(David Berger) Am letzten Sonntag Nachmittag habe ich ganz persönlich, aber auch für die Leser, Freunde, Sponsoren von Philosophia Perennis am neuen Mahnmal in Nizza, das an die Opfer des LKW-Massakers am 14. Juli 2016 erinnern soll, Blumen niedergelegt.

Auf dem Mahnmal steht:

EN MEMOIRE DES NOS ANGES

Übersetzt: In Erinnerung an unsere Engel… Ein tröstendes Motto, das das Leben nach dem Tod gegen die scheinbare Sinnlosigkeit des tragischen Todes der Opfer geltend macht. Aber auch eine Anspielung auf die Tatsache, dass diese Menschen ausgerechnet auf der Promenade des Anglais (eigentlich Promenade der Engländer, denen aber das Wort „Engel“ ihren Namen gab) von dem muslimischen Attentäter getötet wurden.

Zudem habe ich mich – auch für PP – tief berührt in das Kondolenzbuch eingetragen.


Das Mahnmal befindet sich im Park des Musée Massena, das in einer alten Prunkvilla an der Promenade untergebracht ist.

Musee Mssena

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13 Kommentare

  1. Wir sind die Opfer der Guten
    Als ich als Student Anfang der 70iger erstmalig nach Athen flog, erlebte ich noch die Endzeit der faschistischen Ära: Ich konnte ins Flugzeug steigen, ohne mich zu meinem Schutz zwischen die Beine fassen lassen zu müssen. Jetzt darf ich noch die Schuhe ausziehen, den Gürtel ablegen und demnächst Urin unter Beobachtung abgeben!
    Die Fürsorge des Staates in unseren bunten Zeiten wächst jährlich. Telefonate, Briefe Internet – alles wird zu unserem Schutz überwacht. Merkelpoller, Petrusschnuller, Draghidoller … sie alle schützen die Menschheit. Denn der Faschismus geht um wie ein reißendes Tier. Sehen wir nur nach Nizza.
    Wie glücklich bin ich, mich in so sicheren Händen zu fühlen zu dürfen. So müssen sich die Fische im Rhein gefühlt haben, als noch Phosphate und Quecksilber ihr Leben bereicherte.

  2. Traurig genug das es im schönen Nizza so ein Mahnmal gibt.
    Ich war vor vielen, vielen Jahren mal in Nizza, schön wenn man einen Teil seines Lebens da leben kann.

  3. Sorry – so heilig sind die Engländer auch nicht, selbst wenn die Bezeichnung „terra angelorum“ den damaligen Papst zur Entsendung des Hl. Anselm von Canterbury nach England inspiriert hat. Der Begriff meint schlicht „Land der Angeln“, einem zusammen mit den Sachsen aus Norddeutschland eingewanderten Volk. Es hat mit Engeln daher gar nicht zu tun….

    • Das wollte ich auch gerade schreiben. Die Jüten haben Sie noch vergessen, auch die wanderten von der noch heute Jütland genannten Halbinsel nach England und machten damit den Dänen Platz. Als „Land der Angeln“ bezeichnete man ursprünglich auch nur Mittelengland, weil sich im Süden die Sachsen angesiedelt hatten: Wessex, Essex, Sussex weisen darauf hin (-sex streht hier nicht für Sex oder für die Zahl sechs, sondenr für Sachsen). Alle zusammen nannte man schon bald Angelsachsen, wobei wieder die Jüten unterschlagen werden. Die Bezeichnung Engel kommt aus dem Griechischen (ἄγγελος) und bedeutet der Bote. Angeln und Engel haben nichts miteinander zu tun.

    • Ein Papst sah auf dem Sklavenmarkt in Rom bildhübsche (?) Engländerinnen. Auf seine Frage, woher sie seien antwortete der Verkäufer: Es sind Angeln. Worauf der Papst Gregor in einem Wortspiel antwortete:
      Angli sunt, angeli fiant (Angelsachsen sind sie, Engel sollen sie werden).
      Die Sklaverei hat er nicht verboten.

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