(David Berger) Erneut hat der Spiegel eine Falschnachricht verbreitet, die er nun zurücknehmen muss. Die Autorin des Artikels, Melanie Amman, ist keine Unbekannte. Sie scheint sich zu einer Spezialistin für Spiegel-geeignete und politisch willkommene Fake-News zu entwickeln. (Update am Ende des Artikels)

Man konnte den betreuenden Spiegel-Redakteuren und den Lesern die Genugtuung richtig anmerken. Gestern Abend meldetet Spiegel-Online, Erika Steinbach habe – nach den andauernden Querelen um eine parteieigene AfD-Stiftung – ihren Vorsitz bei der Desiderius-Erasmus-Stiftung niedergelegt.

Offensichtlich hatte SPON dabei – journalistisch völlig fahrlässig – auf ein Gerücht vertraut und sich nicht einmal die Arbeit gemacht, bei der Betroffenen selbst in einem kurzen Telefonat einfach nachzufragen. Zu groß war offensichtlich die Freude über ein eventuelles Scheitern der Erasmus-Stiftung als dass man sich diese durch die Realität kaputt machen lassen wollte.

Noch gestern Nacht musste die Autorin des Spiegels, Melanie Amann, gestehen:

Ich bin leider falschen Informationen meiner Quellen aufgesessen: Erika Steinbach tritt NICHT vom Vorsitz der geplanten AfD-Stiftung zurück,versicherte sie mir gerade. Ich entschuldige mich bei ihr. Bitte unsere Meldung auf Spiegel-Online und Spiegel-Politik nicht weiter verbreiten.

Wie ihr Twitter-Account zeigt, ist bei der Spiegel-Autorin Melanie Amann aber das Verbreiten von Fakenews nichts Neues. Max Otte hatte vor einigen Tagen getwittert:

Amann (Foto links (c) Screenshot Youtube) ist auch Autorin eines Buches mit dem nach Bildzeitung klingenden Titel „Angst für Deutschland. Die Wahrheit über die AfD„. Einer der Leser des Buches schreibt dazu bei Amazon: „Frau Amann, warum das? Schlecht recherchiert, teilweise spekulativ, oft manipulativ und stellenweise einfach nur gelogen. Der bessere Titel für dieses Machwerk wäre: Zeitverschwendung. Schade.“

Update 08.05.18, 10.20h: Ein zusätzliches „Geschmäckle“ bekommt der Spiegel-Faux-Pas durch eine Information, die Erika Steinbach selbst nachgereicht hat: Offensichtlich fiel die SPON-Autorin auf eine gezielte Falschmeldung aus dem Vorstand der AfD herein. Von jemandem, der sonst dem Spiegel auch vertrauliche Infos aus dem Vorstand zuspielt.

Steinbach dazu: „Das war insofern eine bemerkenswerte Falschmeldung, weil die Journalisten die Information von für sie bislang IMMER (!!) glaubwürdigen Informanten aus dem Bundesvorstand der AFD erhalten hat.“

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Ernst Walter Longbore
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Ernst Walter Longbore

Es müsste jetzt doch herauszufinden sein, wer die Ratte (d.h. Amanns Quelle im AfD-Parteivorstand) ist, oder?

Hajo
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Hajo

Das schlimme daran ist, daß an S….hausparolen immer etwas hängen bleibt und das ist ja auch bezweckt und darin sind die linken Vögel Meister, denn wer keine vernünftigen Argumente hat, der scheint sich anderer Methoden zu bedienen und die Entschuldigung ist nur das Ergebnis von angedrohten Repräsalien, ansonsten wäre die nicht erfolgt, auch wenn es wider der Wahrheit stände.

Tinas Senf
Gast
Tinas Senf

„Gezielte Falschmeldung“ Verstehe ich es richtig, dass jmd. aus dem Vorstand zunächst gelegentlich Interna an Amann weitergegeben hat (was vermutlich nicht im Sinne der AfD war), jetzt aber absichtlich eine Falschmeldung abgegeben hat?
Um welches Vorstandsmitglied handelt es sich, wird er/sie dafür zur Rechenschaft gezogen? Oder war alles ein abgekatertes Spiel?
Ich verstehe das Vorgehen nicht.

Emma
Gast
Emma

Spiegel, FAZ – mehr muss man gar nicht schreiben.

Emma
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Emma

Diese Frau in Talk-Runden ( Phoenix…) gern gesehen,ist für mich schon immer sehr unglaubwürdig und unsympathisch…..

Eckard
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Eckard

Ich habe mir mal zugemutet, den Twitteraccount dieser journalistischen Bordsteinschwalbe anzutun. Scheint ja eine besondere „Edelfeder“ zu sein, Generation „irgendwas mit Medien“

Professor Otte liegt richtig, diese Person nicht zu füttern!

meine Meinung
Gast
meine Meinung

Der Gesichtsausdruck, besonders die Augen, von Frau Amann auf dem Bild sagen schon alles aus. Ich glaube dort eine gewisse berechnende Boshaftigkeit zu sehen? Ich kann mich natürlich auch täuschen.

Cloé
Gast
Cloé

Wenn man sich zur Speichelleckertruppe der Alt-Parteien entwickelt und zusätzlich möglichst billige Leute einstellt, die gerne „Irgendwas mit Medien“ machen wollen, es aber nicht können, – dann kommt eben so etwas dabei raus.

Und die Absatzzahlen sinken und sinken und sinken … und ich freue mich und freue mich …

MartinP
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Das ist doch die, die neulich beim Compact-Verlag war und auch darüber einen grottenschlechten Artikel geschrieben hat.

Gerhard M.
Gast
Gerhard M.

Es ist immer wieder eine Genugtuung wenn man täglich mitbekommt, wie sich linke Volltrotteln ständig blamieren.