(David Berger) Die Kölner CDU-Politikerin Andrea Horitzky, die durch enorme finanzielle Gewinne mit ihrem Flüchtlings-Hotel bundesweit Schlagzeilen machte, ist gestern Abend von all ihren Parteiämtern zurückgetreten.

Nicht ohne sofort wieder die Schuld für das Vorgefallene  bei anderen zu suchen: Horitzky wolle sich nicht weiter zum „Sündenbock“ machen lassen, teilte ihr Anwalt mit.  Sowohl der Chef des CDU-Kreisverbands als auch der übrige CDU-Vorstand hätten von ihrer ganz eigenen Refugees-welcome-Aktion gewusst. Der Vorstand bestreitet allerdings davon gewusst zu haben und zeigt sich über den Rücktritt Horitzkys erleichtert.

Die Affaire Horitzky hat PP von Anfang an – u.a. mit einer Flugblattaktion direkt vor dem Hotel – begleitet. Anfang April hatten wir über das Flüchtlingshotel berichtet:

Dort leben derzeit 31 Asylbewerber. Die Internetseite des Hotels gibt an, dass das Hotel über 4 Doppel- und 6 Zweibettzimmer verfügt. Von einer Luxusunterbringung kann also wahrlich nicht die Rede sein. Für jeden der Flüchtlinge bekommt die Eigentümerin 35 Euro Tagessatz. Das heißt pro Monat verdient sie 32.500 Euro.

Das Pikante an der Sache: Das Hotel gehört dem Kölner CDU-Vorstandsmitglied Andrea Horitzky. Die hatte ihr Hotel schon 2015 dem Wohnungsamt als Flüchtlingsunterkunft angeboten.

Im Mai 2017 kandidierte sie noch für den Landtag und briet dafür pressewirksam große Schnitzel in der Küche des Hotels, von den Geschäften, die sie sonst noch in dem Gebäude macht, war nicht die Rede. Küche und Restaurant sollen nun aber auch noch zu Wohnraum umgebaut werden. Denn mehr Geld lässt sich offensichtlich mit Flüchtlingen als mit Schnitzeln verdienen.

Gegenüber dem Express gab sie sich äußerst selbstsicher:

„Ich hatte früher Gäste aus aller Welt, ich habe heute Gäste aus aller Welt. Das ist meine Privatsache und geht Sie nichts an“.

Das „früher“ muss aber schon lange her sein, denn das weitab vom Kölner Zentrum liegende Delbrück ist jetzt nicht unbedingt für seinen Ansturm an Touristen bekannt.

Eines hat sie dem „Express“ dann doch noch – angesprochen auf die horrenden Verdienste – anvertraut:

„Ich habe es bestimmt nicht des Geldes wegen gemacht.“
Wichtig sei ihr ihr „ehrenamtliches Engagement in der CDU“. Sie wolle etwas „für die Kölner“ tun.

Nach Verzicht auf ihr ehrenamtliches Engagement in der CDU kann sie sich nun ganz auf die selbstlosen Werke der Nächstenliebe gegenüber den „Einreisenden“ (Kauder-Welsch) konzentrieren …

***

Sie wollen Philosophia Perennis unterstützen? Mit zwei Klicks geht das hier:

PAYPAL

… oder auf Klassische Weise per Überweisung:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: Spende PP