Deutschland ist ein Auswanderungsland. Zumindest für gut qualifizierte, junge, gebildete und wohlhabende Deutsche. Aus dem Land, in dem »wir gut und gerne leben« – so der verlogene Wahlkampfslogan der Unionsparteien – zogen laut Statistischem Bundesamt allein im Jahr 2016 mehr als 280.000 Deutsche ins Ausland.

In Deutschland findet gerade ein Negativaustausch statt: Jährlich machen es sich Hunderttausende integrationsunwilliger Einwanderer im warmen Sozialstaatsnest bequem. Leistungsträger dagegen – also diejenigen, welche dieses Nest finanzieren – sitzen auf gepackten Koffern. Oder haben ihre Heimat bereits verlassen. Ein dramatischer »Braindrain« (wörtlich übersetzt: »Abfluss von Gehirn«).

So lagen die veröffentlichten Auswandererziffern in den letzten zwei Jahrzehnten stets zwischen 100.000 und 150.000. Der plötzliche Anstieg im Jahr 2016 ist mit einer neuen Erfassungsmethode zu erklären: Bisher wurden nur die erfasst, die sich von ihrer neuen Adresse im Ausland abgemeldet haben. Seit kurzem erfasst die Statistik alle Abgemeldeten.

Man kann also davon ausgehen, dass die tatsächlichen Zahlen schon vor 2016 erheblich höher lagen als die veröffentlichten.

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