Immer häufiger tauchen in den letzten Tagen Videos auf, die (angeblich?) zeigen, wie Szenen von ertrinkenden Flüchtlingen im Mittelmeer gespielt werden. Ob es sich dabei um Aufnahmen für Spielfilme oder für Dokumentationen oder gar Spendenaufrufe der privaten „Seenotretter“ handelt, die die Zuschauer bewusst täuschen sollen, bleibt unklar. (Update 17.08.18 – siehe unten)

Eigentlich wäre das ein Aufgabenfeld für unsere hoch bezahlten Fakenews- und Faktenfinder. Dass diese sich bisher des Themas nicht angenommen haben, zeigt, dass es durchaus nicht unwahrscheinlich ist, dass es sich hier um Aufnahmen handelt, die die Öffentlichkeit bewusst täuschen sollen.

Auf diese Filmarbeiten hat der bekannte Twitteraccount „Dora zwitschert“, der schon zahlreiche Skandale aufdecken konnte, hingewiesen:

Der YT-Account, der dieses Video hochgeladen hat, geht davon aus, dass hier ganz bewusst Fakenews produziert werden:

„Flüchtlinge ertrinken? Nein es werden Fake News für die Systemmedien hergestellt“

…heißt es hier. Und weiter: „Vermummte Mohammedaner tun für die Kameras so, als würden sie am Strand von Kreta ertrinken. Fotografen knipsen.“ Und ein Kommentator vermutet: „Und Auftraggeber sind die Schlepperbanden der NGO’s, finanziert aus Merkels Sonderfonds „Krampf gegen Meinungsfreiheit“.“

Außerdem kursiert auch folgendes Video seit einigen Tagen auf Youtube

Es ist durchaus möglich, dass diese Video die Basis für folgende Nachrichtenerstattung auf Spiegel-Online war: Tod im Mittelmeer – Flüchtlinge ertrinken vor Griechenland

Auch dieser Tweet ist in unserem Zusammenhang interessant:

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Update 17.08.18, 10h: „Correctiv“ liest regelmäßig PP und hat daher unsere Aufforderung hier genauer nachzuforschen ernst genommen:

Für den ersten Film glauben sie Entwarnung geben zu können: Bei den Aufnahmen soll es sich um Spielfilmszenen für einen Historienfilm handeln: „Die Schauspieler verkörpern für den Film die Rollen von griechischen Flüchtlingen aus Kleinasien am Anfang des 20. Jahrhundert. Es handelt sich also nicht um einen gefälschten Fernsehbeitrag, wie mehrere Blogger behaupten.“ (Anm.: mehrere Blogger hatten dies nicht behauptet – auch wir nicht! Aber man lebt dort von Feindbildern)

Für den zweiten Film kann aber selbst das geradezu missionarisch linke Ideologie verteidigende „Correctiv“ nicht weiterhelfen: „In dem Video kann man sehen, wie ein Mann mit einer Rettungsweste vor einem Boot schwimmt, von dem aus er gefilmt wird. Das Video wird im Internet als vermeintlicher Beleg geteilt, dass gefälschte Bilder ertrinkender Flüchtlinge von Medien inszeniert werden, um die Öffentlichkeit zu manipulieren. Trotz längerer Recherchen gelang es uns nicht, die Originalquelle dieses Videos zu finden. Es bleibt deshalb unklar, für welchen Zweck die Szene gedreht wurde.“

Wenn „Correctiv“ hier von Unklarheit spricht, kann man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Video-Aufnahmen wie von uns befürchtet, eingesetzt werden.

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