Am 25. April stellen Parviz Amoghli und Alexander Meschnig, beides auch Gastautoren von Philosophia Perennis, in der „Bibliothek des Konservatismus“ ihr neues Buch vor.

Sieg und Niederlage geben der Geschichte ihre Gestalt. Besonders Siege stärken die kollektive Identität und prägen das Selbstbild eines Gemeinwesens. Als positive historische Bezugspunkte gewährleisten sie die gesellschaftliche Integration. Auch wenn es häufig die Verlierer sind, die aus der Geschichte lernen, während die Sieger sie schreiben, bleibt die Fähigkeit zu siegen das Mittel zum Fortbestand eines jeden Staatswesens.

Besonders in Deutschland haben Pazifismus und moralischer Universalismus zu einem tiefsitzenden Verdacht gegenüber jeder Form der Selbstbehauptung geführt.

Dabei ist der Krieg nicht nur »Vater aller Dinge«, sondern Richter über Gewinner und Verlierer. In militärischen Konflikten hat der Sieg strategische, organisatorische, wirtschaftliche und nicht zuletzt mentale Gründe. Oft sind es der Wille zur Selbstbehauptung und Opferbereitschaft, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Verheerungen des 20. Jahrhunderts, zuletzt der Zweite Weltkrieg, haben diese mentale Disposition in der westlichen Welt geschwächt, wenn nicht gänzlich aufgelöst.

Die Unterscheidung zwischen Freund und Feind, zwischen Eigenem und Fremdem, sind inzwischen restlos diskreditiert.

Parviz Amoghlis und Alexander Meschnigs Studie konfrontiert uns mit dem historisch bedingten Verlust des Willens zur Selbstbehauptung. Die Autoren zeigen, dass die postheroische Gesellschaft unvereinbar ist mit den Folgen globaler Entwicklungen. Ein exorbitanter Bevölkerungsüberschuss und das Erstarken des islamischen Fundamentalismus haben eine destruktive Dynamik entfaltet, die uns längst erreicht hat.

Erst wenn die Fähigkeit zu „siegen“ zurückerlangt und Selbstgewissheit darüber gewonnen wird, was es zu verteidigen gilt, können die absehbaren globalen Herausforderungen bestanden werden.

Doch Amoghlis und Meschnigs Befund legt nahe, daß wir nicht einmal mehr verlieren können.

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Näheres zu der Veranstaltung finden Sie hier: BIBLIOTHEK DES KONSERVATISMUS

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Parviz Amoghli wurde 1971 in Teheran/Iran geboren. 1974 siedelte die Familie nach Deutschland über. Abitur, Wehrdienst, Studium der Geschichte und Germanistik in Köln, Tübingen und Wien. 2009 Preisträger beim Literaturwettbewerb „Schreiben zwischen den Kulturen“ der Edition Exil, Wien; 2010 Dramatikerstipendium des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur der Republik Österreich; Veröffentlichungen in diversen Anthologien und Zeitschriften. Amoghli gehört zum Autorenstamm von TUMULT – Vierteljahreszeitschrift für Konsensstörung. Parviz Amoghli lebt in Berlin und veröffentlichte auch in der Schriftenreihe ERTRÄGE den Band 4: Schaum der Zeit – Ernst Jüngers Waldgang heute (2016).

Dr. Alexander Meschnig, geboren 1965 in Dornbirn (Österreich), Studium der Psychologie und Pädagogik in Innsbruck. Promotion in Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zahlreiche Bücher und Aufsätze zu kulturwissenschaftlichen und mentalitätsgeschichtlichen Themen, Kriegs- und Militärgeschichte. Stammautor des politischen Blogs Achse des GutenVeröffentlichungen u.a. Wunschlos unglücklich (2005, gem. mit M. Stuhr),  Der Wille zur Bewegung. Militärischer Traum und totalitäres Programm(2008) und zuletzt Uns kriegt ihr nicht. Jüdische Überlebende erzählen (2013, gem. mit T. Hüttl).

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[…] Parviz Amoghli, Alexander Meschnig: Siegen. Oder vom Verlust der Selbstbehauptung. […]

Beate Führer
Gast
Beate Führer

In der Familien-Politik lässt sich in Deutschland sowie in Japan die selbe Tendenz für den Nachwuchs feststellen – die gegen 1 bis Null Kind, sogar die Bindungsfähigkeit o. Lust
ist ihnen vergangen, das sollte uns wachrütteln – abgesehen von den Giften, die
viele von uns in eine Lethargie bzw. depressive Grundstimmung treiben.
Familien-Politik steht unter einem subversiven Einfluss!

O.L.I.T.A
Gast
O.L.I.T.A

Im Gegenteil: Die Deutschen sind so beschäftigt mit ‚Selbstbehauptung‘, ja, besessen von Hass/Kriegführen/“Besiegen“ ihres Allernächsten, dass sie den eigentlichen Feind entweder nicht bemerken oder als Verbündeten ansehen. Die Deutschen haben verlernt, brüderlich in Frieden zusammenzuleben, zu unterscheiden zwischen Freund und Feind, Krieg und Frieden. Deswegen hören sie den Schuss nicht mehr.

Jürg Rückert
Gast
Jürg Rückert

War es nicht der deutsche Militärbischof Overbeck, der uns aufforderte, doch endlich von unserer (üblen) Selbstbehauptung zu lassen? Christen mit dem Befehl zur Selbstverdauung! Der Pelikan, der frisst sich an …

DasKleineKrümelmonster
Gast
DasKleineKrümelmonster

Präziser: Die Linke mußte sich 1989 neu erfinden. Sie tat dies, indem sie ihren alten Wein (den Haß auf die Bürgerlichkeit) in neue Schläuche packte: Aus Klassenkampf wurde PC und Gender, aus Kapitalismus Ökologie, und bei der Moral gab’s die große Umwertung. Der alte Wein wird aber immer sichtbarer, wenn der Lack mal ab ist. Migranten? Die werden auch nur benutzt.

DasKleineKrümelmonster
Gast
DasKleineKrümelmonster

Der Verlust des Selbstbehauptungswillens soll historisch (Krieg) bedingt sein? Sorry, dieses „Narrativ“ kaufe ich nicht. Was wir heute haben, ist neueren Datums und ideologisch bedingt. In den 60ern und 70ern, die ich kenne, waren die europäischen Gesellschaften jedenfalls sehr wohl wehrbereit, auch die deutsche.

Werrwulf
Gast
Werrwulf

üblich sind nach Kriegen Sieger und Verlierer, resultierend aus dem Willen zu Selbstbehauptung und Opferbereitschaft, soweit die obige Theorie. Demnach müßte also nach dem WKII vom Verlust des Willens, laut Diagnose der beiden schreibenden „Ärzte“, nur Deutschland und Japan betroffen sein. Mein Befund lautet aber, daß fast Gesamteuropa betroffen ist und Japan überhaupt nicht. Mal Dr. House fragen?

Demokrat
Gast
Demokrat

Klare Analyse der bestehenden Verhältnisse wäre schon hilfreich. Stattdessen wird ideologisch und geldgierig das beschönigt, und vertuscht, was offen vor aller Augen sichtbar ist, wenn man denn hinschaut. Was man nicht sehen will, existiert dann auch nicht. Das Kind hält sich die Augen zu… Da bleibt die Welt rosa.

Beate Führer
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Beate Führer
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Weisheit?
Sind die Menschen in Europa nicht behindert worden,
von einem degenerierten Geist der sog. „Geistige Elite“,
die Angst vor Macht-Verlust hat?

„Erst wenn die Fähigkeit zu „siegen“ zurückerlangt und Selbstgewissheit
darüber gewonnen wird, was es zu verteidigen gilt,
können die absehbaren globalen Herausforderungen >>VERSTANDEN<< werden."

Dankeschön Tipp

Dorian Gray
Gast
Dorian Gray

1979 wurde mit der Rückkehr Satan Khomeinis, nach Iran, vom Westen bejubelt, dem Kadaver Islam wieder Leben eingehaucht. Grundlos und sinnlos. Das war der Beginn des Weltuntergangs den wir erleben. Wär mir schon damals klar. Allerdings habe ich die Geschwindigkeit des Untergangs unterschätzt!

Beate Führer
Gast
Beate Führer
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Der Humanismus = Menschenverachtend,
er bringt die Zerstörung anstatt die Transformation zum Guten!
Pervertiert das Leben u. die Ethik sowie die Freiheit.
Natur & Naturgesetze werden verachtet wie das göttliche Geschenk
unser Leben!
Wenn die Menschen gottlos werden, verachten sie das Leben sowie
das Individuum u. seine gottgegebenen Rechte!
Paradoxon? Rache? Intelligenz des Universums.

Beate Führer
Gast
Beate Führer
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Philosophie bildet Ideale!
Ideologien formen Gesellschaften (Menschen-Labore)
Die Extreme zerstören Leben u. sogar die Wahrheit!
Die Führungsebene entscheidet oft kopflos aus Gier,
sie arbeitet nicht mit den Menschen, sondern gegen sie!
Fataler Fehler, der sich heute rächt!
Die Werte sind im Sturzflug.
Nationen unterwandert vom satanischen Prinzip?
Geistig hohe Werte werden zerstört…