(David Berger) Vor einigen Tagen berichteten wir über die Kampagne des sog. Zentralkomitees der Katholiken (ZdK) gegen den bekannten Dominikanerpater Prof. Ockenfels. Stein des Anstoßes für das Zentralkomitee: Ockenfels ist Mitglied im Kuratorium der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Werden Hasspredigten gegen die AfD zur wichtigsten Aufgabe katholischer Priester?

Nun hat die katholische Tageszeitung „Tagespost“ noch einmal in einem Interview ausführlich nachgefragt, was Ockenfels selbst zu den Vorwürfen sagt.

Dabei macht sich Oliver Maksan, der das Interview führte auch Sorgen um die Gesellschaft, in die Ockenfels über das Kuratorium geraten ist. Und fragt:

„Mit dem atheistischen Biologieprofessor Kutschera oder dem Homosexuellen-Aktivisten David Berger sind Personen Ihre Kollegen im Kuratorium, deren Ideen oder Lebenswandel nicht unbedingt katholisch ist. Kein Problem für Sie?“

„Ich suche mir meine Gesprächspartner nicht nach sexuellen Präferenzen aus“

Und typisch für Ockenfels ist die kurze, aber sehr souveräne Antwort, mit der er Maksan begegnet:

„Die beiden genannten Persönlichkeiten sind jedenfalls sehr anregende, kompetente Gesprächspartner. Und die sucht man sich nicht nach sexuellen Präferenzen und religiösen Bekenntnissen aus. Und wer heute nicht einmal als „umstritten“ gilt, ist meist auch belanglos.“

„Sternberg ist ein Parteiinteressenvertreter, der die Merkel-Politik absegnet“

Spannend ist auch, was Ockenfels zu dem Verein, dem der ihn kritisierende Sternberg vorsteht, zu sagen hat:

„Herr Sternberg ist für mich keine kirchliche Autorität, sondern ein Parteiinteressenvertreter, der die Merkel-Politik absegnet. Sein „Zentralkomitee“ ist nicht repräsentativ für „die“ deutschen Katholiken, wird aber durch die Kirchensteuer finanziert. Schon die Bezeichnung ist anmaßend, sie erinnert an die unseligen Zeiten des SED-Zentralkomitees. Herr Steinberg diffamiert eine demokratische konservative Partei als „rechtsradikal“ und unterstellt mir ein Engagement „im Kontext“ dieser Partei.“

Die AfD sucht das programmatische Defizit der CDU zu kompensieren

Und weiter zu seinem Verhältnis zur AfD: „Dabei führe ich lediglich Gespräche mit einer Partei und ihrer Stiftung, die das programmatische Defizit der CDU zu kompensieren versucht. Übrigens habe ich auch schon mit Gregor Gysi ein interessantes Gespräch geführt, das hat die Zeitschrift „Cicero“ ausführlich dokumentiert.

Ich praktiziere jene Dialogbereitschaft, die andere nur proklamieren. Und was den sogenannten Höcke-Flügel betrifft, stellt der mich nicht vor ein Gewissensproblem, sondern vor die sachliche Frage, ob und wie weit Begriffe wie Volk und Nation mit der katholischen Soziallehre kompatibel und sozialethisch relevant sind.“

Das ganze Interview können Sie hier nachlesen: DIE TAGESPOST

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13 Kommentare

  1. Was ist der Unterschied zwischen Prof. Pater Ockenfels und denen die ihn angreifen? Er, der Professor hat eben Verstand und kann eigenständig Denken, was bei dem Links-Grünen Lager nicht gegeben ist.

  2. Prof. Ockenfels könnte absolut Recht haben.

    Muss ja einen Grund geben, warum meine geistreichen Kommentare häufiger zensiert werden.

    Ich möchte bei der Gelegenheit nochmal daran erinnern, dass ich max. 14% für die Bayern-AFD vorausgesagt habe. Ich liege diesmal wieder richtig, so wie damals mit der GroKo.

    Nicht dass das unter geht und es niemand ahnen konnte oder gewusst hat 🙂

      • Eine Sache der Logik und nicht hämisch, sondern als „Warnung“ zu verstehen.

        Seehofer wird derzeit als „Abschiebeminister“ aufgebaut, Die Grünen werden nach vorne umgefragt. Der konservative Bazi möchte keinesfalls Schwarz-Grün, tendiert, clever wie er ist, wieder weg von der AFD hin zum alt Bewährten.

        Gute Nachricht. Durch diese Klatsche könnte die AFD strategisch erwachen.

        abwarten 😉

      • Es ist übrigens nicht meine Schuld, sondern die Schuld der AFD und auch der freien Medien, dass sie wiedermals den Spindoktoren des Systems auf den Leim gehen. Umfragen unkommentiert übernehmen, Seehofer im vorgegaukeltem Streit gegen linksrotgrüne Angriffe verteigigen,…

        Ihr fallt immer wieder darauf rein. Immer und immer wieder. 🙂

        Nach der 13% Wahl melde ich mich wieder, versprochen.

  3. Die Tagespost scheint nicht zu wissen, dass Kutschera einer der profiliertesten Kritiker des Gendermainstreaming ist! Wenn sie der Atheismus des Biologen stört, warum beten die Schreiber nicht für seine Bekehrung? Der ehemalige Abtreibungsarzt Nathanson war auch als „Prolifer“ (Autor „Aborting America“) jahrelang Atheist, bevor er zum Katholizismus konvertierte !

  4. Das letzte Zentralkomitee auf deutschem Boden … Funktionäre, die nach eigenem Bekunden nicht zur Beichte gehen … Muß man noch mehr wissen?
    Prof. Ockenfels ist es ein würdiger Vertreter seiner Kirche und seines Ordens, der so große Denker wie den Heiligen Thomas v. Aquin hervorgebracht hat.
    Weiter so im Sinne des Seligen Clemens August: Nec laudibus, nec timore!

  5. vielen Dank das waren Richtige Worte für mich sind Kahtolische Kirche und EKD Leute die der Merkel Regierung unter Führung von der OPC die ja mit Soros Ihren Sitz in Berlin hat Zecken und Zecken Zerdrückt man.

  6. „AfD macht in Bayern Wahlkampf gegen die Kirchen“. Die Partei fordert die „konsequente Trennung von Staat und Religion“. „Eine Fortsetzung der finanziellen staatlichen Unterstützung an die Amtskirchen ist weder zeitgemäß noch sachgerecht, zumal es sich bei den Kirchen um eine besondere Lobbygruppe handelt“. Die Staatskirchenverträge, seien „unverzüglich zu kündigen“, Kirchenasyl „zu unterbinden“.

  7. Notker Wolf meint, der liebe Gott hat uns Moslems geschickt, damit wir wieder bessere Christen werden, uns wieder auf uns zurückbesinnen. (DLF Tag für Tag). Da ist das Interview mit Ockenfels in DIE TAGESPOST eine Wohltat und genau das, was die Republik braucht: Dialog und nicht „Monolog“. Es wird dauernd vermischt das persönliche Verhalten mit der Staatspolitik, der große aktuelle Irrtum.

  8. Prof. Sternberg hat sich stark im Ton vergriffen – aber da ist er nicht allein. Mein Verdacht: Menschen wie er wollen ganz bewusst diffamieren, indem sie Mitmenschen oder Parteien, ohne genau hinzusehen, mit dem Begriff „rechtsradikal“ stigmatisieren. Katholisch oder christlich ist das nicht, weil es nicht wahrhaftig ist. Warum ist es das nicht? Siehe Begriffsdefinition „Rechtsradikalismus“.

  9. 2
    Ansonsten ist die europäische Kultur in fünfzig Jahren Geschichte.
    Ich sehe schon seit längerem in einer düsteren Vision geschändete Kirchen und brennende Klöster.
    Von den geknechteten Frauen und Männern christlichen Glaubens gar nicht zu reden.
    Ja, ich habe Angst vor einer solchen Zukunft für unsere Kinder und Enkel.

  10. 1
    Wären CDU/CSU nicht komplett von der Linie vieler Wähler nach linkslinksgrünversifft abgedriftet wäre die AfD obsolet
    Ich bin als überzeugter Christ (und Katholik) der Meinung, dass Christen sich zu den Zielen der AfD bekennen MÜSSTEN!

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