(David Berger) Auf St. Martin posiert Frankreichs Staatschef Macron mit Kriminellen, die den „Fuckfinger“ und Satanistenzeichen in die Kamera halten. Frankreich ist entsetzt.

Eigentlich sollte der Besuch von Emmanuel Macron auf der Karibikinsel Saint Martin nach dem Hurrikan „Irma“ dessen Popularität auch bei den Franzosen steigern. Doch ein kräftiger Faux Pas des Präsidenten bewirkt nun das Gegenteil: Die Grande Nation ist entsetzt.

Stinkefinger und Satanistengesten

Der Grund: Der Präsident posierte mit halbnackten jungen Männern, die verstörende Handzeichen in die Kamera machten. Einer zeigte den Mittelfinger, ein anderer die Teufelshörner („mano cornuta“). Letztere werden auch gerne von den „grauen Wölfen“ und den Anhängern des „Islamischen Staates“ als Erkennungszeichen gebraucht.

Einer der beiden erzählte sichtlich stolz, dass er ein „Räuber“ sei und kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde. Bei Macron war keine Irritation erkennbar. Inwieweit durch den Auftritt die Gerüchte über eine verheimlichte homosexuelle Veranlagung des Präsidenten neuen Aufwind erhalten, ist noch ungewiss.

Marine Le Pen ist sprachlos

Marine Le Pen vom „Rassemblement National“ (bis Juni 2018: „Front National“) jedenfalls reagierte umgehend: „Meine Empörung ist so groß, dass mir die Worte fehlen, um sie angemessen auszudrücken. Das hat Frankreich sicherlich nicht verdient. Es ist unverzeihlich! MLP“

Foto aus Liebe zu den Kindern entstanden

Macron versucht derzeit den Vorfall herunterzuspielen: Er habe nur der Jugend der Insel helfen wollen und liebe außerdem „jedes Kind der Republik, egal, welche Dummheiten es begeht“. Und wer das nicht verstehen will, der betreibe einen „Diskurs des Hasses“, so Macron in einer auffälligen Ähnlichkeit zur Propaganda-Sprache des Systems Merkel.

Der Skandal um die Marcon-Stinkefinger-Fotos fällt mit einem weiteren Ereignis zusammen, dass die Franzosen derzeit bewegt: In Nizza soll ein Mann von Migranten totgeschlagen worden sein, die sich in einem Video stolz mit der Tat brüsten.

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