„Jeder vierte Migrant hat inzwischen einen Job“ ließ die dpa (Deutsche Presseagentur) wissen. Und brav verbreiteten alle großen Mainstreammedien heute die frohe Botschaft. So etwa die Rheinische Post, und die „Welt“. Doch was ist dran an dieser Aussage, die zurecht vielen Lesern sehr seltsam vorkam?

Bevor wir uns den Wahrheitsgehalt dieser Nannypresse-Aussage näher anschauen, soll erwähnt werden, was einer unserer Kommentatoren dazu schreibt:

„Sie stellen die falsche Frage. Wie viele Leute in Schein-Beschäftigungen gelangt sind, ist völlig unerheblich. Die Frage muss lauten, wie viele von denen sind Netto-Zahler ins Steuer- und Sozialabgabensystem.“

Als Quelle für die Behauptung zitiert wird Herbert Brückner vom IAB: Prof. Herbert Brückner gibt für  das IAB den Zuwanderungsmonitor heraus.

Die letzte Ausgabe des Monitors, auf die er sich offensichtlich bezieht, stammt vom Mai. Natürlich sind weder bei dpa noch bei RP direkte Links zu den Quellen zu finden, obwohl es ja offensichtlich kein Interview war. Und obwohl doch fehlende Links zu Quellen angeblich ein wichtiges Kriterium für Fake-News sind.

Was steht nun im Zuwanderungsmonitor tatsächlich an Zahlen neben allen möglichen Meinungen von Herrn Prof. Brückner zum Thema?

Seite 6  die Tabelle mit den Zahlen:

Die letzte kompletten Zahlen stammen dort aus dem März 2018.  Es finden sich für März 2018: 1.551.331 Millionen Geflüchtete aus Kriegs- und Krisenländern (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien). Zum gleichen Zeitpunkt werden 288.869 dieser Personen als Beschäftigte geführt.
Macht 18,62 Prozent laut Adam Riese.

Nun mag man noch bewerten, wie diese Beschäftigten in die Statistik gekommen sind, wenn man sich die letzten Zahlen aus den Unternehmen anschaut, wo bspw die Teilnehmer der verschiedenen Integrationskurse gezählt werden.

Aber auch wenn man dies nicht in Rechnung stellt: 18% sind halt nicht 25%.

Das wäre doch endlich mal eine lohnende Aufgabe für den Faktenfinder der ARD! Und die dpa sollte sich überlegen, ob sie nicht in Zukunft das journalistische Ethos wieder entdeckt. Nicht dass noch mehr Menschen denken, ihr Kürzel stehe für „Deutsche Propaganda Abteilung“.

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