(David Berger) Die letzte Berliner Silvesternacht war unter anderem geprägt durch massive Angriffe auf Feuerwehr und Rettungskräfte.

Dass solche Angriffe in Berlin schon länger eine bedrohliche Dimension angenommen haben, zeigt der Prozess vor dem Berliner Amtsgericht gegen den 31-jährigen Ilker C., der diese Woche begonnen hat.

Die Rettungskräfte waren im Dezember 2016 von einer Frau gerufen worden, die offensichtlich Opfer häuslicher Gewalt geworden war. In der Wohnung fanden sie dann allerdings nur Ilker C. und dessen Vater vor. Als sie sich nach der Frau erkundigten, rastete der Angeklagte total aus, warf mit Gegenständen nach den bis heute unter den schlimmen Erfahrungen leitenden Rettungskräften.

„Ich töte euch alle, ich kille dich und deine Familie“ Und: „Ich töte deine Familie. Ich bekomme raus, wo du wohnst. Ihr Scheißdeutschen, ihr Ungläubigen, ich kille euch und eure Familien.“

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Quelle: RBB

Das ganze ereignete sich etwa eine Woche nach dem LKW-Massaker auf dem Berliner Brietscheidplatz. Dass die Rettungskräfte um ihre Familien noch Monate nach der Tat Angst hatten, ist verständlich.

Wie es ihnen auch jetzt sicher nicht leicht fiel, vor Gericht als zeigen auszusagen. Zumal sich bei der „Problemfamilie“ keine Einsicht abzeichnet:

Schon am ersten Verhandlungstag wurde ein Kamerateam des RBB von dem Angeklagten, der in Begleitung seiner Freundin und seines Vaters erschienen war, aggressiv angegriffen

Einer der Notfallsanitäter hat inzwischen seine Stelle in Berlin gekündigt, arbeitet und lebt mit seiner Familie jetzt in einer anderen Stadt. „Weil niemand hinter uns steht“, so sein frustriertes Fazit.

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