Wir brauchen flächendeckende Grenzkontrollen in Deutschland, um den Menschenhandel aus Osteuropa in den Griff zu bekommen, fordert der Bundestagsabgeordnete Martin Sichert zum Internationalen Tag für die Rechte von Sexarbeitern.

Anlässlich des Internationalen Tages für die Rechte von Sexarbeitern, der jährlich am 3. März stattfindet, macht der Bundestagsabgeordnete Martin Sichert auf die seit Jahren anhaltende mafiöse Entwicklung im Umfeld der Prostitution aufmerksam:

„Deutschland ist das größte Bordell Europas! Wir brauchen flächendeckende Grenzkontrollen in Deutschland, um den Menschenhandel aus Osteuropa in den Griff zu bekommen!“

Der Deutsche Bundestag brachte 2002 das sogenannte „Prostitutionsgesetz“ auf den Weg, das Sexarbeiter in vielen Bereichen besser stellen sollte. Betroffen waren vor allem die soziale und die rechtliche Stellung der Prostituierten.

„Das Ergebnis ist mehr als nüchtern“, so Sichert. Das Geschäft mit der Prostitution liege in den Händen von Verbrecherbanden und organisierten Kriminellen, meist aus Osteuropa. Der Menschenhandel blühe. Positiver Nebeneffekt der Grenzkontrollen sei auch, dass Verbrecherbanden und die organisierte Kriminalität auch auf anderen Gebieten verstärkt bekämpft werden können, gibt Sichert zu bedenken.

Eine weitere Folge der unkontrollierten Grenzen sei auch, dass sich immer mehr teils minderjährige Asylbewerber in Deutschland aufhielten, die zur Prostitution gezwungen würden – sowohl Frauen als auch junge Männer:

„Sex gegen Unterkunft, oder Sex gegen Kost und Logis – das ist einer modernen und rechtsstaatlichen Gesellschaft unwürdig.“

Wie viele Menschen in Deutschland gegen ihren Willen zur Prostitution gezwungen werden, darüber gibt es keine verlässlichen Zahlen. Fakt ist jedoch, dass das Prostitutionsgesetz seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird und die offenen Grenzen die Probleme noch weiter verschärfen.

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