Marko Wild

Von den rund 3.2 Millionen deutschen Männern, die in sowjetische Kriegsgefangenschaft geraten waren, gelten offiziell immer noch 1.1 bis 1.3 Millionen als vermisst. Ihr Schicksal ist bis heute völlig ungeklärt. Und das, obwohl es für die Forschung in den ersten Nachkriegsjahrzehnten humanitär und politisch ein bedeutendes Thema gewesen wäre. Diese Männer sind weder nach Hause zurück gekehrt, noch werden sie in den Akten als im Gulag verstorben geführt. 1950 vermeldete die Sowjetunion das Ende der Rückführungen und gab bekannt, dass nun lediglich noch einige tausend als Kriegsverbrecher verurteilte Deutsche in Haft säßen. Was in Deutschland für panische Reaktionen sorgte: wo waren die über eine Million Männer, die noch vermisst wurden?Ralph erzählte mir folgendes:

So hart das Leben in den Lagern war, es gab Austausch mit den umliegenden Siedlungen. Männer hatten Kontakt mit Frauen, verliebten sich, bekamen Kinder. Nicht alle siechten als Todgeweihte dahin. Das war von Lager zu Lager verschieden. Ich hatte Dostojewskijs Aufzeichnungen aus einem Totenhaus gelesen. Auch er beschrieb solche Beziehungen zwischen Gefangenen und der weiblichen Dorfbevölkerung. Ralph nun war der Meinung (und schien auch Entsprechendes gehört zu haben), viele „Vermisste“ seien freiwillig in Sibirien und anderen Gegenden Russlands geblieben, nachdem sie entlassen worden waren. Sie waren geblieben, weil sie mittlerweile eine andere Frau und möglicherweise sogar Kinder hatten und nicht davon ausgehen konnten, dass die Frau in der Heimat überhaupt noch lebte oder ihrerseits die vielen Jahre treu geblieben war. Heimzukehren, nur um dann einem weiteren großen Schmerz gegenüber zu stehen, war deshalb für viele vermutlich ein unerträglicher Gedanke. Andere wiederum mochten geblieben sein, weil ihnen ein neues, zweites Leben die Chance eröffnete, einen Schlussstrich unter den Nationalsozialismus zu ziehen. Weil sie wohl ahnten, dass diese Vergangenheit sie für den Rest ihres Lebens nicht mehr in Ruhe lassen würde. So hatten möglicherweise hunderttausende ihre Identität abgelegt, um irgendwo unerkannt ein „russisches“ Leben weiter zu führen. Vergessen wollend und sich selbst aus dem Gedächtnis anderer auslöschend. Weil dies vielleicht besser für alle war. Zumindest ihrer Meinung nach.

Das klang schlüssig. Nachdenklich geworden saßen wir da. Was war nur damals mit unserem Land geschehen. Würden wir das jemals ganz begreifen?

„Wie geht’s jetzt weiter?“, fragte ich. „Du hast geschrieben, du hast eine Datsche im Grünen?“

„Ja“, meinte er, „aber das geht nicht. Da verbringe ich selbst die kommenden Tage. Da ist kein Platz. Leider. Ich habe einen Freund. Zu dem fahren wir jetzt mal hin, dem stelle ich dich vor. Ich muss ihn nur noch kurz anrufen.“

Was er auch sogleich tat.

„Victor! Ralph hier. Du, ich komme jetzt mit jemandem aus Deutschland bei dir vorbei. … Ja, der von dem ich dir erzählt hatte. … Bring ich was mit, ja. Hab ich schon dabei. … Halbe Stunde vielleicht. … Naja, so gegen Acht.“

Was, gegen Acht? War es wirklich schon nach Sieben? Tatsächlich. Wir hatten weit über zwei Stunden im Global gesessen, nur Tee getrunken und uns unterhalten. Ralph hatte zwei mal eine ganze Kanne nachbestellt und gezahlt. Die Zeit war wie im Flug verstrichen.

„Du fährst mir einfach hinterher“, sagte er dann. „Wo steht dein Auto?“

„Oben, an der großen Synagoge, die aus roten Ziegeln.“

„Alles klar, dann komme ich dahin.“

IIII

Kurz darauf fuhren wir wieder durch das Viertel, in dem Gernot und Dunja wohnten. Einbahnstraße, Unterführung, Hochstraße – ich hätte den Weg nie gefunden. Dann überquerten wir den Ob. Abenddämmerung. Am blauen Himmel standen kleine, orangerote Wolken. Zum ersten Mal, seit Dima und ich vor sechs Tagen angekommen waren, kam ich wieder auf die andere Seite des Flusses. Nach der Brücke hielt Ralph sich rechts. Wir fuhren an einem ausgedehnten Komplex der Gattung Asbach Uralt entlang. Außen eine Mauer mit Stacheldraht. Dahinter standen Umspannmasten. Vermutlich das Nowosibirsker E-Werk. An dessen Ende bog Ralph noch einmal rechts ab. Wir gelangten durch eine ungenutzte Fläche mit Büschen und Bäumen beidseits der Straße. Rechts Bauschutt. Am linken Fahrbahnrand eine Fernwärmeleitung. Wo diese hoch oben verlief und von einem Stahlgerüst getragen wurde, waren große Reklametafeln angebracht, die für Eigentumswohungen warben. Preise in Millionen Rubel. Mit Telefonnummern. In serifenloser Fettschrift, bunt, grell, aufmerksamkeitheischend. Ich erinnerte mich an Krischans Aussage zu den Immobilienpreisen für Eigentumswohnungen. Die Wärmedämmung der Leitung – schmutziggelbe Mineralwolle – war über weite Teile aufgerissen und hing in Fetzen herunter wie zerfließender Pizzateig. Effizient konnte das nicht sein. Besonders bei heftigen Minustemperaturen würde vermutlich kaum noch „Wärme“ am anderen Ende ankommen. Victor, zu dem wir jetzt fuhren, erzählte mir später, die Leute rissen die Dämmung ab, um ihre eigenen Häuser damit zu dämmen…

Teil 21.1

Nach zwei Kilometern entlang der Fernwärmeleitung begann eine alte Blockhaus-Siedlung. Zweistöckige, große Häuser aus verwitterten, schwarzbraunen Balken. Es gab dort nur eine Asphaltstraße – eine Art Hauptstraße – und selbst die befand sich in einem erbarmungswürdigen Zustand. Wir überquerten sie. Dann kamen die Sand- und Dreckwege, die ausgefahren und voller Löcher waren, dass sogar Ralph mit dem ML ganz weit herunter schalten musste. Plötzlich hielt er an. Ich fragte, was los wäre.

„Will nur schnell Wasser holen. Hier gibt’s ist das beste Wasser in der ganzen Gegend.“

Mit zwei Faltkanistern ging er zu einer Wasserpumpe, die zwischen zwei Blockhäusern, neben dem Weg, neben Dreckpfützen und tiefen Spurrinnen aus dem Boden ragte und begann zu rudern. Angesichts der ärmlichen Umgebung fand ich es schwer, mir vorzustellen, dass das Wasser hier besonders gut schmecken könnte. Aber es war so. Ich kostete, und füllte dann meinen eigenen Wasserkanister.

Die Wege wurden noch abenteuerlicher; wir fuhren am Obufer entlang, über einen sandigen Wiesenpfad. Es rumpelte und und jauchzte in allen Scharnieren. Parallel dazu, hinter einem breiten Rasenstreifen, standen kleine Holzhütten. Ralph bog ab und fuhr in ein großes, mit Faltblech umzäuntes Grundstück, in dessen hinterem Bereich eine Hütte stand, die jemand ganz und gar mit schwarzer Dachpappe beschlagen hatte. Kaum größer, als ein Hühnerhäuschen. Wir waren da. Ich stellte den Bus schräg in die Wiese und stieg aus. Klatsch, die Türe zu. Das hatte etwas Endgültiges – als wollte ich zum Bus (und er zu mir) sagen: so, jetzt ist es genug! Vor der Hütte stand ein Mann mit freiem Oberkörper. Er trug Bermuda-Shorts und einfache blaue Badeschlappen. Er war braungebrannt, Mitte Fünfzig, hatte eine Glatze, einen grauen Haarkranz und einen leicht aufgeblähten, aber nicht fetten Bauch. Im Gegenteil machte seine Haltung einen ziemlich athletischen Eindruck. Seine Waden waren stark und spannten sich hart unter der dünnen Haut; die Wirbelsäule lag eingebettet in einem Tal aus runden Muskeln. Er war etwa Einsachtzig groß, hatte graue Augen und kommandierte einen Schäferhund zurück, der mir zögernd und wenig furchteinflößend entgegen gelaufen kam:

„Bjerta, komm! Bjerta! Hierher!“

Der Mann sprach Deutsch, war aber offensichtlich Russe.

„Das ist Victor“, sagte Ralph zu mir, „mein Freund.“ Letzteres schien nicht an mich gerichtet. Victor musterte mich mit einem schnellen Blick. Er lächelte und reichte mir die Hand: „Guten Tag.“

„Ah, hast du’s jetzt fertig?“, bemerkte Ralph, und ging auf ein Toilettenhäuschen aus hellem Holz zu, das seitlich stand.

„Ja, seit letzte Woche“, entgegenete Victor.

Der Architekt in Ralph begutachtete das Werk, legte Hand an das überstehende Dach, rüttelte und sagte: „Ist doch gut geworden. Wie hast du’s innen gemacht?“

Victor öffnete die Tür. „Da, schau.“

Der Architekt in Ralph war zufrieden.

Auch mir gefiel es. Es war sauber und …

„…es stinkt nicht“, meinte Victor. „Hier. Egal wie warm – immer Luftaustausch.“

Auf der Hinterseite hatte Victor die Erde so ausgeschachtet, dass ein Abzug aus der Grube unter der Rückwand hinduch bestand. Zu mir meinte er: „Wenn du mal musst: hier, Sägespäne.“ Und zeigte mir den Eimer. Dann bat er uns in seine Hütte. Ralph hielt mich kurz zurück und sagte in gedämpftem Ton:

„Victor hasst Putin. Also lieber nicht solche Themen anschneiden.“

Wir betraten das Häuschen. Im Windfang wollte ich meine Schuhe ausziehen, wie Gernot es mir eingebläut hatte. Victor sah es und rief: „Nein, Marko, bitte, lasse die Schuhe an. Das ist mein Privileg. Komm, komm, lasse die Schuhe an!“

Aha, dachte ich. Von wegen überall Pflicht.

Victors Hütte bestand aus zwei Räumen, einem größeren mit Tisch, Sitzecke und einer Arbeitsfläche mit zwei Herdflammen, und einem kleineren, in dem ein Bett stand. Insgesamt maß die Hütte vielleicht fünf mal fünf Meter, plus Windfang. Im Inneren konnte ich gerade so aufrecht stehen.

„Ja, es ist nicht besonders groß“, gestand Victor, und meinte damit: Ihr werdet schon damit klar kommen.

„Victor ist Oligarch“, meinte Ralph herausfordernd. „Er ist Millionär. Das sieht man der Hütte nicht an.“ Victor feixte und winkte ab.

„Nein, wirklich“, insistierte Ralph in meine Richtung, „er macht Millionen. Stimmt’s Victor?“

„Oligarch“, versetzte dieser. „Sergej ist Oligarch! Das ist wirkliche Oligarch. Übrigens, Marko, du schläfst in Hütte von Sergej. Ist die andere, da hinten. Sergej ist mein Freund. Ich habe ihn gefragt? Er hat gesagt, keine Problem. Immer gut, jemandem zu helfen. Sergej ist eine gute Mensch. Und Oligarch.“

Ja, ich hatte etwas gesehen, noch weiter hinten. Eher ein Haus. Mit festem Mauerwerk und wesentlich höher, als Victors Hütte.

„Ich habe schon etwas vorbereitet“, fuhr Victor fort. „Kartoff, Bockwürst, und etwas ganz Spezielles“ – er ging in das andere Zimmer, öffnete einen kleinen Kühlschrank, klappte das Eisfach auf, griff hinein und kam mit einem Fisch zurück – „das habe ich schon lange, extra für meine Freunde. Ist für heute Abend: gefrorene Stör. Fleisch wie Eis. Roh. Muss man roh essen. Und Wodka trinken. Hast du…?“, wandte er sich an Ralph.

„Ja-ja“, antwortete dieser, sprang auf und ging zum Auto. Dann kam er mit einer bauchigen Flasche von blassgelbem Inhalt zurück, setzte sich wieder an den Tisch, stellte sie bedeutungsvoll in die Mitte und sagte: „Selbstgemacht!“

„Was ist es?“, fragte Victor.

„Kann ich nicht genau sagen. Aus Obst. Ist jedenfalls stark genug, wie genau, weiß ich nicht. Aber man merkt absolut nichts. Schmeckt ganz weich.“

„… aber kein Wodka …“

„Wenn du ihn nicht willst, können wir auch deinen trinken.“

„Nein, nein“, wehrte Victor grinsend ab. „Wir trinken das, wir trinken das. Ist bestimmt gut. Du bringst nie schlechte Sachen mit.“

Damit wurde die erste Runde eröffnet. Und weil eine gleich keine ist, sofort die zweite hinterher. Das Zeug schmeckte unheimlich lecker. Victor zeigte mir, wie man den Stör isst: ganz dünne, zarte Scheiben abschneiden, und dann mit Pfeffer und Salz bestreuen. Das wurde meine Aufgabe: Scheiben abschneiden. Pfeffer wurde direkt aus dem Tütchen gestreut. Victor stellte noch drei Bier auf den Tisch. Dann ging es los. Jeder bekam von Victor, der sich in der Rolle des Chefkochs und Kellners sichtlich wohlfühlte, einen Teller mit geschälten, gekochten Kartoffeln und einer Bockwurst. Ich wusste zwar nicht, ob das zu rohem, gefrorenem Stör passte – aber ehrlich gesagt: es kümmerte mich nicht. Der Stör schmeckte mit Pfeffer und Salz vorzüglich, und wenn sein Eis auf der Zunge zerschmolz, knisterte es… Dieser Abend wurde der heiterste und entspannteste, seit ich in Russland angekommen war.

„Er will in den Altai“, sagte Ralph zu Victor.

„Oh, sehr schön da“, entgegnete Victor. „Wunderschön.

„Warst du schon mal da?“, fragte ich.

„Nein, leider nicht. Würde ich gerne. Aber keine Zeit. Immer arbeiten. Er war da“, zeigte er auf Ralph.

Ralph nickte. Er müsse jedes Jahr mindestens einmal seinen ML ausfahren und eine Altai-Tour machen. Der Altai sei mit das Schönste, das er auf Erden kenne. Es gäbe da Höhlenmalerein aus der Steinzeit, direkt neben der Straße. Die müsse ich mir unbedingt ansehen. Später zeigte er mir auf meiner neuen Altai-Karte, wo diese sich ungefähr befänden. „Es gibt da so einen Touristenstand. Wenn du da hoch kommst und die Weite siehst… Da ist eine junge Frau, Diana… die spielt auf einem Instrument… Maultrommel… ich weiß nicht, ob du für so etwas empfänglich bist… aber das ist magisch. Magisch, sage ich Dir. Als ob sie dir direkt Gedanken ins Herz spielen könnte. Das ist halt die alte schamanische Kultur… gibt aber nur noch wenige, die das so drauf haben…“

Er hatte mich neugierig gemacht. Wer weiß, was er noch alles wusste: „Ich habe gehört“, sagte ich, „dass es im Altai Gold in den Flüssen geben soll?“

„Es gibt Gold. Natürlich gibt es Gold. Ein Bekannter und ich haben ein Feld in der Mongolei. Ist eigentlich mehr eine Steinwüste. Da haben wir die Rechte. Wir fahren jedes Jahr einmal hin, in die Mongolei. Da liegt das Gold fast auf der Straße. Man muss sich quasi nur noch bücken und es auflesen…“

„Und wieviel kriegt ihr da so raus … pro Besuch?“

Er wiegte den Kopf hin und her.

„Größenordnung? 50 Gramm? 100?“

„Sowas…“

„Ernsthaft jetzt…? Wo ist das? Euer ‚Feld‘?“ Ich grinste.

„Ein paar Kilometer drin in der Mongolei. Nicht so weit. Ein, zwei Stunden hinter der Grenze.“

Mehr wollte er nicht sagen. Victor hatte dazu geschwiegen, aber den Kopf geschüttelt. Nun sagte er zu mir: „Komm, iss!“

Ich schnitt wieder Stör für alle ab. Ralph schenkte Schnaps nach. Das Bier war auch alle. Victor stand auf und holte neues. Dazu brachte er noch eine angefangene Flasche Wodka mit. Den sollten wir jetzt auch mal probieren. Ralph erzählte immer noch vom Altai. „Und die Leute“, schwärmte er. „Einmal ging der Mercedes kaputt. Ein Teil, dass man nur schwer besorgen kann. Jemand ist losgefahren und hat wirklich bis zum nächsten Tag ein Ersatzteil aufgetrieben. Keine Ahnung, wie er das gemacht hat. Die sind ganz ausgeschlafen dort. Wunderbare Leute waren das, in der Werkstatt. Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Hatte schon gedacht, ich muss tagelang da bleiben. Selbst in Nowosibirsk wäre es nicht schneller gegangen. Unglaublich war das. Unglaublich.“

Leider kann ich mich an den Rest des Abends nicht mehr vollständig erinnern. Ich weiß, dass wir am Ende doch noch über Politik sprachen. Dass Ralph recht gehabt hatte mit Victors Antipathie gegenüber Putin, dass davon die Welt aber nicht untergegangen ist. Ich weiß noch, dass Victor irgendwann eine weiße Kapitänsmütze aufsetzte und Späße machte. Und ich weiß noch, dass Ralph ein Fahrtenmesser mit verzierter Klinge aus dem Altai dabei hatte, das er uns stolz zeigte. Woraufhin Victor sein langes russisches Jagdmesser heraus holte – was mich dazu bewog, mein großes Survival-Messer aus dem Bus zu holen und ebenfalls auf den Tisch zu legen. Drei Männer, drei Messer, Schnaps und roher Stör, der nun schon fast nicht mehr gefroren war. Wir zollten uns gegenseitig Respekt und Anerkennung für unsere Messer und gossen noch einen hinterher.

Spät verabschiedete Ralph sich und ich trank und unterhielt mich noch lange mit Victor. Irgendwann muss er mir den Schlüssel für das andere Haus gegeben haben und irgendwie muss ich ins Bett gekommen sein. Woran ich mich jedoch noch klar erinnere ist, dass ich vor lauter Alkohol nicht schlafen konnte. Der Kopf drehte sich wie eine Fliegerreitschule, der Mund war trocken wie die Wüste Gobi. Zwei mal musste ich nach draußen und mich übergeben. Ralph hatte auch hierin Recht gehabt: man merkte nichts – beim Trinken. Hinterher dafür umso mehr. Vielleicht gut, dass niemand vorher wusste, wie stark der Selbstgemachte wirklich war. Es mochte drei oder vier Uhr gewesen sein, als ich endlich in einen wenig erholsamen Schlaf wegdriftete.

avatar
400
1 Comment threads
1 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
2 Comment authors
Lupus SeniusJanik Recent comment authors
  Abonnieren (alle Kommentare oder nur meine Kommentare)  
neueste älteste beste Bewertung
Ich möchte benachrichtigt werden zu:
Janik
Gast
Janik

Mag schon sein das der ein oder andere wegen einer Frau in Russland geblieben ist.Nur ist doch bekannt das selbst bei der Verbannung der Deutschen innerhalb Russlands schon 1/3 die Zugfahrt nicht überlebte,und das waren keine feindlichen Soldaten gewesen.Manche wurden dann mitten in der Steppe mit paar Spaten rausgeworfen.Fertig.Den ersten Winter mussten sie in Erdhöhlen leben.

Zu den Fernwärmeleitungen:Da gabs mal ne Reportage…Nachdem diese eingefroren waren hat man LKW Reifen drunter angezündet damit es auftaute…