IMG_2804(David Berger) Gerade musste ich an einen Silvester-Spaziergang vor etwa 8 Jahren denken. Mit unserem damaligen Hund waren wir in eine Art Wildpark in Köln Dellbrück gefahren.

Am unheimlichsten war dabei unserem Hund, von dem wir uns im zu Ende gehenden Jahr nach 11 gemeinsamen Jahren verabschieden mussten (daher bitte ich um Nachsicht, dass es hier – incl. des Fotos – zuerst mal wieder etwas persönlich wird), das große Gehege für Wildschweine, die sich in den eiskalten Schlammgruben genüsslich grunzend wälzten.

Hinter diesem Lieblingsplatz der Wildschweinhorte hatten sich die Wildhüter etwas besonderes ausgedacht:

Ein eigenes abgegrenztes Gehege im große Gehege, dessen Zugänge so klein waren, dass nur die kleinen Frischlinge durchpassten. So hatten diese eine Fluchtmöglichkeit und einen Schutzraum, wenn die alten Eber zu zudringlich wurden.

Und so hörte man zumeist erst ein angsterfülltes Quietschen und dann sah man, wie ein oder mehrere der kleinen Wildschweine, verfolgt von Ebern mit ihren bedrohlich wirkenden Eckzähnen, sich weiter heftig quietschend aus der Wildschweingruppe lösten und auf die Schutzzone zustürmten.

Sie fragen jetzt zurecht, was diese Geschichte hier soll. Mir fiel sie wieder ein, als ich folgende Nachricht las:

„Die Berliner Polizei hatte mitgeteilt, in diesem Jahr auf der Festmeile am Brandenburger Tor erstmals eine „Women’s Safety Area” einzurichten. Dorthin sollen sich Frauen wenden können, die Opfer eines Sexualdeliktes werden oder sich belästigt fühlen.“

Wenn die Festmeile bis zum Brandenburger Tor auch von einem Park umgeben ist, der „Tiergarten“ heißt…

Was in einem Wildtiergehege angebracht scheint, das ist für eine bis vor kurzem noch hochzivilisierte Gesellschaft und für die, die für ihre Sicherheit zu sorgen haben, eine einzige Bankrotterklärung.

Die vielleicht nur noch für den Schutzraum Klassenzimmer für jüdische Schüler an Berliner Schulen während den Pausen im zu Ende gehenden Jahr überboten wird.

Vor diesem Hintergrund ist auch der Wunsch für das neue Jahr verständlich, den eine Berlinerin in ihrem Facebookprofil zum Ausdruck brachte:

patrizia

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Quelle: Facebook