , die deutschen Teile, in einem Neusprech, das ich schon Schwierigkeiten habe. Ich brauch das nicht, einfach entsetzlich,aber für Englisch hat es vielleicht nicht gereicht?

  12. Wussten Sie schon,…

    …dass Grölemeier einmal bei „Wetten dass…?“ sein naives Liedchen „Kinder an die Macht“ blökte und der Gast, Manfred Krug, kopfschüttelnd dazu meinte: „Ich kann mir eine Welt mit Kindern an der Macht vorstellen, in der alles schief geht. Atomkrieg für einen Lutscher.“ Grölemeiers Texte sind generell von dieser Art. Seichtes verbirgt sich hinter der Fassade.

    …dass sich Konstantin Wecker im Zuge seines Rauschgift-Prozesses von einem Arzt „vorübergehende“ Unzurechnungsfähigkeit attestieren ließ? Man stelle sich das vor: Wecker, der wie Grölemeier ein merkwürdiges Verständnis von Gesang hat, inhalliert Kokain, ist in diesem Moment noch nicht „suchtkrank“, bricht das berechtigte Verbot somit vorsätzlich, und redet sich vor Gericht genau darauf hinaus, was das Verbot eigentlich verhindern soll. Dass er bei seinem Erstkonsum weder krank noch abhängig war, sondern nur einer, den Gesetze nicht interessieren, hat die Justiz unter dem weichlichen Urteil begraben. Wir stünden vor einer ähnlichen Konstellation, wenn ein Raser jemanden über den Haufen fährt und vor Gericht sagt, er sei zum Bremsen zu schnell gewesen. Wecker kam damit durch.

    …dass Wolfgang Niedecken ein verschrobener Mensch ist? Die Bühne, ein Bretterverhau von der Größe einer Abstellkammer, war dunkel. Personen mit Instrumenten klimperten gelangweilt ihren dahin plätscherden, höhepunktslosen Lärm vor sich hin. Dann betrat gemessenen Schrittes ein ältlich wirkender Mann die Bühne: Wolfgang Niedecken; ein entmännlichender Name übrigens. Er stellte sich hinter einen Rednerpult, legte einen dicken Leitz-Ordner darauf ab, und schaltete die Leselampe an, die darüber angebracht war. Im Hintergrund immer noch austausch- und verwechselbares, mehr oder weniger rhythmisches Klimpern, Klopfen und Hämmern seiner „Bänd“. Dann setzte Niedecken seine Brille auf wie Lehrer Lämpel, schlug den Ordner auf und begann zu – labern. Auf den Zuhörer wälzte sich ein derartiger Text-Kataklysmus zu, dass ihn nicht einmal der Labersack selbst auswendig kannte. Ja, er quatschte einfach drauflos und wollte gar nicht mehr aufhören: „De böse, böse Nazi! De Wält is so schlächt. Isch könnt heule.“ … oder so. Mit sowas kann man heute durchkommen und den Kindern das Geld aus der Tasche ziehen.

    Musikkenntnisse: ungenügend; Gesang: ungenügend; Talent: ungenügend; Erfolg: sehr gut? Ja, denn es ist eben nur eine Industrie. Grölemeier, Wecker und Nie-decken sind Image-Verwaltungsangestellte deren Produkt nichts weiter ist, als Kindern ein möglichst politkorrektes Vorbild zum Nachäffen zu geben.

  13. Typisch für diese Künstler,wenn sie merken daß auch sie älter werden, sind sie auf einmal moralisierend besorgt über alles mögliche, solange es Ihnen nicht selbst an den Kragen geht. Heiße Luft!

  14. Unerträglich dieser Nuschelbarde, wenn er denn so wie die unsägliche C. Roth (Erkennungszeichen neben dem linken Nasenflügel) so sehr mit der Türkei verbunden ist, ab in den Flieger und bitte für Erdodings singen oder Börek machen (kann C. Roth ja gut laut eigener Aussage) das bringt Heimatgefühle und macht glücklich.

  15. Wie ich aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, will Gönemeyer jetzt seinen Wohnsitz von London-Hampstead nach Duisburg-Marxloh verlegen.

  16. Wie war das noch? Der sogenannte “ Grölemeier“ lebt doch in einer englischen geschützten Wohnanlage.
    Was reißt er hier eigentlich das Maul so weit auf? So etwas haben wir so gern, wie einen Pickel am A..sch. Über so viel Scheinkeiligkeit kann man nur noch den Kopf schütteln.

  17. Der Sprung von C.Roth auf Grönemeywr ist nicht weit- da passt sozusagen „kein Blatt dazwischen“!

    An Gröhlem. thematisiert sich die Frage neu, was einen Sänger in politischen Fragen über das Gros polit.denkender Menschen erheben soll.
    Mit C.Roth erweitert sich diese FRagestellung auf sogen.Politiker*Innen. Und Jungprollin Katharina Schulz/BY beweist, daß das kein Generationenproblem ist und wir in Zukunft von der braungrünen Moralinfront irgendetwas Besseres erwarten dürften!

  18. Die Scheinpoesie von Grönemeyer war nie mein Ding. „Der Mensch heißt Mensch…, weil er lacht, weil er lebt, du fehlst.“ „Männer haben‘s schwer, nehmen‘s leicht…“ Das ist Schwachsinn getarnt als Poesie. Mit enormem technischen Aufwand (Orchesterkapelle) und Sprechgesang im Habitus der endgültigen Wahrheit vorgetragen.
    Insofern eigentlich zeitgemäß.

  19. Ich habe gar keinen Ausdruck dafür, wie widerlich mir Grölemeier und Konsorten sind.
    Klar, der Hirnfraß muß schon sehr weit fortgeschritten sein, wenn du solch unlogischen und arroganten Müll von dir gibst. Wenn du generell von anderen verlangst, wozu du selbst nicht bereit bist. Wenn du propagierst, alle die nicht deiner sozialistischen Meinung sind – obwohl bisher noch jeder Sozialismus „krachend“ gescheitert ist. Mit Unfreiheit, Unterdrückung, Zerstörung, mit Armut und Gewalt und Krieg und 100 Millionen unschuldiger toten Männer, Frauen, Alten, Kranken und Kindern – wären Nazis.
    Ich weiß nicht, was „klein Herbert“ so kaputt gemacht hat. Wahrscheinlich war der als Kind schon Sch…. oder das Elternhaus? Wahrscheinlich war das einer von denen, die mit dem Elefanten auf dem einen Auge rumliefen.
    Sehr wahrscheinlich ist jedoch, daß er Minderwertigkeitskomplexe hat. Sein Bruder ist Professor. Auch wahrscheinlich ist, daß es bei ihm der Charakter ist. Das wird es bei den meisten Linksextremen sein. Der Charakter ist mit dem 6. Lebensjahr abgeschlossen. Wenn dich da der Geiz erwischt hat, bleibt der dein Leben lang. Sicher ist jedenfalls, daß solche sich selbst nicht leiden können. Und andere immer „runtermachen“ müssen, um sich selbst zu erhöhen. Alle sind doof – außer ich. Alle sind böse Nazimenschen – nur ich bin ein guter Gutmensch.
    Sowas lebt – und Schiller mußte sterben.

  20. Wer zieht sich denn freiwillig den Grølemeyer rein ? Konnte sein gestøhne noch nie akzeptieren .Zum glueck gibts den ausschalter . Aber warum reg ich mich auf? Ist dieser typ gar nicht wert…

  21. Beinahe schade, dass ich keine Grönemeyer-Scheiben habe… denn jetzt hätte ich richtig, richtig Lust, sein Lebenswerk in den Müll zu werfen. Selbiges war schon bei den Platten von U2 ein Genuss.

  22. Ich habe Herrn Grönemeyer immer für seine außerordentliche Musikalität geschätzt. Selbst seine schnelleren Stücke sind immer harmonisch, er hat ein riesen Talent, welches er einer freundlichen Fangemeinde in unserem Land gegenüber immer erfolgreich ausleben konnte.
    Wo ist seine Dankbarkeit Gott gegenüber dafür.
    Wo ist seine Dankbarkeit Deutschland gegenüber und seinen Bürgern.

    Ich bin bitter enttäuscht von diesem Herrn, der es noch nicht mal nötig hätte, mit all seinen Millionen, sich hier zu verbiegen. Ich gönne ihm die auch – ich gehöre nicht zu den Leuten, die Erfolgreichen ihren Lohn missgönnen, aber wozu hat das offenbar geführt… grauenhaft.
    Und wenn Herrn Grönemeyer die türkischstämmigen Mitbürger am Herzen liegen würden, dann würde er sie ebenfalls zur Freundlichkeit und Dankbarkeit diesem Lande gegenüber aufrufen – in Anatolien zugespitzt ausgedrückt, wären viele wohl kaum zu dem Wohlstand gekommen, den sie heute haben.
    Und er würde sie warnen, vor dem kranken Stolz, nicht dankbar und friedlich zu bleiben, sondern diese tückische „Rache“ an dem, der ihnen Gutes gab, als Selbstbewusstsein zu verstehen. DAS ist Hass, der Geber wird gehasst, weil der Nehmer stolz und aggressiv ist. Diese Aggressivität ist es, die Erdoghan anstachelt und junge Leute zum Nationalismus und Islamismus aufhetzt. Erkennt Herr Grönemeyer diese Gefahr nicht? Gerne kann er darüber mal ein Lied singen -gerne auch auf Türkisch.

    Die Vorwürfe, hier wären Türkischstämmige jemals unterdrückt worden, entspringen den Schwarz-Weiß-Verirrungen linksgedrehter Selbstglobalisierungspersönlichkeiten, die keine eigene entwickelt haben. Und davon gibt es erschreckend viele.
    Die Deutschen werden von Kindesbeinen an zu dieser Selbstglobalisierung erzogen und wenn ich es recht bedenke, hat so mancher Text und so manche Allüre auch von Grönemeyer dazu beigetragen.
    Unterliegt er jener Gutmenschelei als Ausgleich für seine eigene Entfremdung?
    Hat Herr Grönemeyer mal in sich hineingehorcht?
    …. der Tod kommt übrigens trotzdem, und bei dem ist der Globus nicht dabei.

    Es ist schade um ihn – aber man muss Stellung beziehen. Ich kaufe seine Platten schon länger nicht mehr und singe ab und an mal „Bochum“ in der Badewanne,, weil ich das Stück noch schön finde, aber keinesfalls mehr laut noch irgendwas anderes von ihm.
    Keine Angst, er bleibt stumm – denn das ist die Folge dieser Abmahnerei. Man verschwindet aus den Köpfen der Menschen und auf den kleinen Gartenparties spielt einen keiner mehr. Das ist vielleicht gar nicht mal so schlecht.
    Mozart, Bach und Beethoven, Wagner, Strauss und Mahler werden bleiben – ewig.

  23. Lieber Daniel, vergiß‘ den einfach !!
    Ein mehrfach untalentierter (weder guter Schauspieler, noch guter Musiker), für die Geschichte unbedeutender Mensch, der es nicht verdient hat, dass man sein dummes Gesulze noch beachtet.
    In England interessiert sich wohl niemand für seinen out put……
    Verständlich.
    Aber wir tun das auch nicht.
    Soll er nach Istanbul gehen…

  24. ein sehr guter Artikel! Es kommt einem der Brechreiz, diese millionenschweren System-Hofnarren. Widerstandskämpfer mit staatlichem Rückenwind. Ja es gab sie schon immer, diese Heuchler, sie allesamt hätten auch im 3. Reich erfolgreich gesungen (Grönemeyer gerufen) und gegeigt. Mal sehen, wenn es denn doch mal anders kommt, dann benutzen sie ihr 180° Gelenk in ihrer Halswirbelsäule.
    Allerdings bin ich mir sicher, dass die Deppen trotzdem wieder zu seinen Konzerten rennen.

  25. Ich habe mir schon vor langer Zeit Gedanken darüber gemacht wie Künstler die über Armut und Leid singen oder darstellen und selbst in Saus und Braus leben, sogar Millionäre werden es eigentlich mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Extra Geld ausgeben für diese Typen war nicht bei mir. Deren Leid, Einiger, besteht meines Erachtens oft nur darin nicht genug Geld zu bekommen oder ihre Drogensucht zu befriedigen. Mal hinter die Kulissen geschaut sind , menschlich gesehen, etliche ganz jämmerliche Kreaturen die ich keinen Vorbildcharakter abgewinnen kann. Deren Kunst besteht oft nur in der Darstellung aber nicht im Vorleben der Werte. Es gibt Darsteller die besonders gut auf die Tränendrüsen drücken mit ihrer rührseligen Art, sind im wahren Leben aber die unangenehmsten Typen.

  26. Grönemeyer ist eine kleiner Möchtegern, der nuschelt und seine Texte sind absolut der Hohn.
    Wer will schon solche “ kleinlichsten Personen zuhören noch, von Campino angefangen über viele andere Idioten hinweg …
    Grönemeyer und Campino sind solche Deutsche, die damals bei AH schrien und ja Sieg Heil riefen , um ja keine Repressalien zu bekommen.
    Lasst diese Typen mal richtig hart und schwer arbeiten, dann wird sich zeigen was für Schwächlinge die alle sind, große Fresse aber absolut nichts dahinter!

    Denkt mal darüber nach!

    • Wir haben viele von diesem Schlag. Etwa Udo Blindenberch oder Marius Wüller-Mesternplagen. Letzterer übrigens sprach einmal in einem Interview (O-Ton) von Stars „wie ich oder Mick Jagger“. Kein Scherz, das Kerlchen vergleicht sich mit Jagger. 🙂
      Im Ausland ist es aber auch nicht besser. Man denke nur an Conchita Wurst, die Beleidigung für Aug, Ohr und Verstand, oder die ganze Szene in Usamerikanesien.

      Und natürlich haben Sie recht. Grölemeier ab in die Produktion! 😀

  27. Die sittliche Reife und die Bildungsbürgerlichkeit leiden bei diesen nur gealterten, keinesweg gereiften Produzenten der Unterhaltungsbranche große Not.
    Solange man bei seinen leidlich unpolitischen oder grob schematisch das Establishment kritisierenden 2:30- Texten blieb, viel das nicht weiter auf.
    Nun, als faktisch volksfeindliches Agens des empirisch wie verfassungsmateriell organkriminellen Regimes, die prekäre GEZ-Popularität nutzend, wirrste internationalsozialistische Thesen und Taten entarteter Republik- , Freiheits- und Wohlstandsfeinde zu spiegeln, teils nur, um als geistiger Brandstifter weiter protegiert zu werden, ist für aufgeklärte, christliche und volksgeistig integere Deutsche unerträglich und führt zur Abwertung* der gesamten öffentlichen
    Person.
    (*) Note 5

  28. Wie schön, das bislang typisch Deutsche „Nach oben buckeln, nach unten treten“ wird jetzt um eine neue Variante bereichert. So heißt es jetzt auch: „Nach Fremdem buckeln, nach Patriotischem treten“.

  29. Tut mir Leid, aber Grönemeyer sehe oder höhre ich nicht zu, ebenso wie alle anderen dieser „Gutmenschen Stars und Sternchen“!
    Daher kann ich auch nicht „sonderlich Viel“ dazu sagen, außer, meine Abneigung und Verachtung gegen sie auszusprechen.

  30. Ich habe ihn mal gemocht, inzwischen ist er mir zuwider. Auf diese Art Moralapostel kann ich gerne verzichten.
    Lebt in London und masst sich an, hier seine weltfremden Ansichten zu verbreiten. Soll doch wieder in den Ruhrpott ziehen, und sich dort persönlich mit seinem Geld um die Probleme kümmern. Ich habe mal ein Video gesehen, wie er einen Reporter, der ihm nicht genehm war, verprügelt hat. Seit dieser Zeit hat er für mich seinen wahren Charakter offenbart. Grönemeyer ? Nein Danke !!

  31. Kollaborateure gibt es in jeder Gesellschaft und alle glauben der richtigen Sache zu dienen, wobei die Zersetzung mittlerweile von drei Gruppen betrieben wird, von den Regierenden, den linken Gutmenschen und den ungesetzlichen Eindringlingen selbst und das ist eine Fehde mit all jenen die es anders sehen und deshalb sind bestimmte Begriffe angebracht, wenn es um die Verteidigung des Staates und seiner Bürger geht, denn niemand kann zur Selbstaufgabe gezwungen werden, denn das Recht ist auf ihrer Seite und deshalb ist auch Widerstand legitim.

  32. BRAVO – BRAVO!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    ich konnte den Typ noch nie HÖREN!!!
    musste sogar das RADIO aus machen!!!!
    weil seine STIMME
    in meinen OHREN – SCHMERZTEN!!!!!!!!!

  33. Gröhlemeiers „nuschelkotzen zur seichten Popmusik“ war mir schon vor 30 Jahren zuwider und blieb es bis heute. Er hat sich immer schon an die vermeintlich Mächtigen angewanzt und kritische Worte gabs nur dort wo sie sich in bare Münze umschlagen ließen. Ein echter Systemling der auch in der DDR oder beim Gröfaz sein Auskommen gefunden hätte. Wohlan…

  34. Dau kann ich nur sagen, ich mochte ihn und seine Musik noch nie und jetzt weß ich auch warum.
    Er war wahrscheinlich immer schon ein A…….., hat es nur bis jetzt kaschiert.
    Ich glaube nicht, daß er uns fehlen wird.

  35. Eine der verrücktesten Karrieren: vom originellen Knödelsänger zum hibbeligen Bessermenschen. Hatte mir nach „Bochum“ noch eine CD gekauft, dann war Schluss – irgendwie immer das Gleiche. Ähnlich wie beim Nimm-den-Hut-ab-Udo, nur dass dieser cooler ist.

  36. Genau so denke ich auch über Herbie, nur hätte ich das nicht in so klare Worte fassen können.
    Mit diesem Lied hat er auch meine Schmerzgrenze überschritten, war sie seit seinen lautstarken Empörungen über die „falsche“ Flüchtlingspolitik doch schon ziemlich angegriffen.
    Ich bin versucht, ihm in seiner bescheidenen Unterkunft den Besuch einiger muslimischer Mitbürger zu wünschen, die es seit der Wahl des muslimischen Bürgermeisters von London mit dem Frieden nicht mehr so genau nehmen.

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