Die Gegendemonstration „No Al Quds“ sollte ein klares Signal gegen den Al Quds Tag in Berlin geben. Das ist mißlungen und zwar gründlich. 3-400 Gegendemonstranten zu etwa 1.600 Israelhassern ist ein beschämendes Ergebnis.

Die No Al Quds Demonstration ist lebendig, sympathisch, weltoffen.

Kein Platz für Judenhass
Hisbollah verbieten
Solidarität für Israel

Das unterschreibe ich sofort.
Aber wenn ich das Häuflein sehe, frage ich mich: warum nur so Wenige?
947 antisemitische Angriffe gab es 2017 alleine in Berlin.
Mehr als es Teilnehmer der No Al Quds waren.


„Offiziell“ sieht alles toll aus.
Außer der ausgegrenzten AfD, die nicht aufrufen durfte, glänzt alles:
CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP, der DGB, der Lesben- und Schwulenverband.
37 Parteien, Verbände, Gruppen stehen auf der Liste.
3 oder 4 Kamerateams zähle ich.
Und die Funktionäre nutzen die Gelegenheit.
Ist die No Al Quds nur ein Ritual, frage ich mich?
Eine Veranstaltung, bei der man, wenn man in entsprechender Position ist, einfach sein muss?
Sie ist definitiv kein starkes Signal der Berliner Bürger, dass sie keinen Antisemitismus, keine Israelfeindschaft in unserer Stadt dulden wollen.
Das stimmt traurig und passt so gar nicht zu der tollen Stimmung, mit der diese Demonstranten vor und hinter dem Lautsprecherwagen marschieren, tanzen und ihre Israel Fahnen wehen lassen.
Nur jeder 10.000ste Berliner hat den Weg gefunden und dabei ziehe ich die Funktionäre nicht einmal ab.
In einem Land, in dem die politische Linke an 366 Tagen im Jahr, rund um die Uhr auf Nazisuche ist.
Was für ein Widerspruch!
Wie geht man damit um?
Jubeln, tolle Demo schreiben? Ich weiß es nicht. Muss man heucheln, einen guten Eindruck wiedergeben, der nicht der Realität entspricht, damit der schöne Schein gewahrt bleibt?
Ich denke an einen meiner jüdischen Freunde.

Tote Juden werden geliebt.
Viel wichtiger ist aber das, wie Deutschland mit den lebenden Juden umgeht.

Er hat Recht, das habe ich schon lange von ihm gelernt.
Ich treffe dann noch einen, der nicht aufrufen durfte, der sich auch ausrechnen konnte, dass seine Anwesenheit in keinem Medium des Mainstream erwähnt werden würde, der also nur da sein konnte, weil es für ihn wichtig war. Vielleicht ist es deswegen wichtig, das hier auch zu zeigen.

Dr. Hugh Bronson, Mitglied im Abgeordnetenhaus und Initiator des Antrags, der zu einer Verurteilung des Al Quds Marsches führen sollte.

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42 Kommentare

  1. Es gibt nur Jerusalem, Al-Quds kenne ich nicht. Jerusalem war und ist Zentrum jüdischen und später christlichenLbens. Die Umbenennung zu Al-Quds ist der Versuch, die jüdische Geschichte Jerusalems auszulöschen. Das ist weltweit Teil der Islampropaganda. Viele der westlichen Politiker plappern diese Lügen nach.

  2. Der ganze Irsinn wird daran ersichtlich, dass genau diejenigen die Judenfeinde massenhaft importieren (welche dann ihre Gesinnung kackfrech öffentlich zur Schau stellen) zur Gegen-Demo aufrufen. Gleichzeitig aber die einzige Partei, die sich faktisch (nicht nur mit dem Maul) gegen Antisemitismus einsetzt, ausgrenzen.
    Um ehrlich zu sein verstehen ich die Juden, insbesondere den ZdJ, nicht.

    • Sehe ich ähnlich. Die AfD hat sich klar positioniert gegen Antisemitismus und pro Israel. Dass Juden sehr vorsichtig geworden sind, ist verständlich. Irgendwas lässt das Misstrauen gegenüber der AfD weiter köcheln. Um es mit Karl May zu sagen: vielleicht befürchtet man, die AfD spreche mit gespaltener Zunge.

      • Das mag sein,

        erklärt aber nicht, warum die offensichtlich gespaltene Zunge der herrschenden Politkaste unbeachtet bleibt. Und vor allem deren Taten.

      • Es scheint aber nur der ZdJ zu sein, der die Reserviertheit noch(!) nicht aufgibt. Andere Juden sind längst Mitglied in der AfD, weil sie darauf vertrauen, hier ihre natürlichen Verbündeten zu haben.

  3. Fortsetzung: was ich – auf den konkreten Anlass bezogen!- politisch für unklug, aber persönlich verständlich finde. Dies eine Beobachtung von außen, da ich keineswegs ein AfD-Sympathisant bin, sondern ein seit langem desillusionierter Linker,der mit der „real existierenden Linken“ nichts zu tun haben will und deren islamophilen Kurs aufs schärfste ablehnt.

  4. Die AfD wäre wohl gut beraten, im nächsten Jahr eine eigene Anti-Qudstag-Demo zu organisieren und dafür breit zu mobilisieren. Von den Org. der jetzigen Gegendemo (symbolisch gewendete Linke, Grüne usw., die einmal im Jahr „anstandshalber“ pro-israelisch agieren), wurden sie ausgegrenzt, und umgekehrt sind wohl auch viele AfD-ler nicht willens, individuell bei einer „linken“ Demo mitzulaufen,was

    • Nein! Raushalten heißt die Devise! Die AfD soll sich nicht verbrennen, sie ist die Alternative FÜR DEUTSCHLAND. Es sei denn, der Zentralrat der Juden gibt seine jahrelange feindliche Haltung auf. Wir (Deutsche/AfDler) sollten uns nicht zu Brennholz/Kanonenfutter degenerieren lassen.

      • Raushalten wovon? Von dem ganzen Komplex Quds-Tag? Vielleicht haben Sie mich missverstanden…..

      • Die Position (noch!) des ZdJ will mir auch nicht einleuchten. Begeht man wieder den Fehler, auf Appeasement und Beschwichtigung zu setzen? Er muss doch wissen, dass das schon einmal ein verhängnisvoller Fehler war. Die sehr national eingestellten Juden glaubten damals auch, die NSDAP müsste dieses Haltung würdigen. Tat sie nicht. Tun die Muslime nicht.

  5. Das heisse Wetter und die Uninformiertheit sind wohl Schuld an der mangelnden Teilnahme. Der wahre Skandal ist aber , dass so etwas in Deutschland stattfinden darf. Wir machen nur noch Kniefälle vor dem dreckigem Islam und überlegen gar nicht, dass wir die Opfer des Holokaust damit noch einmal töten.

  6. Hab mich gestern oder vorgestern schon gefragt warum es hiess alle nehmen daran teil nur die AFD nicht. Und dann gleich eine böse Vermutung von mir hinterher: wär die AFD dabei gewesen, hätt die AFD zum Marsch aufrufen dürfen wären vielleicht mehr gekommen. Müssen ja nicht alle aus Berlin sein. Sind die Al Kuds Marschierer ja wahrscheinlich auch nicht

  7. Dieses Ergebnis (300-400 Gegendem.) ist wahrhaft erschreckend, zeigt aber auch, dass man eine jahrzehntelang eingeimpfte „antizionist.“ Grundstimmung nicht per Knopfdruck ins Gegenteil verkehren kann. Von „Stop the bomb“ abgesehen, waren die meisten Unterzeichner des Aufrufs bis dato doch bestenfalls „neutral“, eher noch tendenziell pro-paläst. Unverständlich aber die Absenz der jüd. community.

  8. Von den „Aufrechten und Mutigen“ abgesehen ist Berlin zu einem Haufen linksgrünversiffter Sch….e mutiert, ein steuergeldparasitärer Moloch mit sozi-stinkendem Flair, das Paradis für Asoziale, Versager, Krawallgesocks, ewig Alimentierte, Kriminelle und Arbeitsscheue. Viele der genannten Spezies bevölkern auch die verkommenen Parlamente, also ist keine Besserung zu erwarten, d.h. Land unter.

  9. Selbst Schuld. Wenn die AFD ausgegrenzt wird braucht ihr Euch nicht wundern das keiner kommt. Ihr glaubt immer noch den MSM – aber nicht die AFD sind die neuen Nazies sondern die Altparteien und die sogenannten „Antifaschisten“. Habt ihr Euch überhaupt schon mal eine Rede von Gauland, Curio oder Weidel im BT angehört? Dann macht das mal und schaltet endlich Euer Hirn ein.

  10. Hallo Patrizia, denk mal nach;
    Wo ist da ein Widerspruch ?
    „In einem Land, wo die politische Linke in 366 Tagen,
    rund um die Uhr auf Nazisuche ist „Glauben Sie etwa,
    dass die linken Schweine das ohne finanzielle Unterstützung
    machen ? dass wird alles von den Mörder-Parteien(Steuergeldern) gezahlt !
    Der Patriot bekommt nichts, hat nur Ausgaben und opfert seine
    Freizeit.

  11. Der nächste D-Day könnte ausfallen. Wer wird Europa im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen aus seiner selbst angerührten Jauche ziehen? Putin, der ständig beleidigt wird? Trump, der 24/7 beleidigt und verhöhnt wird? Visegrád, die man zwingt, muslimische Massenmörder zu beherbergen? Israel, gegen dessen Existenz auf deutschem Boden munter demonstriert werden darf? Es wird May Day werden.

    • In den DWN ist heute eine Schlagzeile zu lesen“EU auf der Bühne der Weltpolitik gescheitert“!Dieses Scheitern ist einerseits der Unqualifiziertheit der EU-Akteure geschuldet andrerseits wurde d.Politik von Merkel geprägt.Alle Politikfelder d. Merkel bisher bearbeitet hat landeten in der Sackgasse.Wäre Trump nicht gewählt worden hätte sie sich auch noch mit dem chinesischen Präsidenten überworfen!

  12. Offensichtlich haben nicht mal die in Berlin lebenden Juden ein Problem damit, daß Judenhasser gegen sie demonstrieren. Das sind doch sicherlich mehr als 400 Personen, mir ist auch nicht bekannt, daß sich der ZdJ gegen die Al Quds-Demo ausgesprochen, oder die Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft zur Teilnahme an der Gegendemo aufgerufen hat?

    • Nö, natürlich nicht, dafür sind wir ja da.
      WIR sollen das machen, unsere Erbschuld verpflichtet uns dazu.
      Mir hängt das echt zum Hals raus : Gott und die Welt belagert unsere Heimat und wir sollen dann auch noch für jede Gruppe den Stellvertreter machen.
      Für wen wir alles streiten sollen, geht auf keine Kuhhaut – währenddessen geht unsere Volksgemeinschaft über die Zwietracht den Bach runter.

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