(David Berger) Papst Franziskus sprach bei der heutigen Mittwochsaudienz im Vatikan über das 5. Gebot. Dabei verurteilte er die Abtreibung scharf als Mord. Einen Arzt dazu zu beauftragen, sei wie einen Auftragskiller anzuheuern.

Papst Franziskus ist für seine deftigen, auch von Tag zu Tag regelmäßig in ihrer inhaltlichen Ausrichtung wechselnden Aussagen berüchtigt. Seine engsten Mitarbeiter halte schon immer die Luft an, wenn er etwas sagt, was er sich selbst ausgedacht hat.

Diesmal dürften sie allerdings nicht schockiert gewesen sein. Denn was Papst Franziskus bei der heutigen Mittwochsaudienz zur Abtreibung sagte, ist schlicht die Lehre der katholischen Kirche, die eigentlich auch die deutschen Bischöfe ohne Wenn und Aber vertreten müssten.

„Es ist nicht gerecht einen Menschen umzubringen“

„Ich frage euch, ist es richtig, ein menschliches Leben zu beenden, um ein Problem zu lösen? fragte der Papst die Gläubigen, die zu der traditionellerweise immer am Mittwoch stattfindenden Generalaudienz erschienen waren.

Und gab sich selbst die Antwort: „Das kann man nicht machen, es ist nicht gerecht, einen Menschen umzubringen, auch wenn er klein ist … Das ist wie einen Auftragskiller anzuheuern, um das Problem zu lösen“.

Behinderte Kinder als Geschenk begreifen

Zur Zeit spricht er dabei wöchentlich jeweils einmal über die Zehn Gebote, diesmal „Du sollst nicht töten“ (5.Gebot). Und legte dabei einen der Schwerpunkte auf die Abtreibung: „Wie kann eine Handlung, die unschuldiges Leben vernichtet, therapeutisch, zivilisiert und menschlich sein?“

Er spielte damit besonders auf die immer stärker zunehmende „therapeutische Abtreibung“ an, bei der Kinder, die mit einer Behinderung zur Welt kommen könnten, zuvor abgetrieben werden. Ein Verbrechen, denn „jedes kranke Kind ist ein Geschenk.“

Widerspruch zu den Aussagen des Papstes kam von deutschen Laienkatholiken: Der  Frauenwürde e.V., ein Verein zur Förderung von Schwangerschaftskonfliktberatung in Trägerschaft katholischer Frauen und Männer, verwahrt sich energisch gegen den Vergleich von Auftragsmorden mit der Not vieler Frauen, die keinen anderen Ausweg aus ihrer Situation sehen, als ihre Schwangerschaft abzubrechen.

Die Herstellung eines Zusammenhangs zwischen einem Auftragsmord und einem Schwangerschaftsabbruch beleidigt sowohl die Opfer eines Mordes als auch die Gewissensentscheidung einer Frau im Schwangerschaftskonflikt.“

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