Ein Gastbeitrag von Marcus Franz

Politische Trends können sehr lange wirken und über Jahrzehnte die Gesellschaft nachhaltig verändern. Aber irgendwann kommt immer eine Wende. Wir erleben gerade, wie die einst sehr einflussreiche 68er-Bewegung und die von ihr seit damals maßgeblich geprägten linken Parteien in ihrem gesellschaftlichen Anspruch inhaltlich langsam verebben und der national-konservative Backlash immer stärker wird. Anders gesagt: Die Zeit der Linken neigt sich nach 50 Jahren dem Ende zu. Alles, was von links noch kommt, sind Rückzugsgefechte und Scharmützel, mit denen die Linken noch schnell ein paar Bojen im Strom der Geschichte verankern wollen.

Das linke Finale

Ein typisches Symptom für den linken Showdown war in Österreich die kürzlich erfolgte und politisch motivierte Verfassungsgerichtshof-Entscheidung zugunsten der #EheFuerAlle  – sie kam ganz ohne echte juristische Begründung und ohne wirkliche Notwendigkeit. Mit dem Richterspruch sollte offensichtlich noch eine letzte Duftmarke in der zu Ende gehenden linksideologischen Ära gesetzt werden. Andere agonale Symptome finden sich in den linkslastigen Zeitungen, wo sich die Kommentatoren täglich in ihren hechelnden Warnungen vor einer rechten Regierung förmlich schon überschlagen.

Werfen wir einen Blick auf den Decursus morbi und sehen wir uns den Krankheitsverlauf des Marxismus und all seiner Spielarten und Epigonen an. Erstaunlicherweise haben die europäischen Linken den Fall des sozialistischen Ost-Imperiums und die Öffnung des Eisernen Vorhangs zunächst ganz gut überstanden, obwohl man 1989 glaubte, „das Ende der Geschichte“ sei da, wie Francis Fukuyama damals schrieb. Alle waren nach dem Mauerfall der Ansicht, der Kapitalismus hätte für immer gesiegt. Im Rahmen der in den Folgejahren aufgetretenen kapitalistischen Krisen, die vor allem durch die wahnwitzige Schuldenmacherei und die Auswüchse des Finanzkapitalismus verursacht wurden, haben die Linken aber Morgenluft gewittert und einen „Dritten Weg“ gesucht. Nach anfänglichen Erfolgen endete dieser Weg so wie alles, was auch nur irgendwie mit Marxismus zu tun hat, in einer Sackgasse.

Der Trend geht nach rechts

Die europäischen Linken kamen nach dem Misserfolg des Dritten Wegs nicht mehr so richtig in die Gänge und nun scheinen sie mit ihrem Latein überhaupt am Ende zu sein. Alles, was den Linken heute bleibt, ist Hypermoralismus, Genderismus, Feminismus und die Gleichstellung von allem mit allem um jeden Preis.  Für die zahlreichen daraus entstehenden, argumentativ nicht lösbaren Notstände haben die Linken dann noch die schon sehr abgenützte und zerfledderte Nazikeule in der Schublade.

Nach den Ländern des ehemaligen Ostblocks, die sich nahezu sämtlich und mit Erfolg der national-konservativen Politik verschrieben haben, ist es nun auch bei uns soweit – die Wende ist da. Österreich ist geprägt von einer Mehrheit rechts der Mitte.

Für die anderen gilt: Abgewählt, abgestraft, ja sogar aus dem Parlament geflogen – so könnte man in Österreich den Status der Sozialisten und der Grünen zusammenfassen.

Ein Wecker namens „Massenmigration“

Brandbeschleuniger der tiefen linken Sinnkrise war der Migrationsstrom, der 2015 Österreich, Deutschland und viele andere europäische Länder aus der Bahn warf und die Linken gar nicht gut aussehen ließ. Und das, obwohl die Hauptverursacherin des Desasters eine angeblich konservative Kanzlerin war. Die Bürger bemerkten im Rahmen der Migrationskrise, dass ohne nationale Werte, ohne echte konservativ-bürgerliche Politik und ohne klassische rechte Orientierung im wahrsten Sinne des Wortes kein Staat zu machen ist.

Linke Fantastereien wie ein grenzenloses  „Vereinigtes Europa“, kritiklose Toleranz gegenüber anderen Kulturen oder die Wünsche nach einem einheitlichen europäischen Sozialsystem  werden nun dorthin verwiesen, wo sie herkamen: Ins Reich der linken Fantasien und Sozialromanzen.

Wir wollen kein Masseneinwanderungsland sein

Die Unzahl von sehr oft illegalen und immer kulturfremden Migranten, die das wirtschaftliche, sozialstaatliche und kulturelle Österreich in vieler Hinsicht nachteilig verändern und letztlich die Nation in ihrem Selbstverständnis und Charakter gefährden, haben die allzu lange im sozialistisch geprägten Wohlfahrtsstaat dahinlebenden Bürger endlich aufgeweckt. Österreich will für die Herbeiströmenden kein völlig offenes und kritiklos aufnehmendes Einwanderungsland sein – und schon gar nicht eines, das vor allem für den Orient und Afrika zuständig sein soll.

Im Gegenteil: Österreich wird in Zukunft eine starke Nation sein, die ein fester Bestandteil Europas ist, aber gleichzeitig werden wir unsere Grenzen selber schützen.

Wir werden die illegale Migration auf null drücken und uns die Einwanderer selber aussuchen. Und unsere Nation wird sich politisch zweifellos mehr an den östlichen EU-Nachbarn orientieren als das bisher der Fall war.

Linke Kommentatoren beschwören bei diesen rechten politischen Ausblicken sofort das Herandräuen einer illiberalen Demokratie und warnen unentwegt vor der Politik von Viktor Orban und Co. Nüchtern betrachtet sind solche „Warnungen“ aber das beste Zeichen dafür, dass Österreich auf dem richtigen Weg in eine sichere, den Bürger als freies Individuum und das Staatsvolk als Ganzes stärkende und nutzbringende nationalkonservative Zukunft ist.

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Erstveröffentlichung des Textes auf dem lesenswerten Blog des Autors: The daily Franz

markus-franzZum Autor: Marcus Franz – Geboren 1963, verheiratet, 3 Kinder (2009 kam der Sohn und 2011 die Mädchen, Zwillinge), Facharzt für Innere Medizin, Additiv-Facharzt für Gastroenterologie und Onkologie, Arzt für Allgemeinmedizin, Notarztausbildung, Master of Science, Krankenhausmanagement und Nationalratsabgeordneter (Freier Mandatar)

Dem Autor auf Twitter folgen: https://twitter.com/MD_Franz

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Erasmus
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Erasmus

Merkill, als eine der wenigen in der Globalisten Führungssekte, verwandt mit dem Hause Rothschild hat von Obama und Clinton, nicht von Trump den Auftrag Europa für die Übernahme internationaler Konzerne und Banken vor zu bereiten. Ihre willigen Zuhälter merken gar nicht, wie sie den Ast absägen, auf dem sie selber sitzen, denn wenn das Werk vollbracht ist, werden sie schneller in den Abgrund stürzen als ihnen lieb ist, denn die Herrschaft wird einer kleinen Elite vorbehalten sein. Wenn das letzte europäische Geberland Deutschland erst Mitglied der Schuldenunion ist, der EZB ausgeliefert, dann kann man die Schuldenuhr platzen lassen und billig… Mehr lesen »

Hetither
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Hetither

Nein, er hat recht. So langsam aber sicher erwacht der Europäer aus seinem durch Wohlstand, Konsum etc. gemachtes Koma.. und es werden von Tag zu Tag mehr. Nicht schon morgen, auch vielleicht nicht übermorgen, aber das es passiert ist so klar wie das Amen in der Kirche.

Hoffnungslosigkeit ist die vorweg genommene Niederlage

Erasmus
Gast
Erasmus

Ob diese Wende in Österreich ausreichen wird, wenn wir die Drahtzieher einer EU Diktatur nicht stoppen, steht in den Sternen. Merkel und Macron sind sich sehr sicher, dass auch Deutschland als letztes der Geberländer in der Schuldenunion verschmolzen wird, die man dem Wähler natürlich nicht als kleptomanische Sekte schmackhaft machen will, sondern als gerechten Verteilungsmechanismus der EZB. Wenn ich es richtig gelesen habe, werden alle nationalen Banken in der EZB Einheitsbank verschmolzen und die wird den Geldhahn auf und zudrehen, gerade wie es ihr gefällt. De Maiziere plant schon den Überwachungsstaat und die Bürger bekommen über die EZB ihre Rationen… Mehr lesen »

Hoffender
Gast
Hoffender

Einiges scheint zu kurz gedacht z.B. Leute wie Soros lassen sich wegen einiger Rückschlägen bei Wahlen nicht entmutigen. Mit mehr Geld wird versucht werden, die Dämpfer auszugleichen. Und bereitwillige Empfänger, die ihre derzeitigen Positionen nutzen werden, gibt es vermutlich reichlich. Den Trend zur bewussten Verdummung in den Schulen zu stoppen, wird langwierig. In Behörden und Ämtern sitzen jede Menge Gutmenschen, die sich in dieser Rolle gefallen. Wer soll die umerziehen und in welcher Zeit? Die Trägheit und das Desinteresse breiter Massen an Politik sollte man nicht unterschätzen. Wer weiss, wie die Dauerkonsumenten der Ö-R-Sender bei der nächsten Wahl abstimmen werden?… Mehr lesen »

Werner N.
Gast
Werner N.

Das ungewöhnlich „kurze linke Jahrhundert“ (E. Hobsbawm) dürfte theoretisch vorbei sein, aber noch lange nicht de facto und beim intellektuellen Establishment. Der Verfasser geht hier zu optimistisch vor und die Flüchtlingsproblematik ist nur EIN Punkt. Nicht erwähnt wurde, ob sich Österreich auch gegen den sozialistischen Zentralismus und die Planwirtschaft der EU stemmt; ob sich das Land der Schuldenvergemeinschaftung, Euro–Bonds usw. oder einer Verlagerung der staatlichen Finanzbehörden nach Brüssel widersetzt. Das Land könnte eine kulturell und wirtschaftlich avantgardistische Rolle in Europa spielen. Von Frankreich oder der BRD darf es dabei keine Unterstützung erwarten. Auch Papst Franziskus hat es noch gegen sich,… Mehr lesen »

ceterum_censeo
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ceterum_censeo

Ich hoffe nur, das bleibt kein Wunschtraum!

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[…] Franz: https://philosophia-perennis.com/2017/12/15/national-konservative-wende/ National-konservative Wende: „Österreich wird in Zukunft eine starke Nation […]

Carl Eugen
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Carl Eugen

Diesen Optimismus halte ich für verfrüht.

Irina
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Irina

Österreich ist auf den richtigen Weg, wenn es sich hinsichtlich der Erpressung durch Brüssel an das Verhalten der EU-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn orientiert. In der Flüchtlingsfrage darf man nicht seine Souveränitätsrechte aus der Hand geben. Hat man das erst einmal getan, ist man wehrlos gegen die nachfolgenden Erpressungsversuche. Auf der Pressekonferenz des russischen Präsidenten am 14. Dezember sagte dieser (allerdings in anderen Zusammenhängen, aber dennoch im treffend russischen Humor), was man davon zu halten hat, wenn man sich entwaffnen lässt. Putin erzählte diesbezüglich folgenden Witz. Ein Ex-Offizier spricht mit seinem Sohn und fragt: „Ich hatte dir doch neulich… Mehr lesen »

Ketzerlehrling
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Ketzerlehrling

Leider gibt es nichts, was den schlafmützigen Michel weckt. Es ist sogar noch schlimmer, er stellt sich tot.