Ein Betrag von Stephan Gröne, der ursprünglich auf dessen Blog erschienen ist, aber den ich dann auch bei PP rebloggt habe, hat zu einer teilweise erhitzten Debatte geführt. Dabei verloren die meisten das eigentliche Anliegen des Beitrags, der sich um die Zensurpolitik von Facebook & Co drehte, schnell aus den Augen.

Was freilich nicht schlimm ist. Denn dadurch könnte von PP, das bei seiner Autoren- und Leserschaft den Spagat zwischen Atheisten und Katholiken, zwischen Trans- und Homosexuellen und Menschen, die große Schwierigkeiten mit dem öffentlichen Agieren von Teilen dieser Subkultur große Probleme haben, zwischen Linen und Rechten usw. wagt, zu einem neuen Ausgangsort für eine dringend öffentliche Debatte werde:

Die Entgegensetzung zwischen Genderkritikern auf der einen und Trans-. Homosexuellen sowie Travestiekünstlern auf der anderen Seite, ist viel zu pauschal und auch ungerecht. Sie ist von den Gender-Ideolgen aber bewusst so gewollt, um ihre Kritiker möglichst auseinander zu dividieren. Das sollten wir nicht zulassen! Daher veröffentliche ich hier den offenen Brief einer Gastautorin, deren Name, Anschrift etc. mir aber bekannt sind (David Berger).

Update: Inzwischen hat Stephan Gröne unserer Autorin geantwortet: „Warum wir Ice-Age-Familien brauchen- und Heterosexualität die Norm sein muss“.

Lieber Herr Gröne,

ich vermute mit Hass können Sie als Christ sowieso nichts anfangen, das ist Ihnen als Christ verboten. Aber wie wäre es mit „Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen“ oder „Du sollst nicht die Unwahrheit sagen“?

Um Ihre rethorische Frage zuzuspitzen, nämlich ob Sie ein Hassbotschafter sind, stellen Sie ausgerechnet ihre etwas antiquierten Ansichten zu Thema Geschlechtsidentität heraus: Ich persönlich verstehe die Obsession mancher, die sich als christlich verstehen, mit der Frage der Geschlechtsidentität überhaupt nicht.

Wovor fürchten Sie sich? Und warum sprechen Sie über etwas, wovon Sie ganz offensichtlich nicht den Hauch einer Ahnung haben? Um es gleich vorweg zu nehmen: es ist kein Hass, den Sie da verbreiten, es ist nur mindergebildet, auf dem Stand der Wissenschaft, wie er in den 50ern war. Sie können natürlich auch das heliozentrische Weltbild in Frage stellen, auch das ist kein Hass, aber es fällt natürlich auf Sie zurück, was Sie da so von sich geben.

Wäre es nicht besser, wenn Sie bereit wären Gottes Schöpfung so zu sehen, wie Sie ist, nicht wie ein paar Ideologen sie gerne hätten?

Für diesen Fall erlaube ich mir, Ihnen -und sie stehen mit ihrer Position, Gott sei es geklagt, ja nicht alleine da- einen kurzen Grundkurs in Sachen „Geschlechtsidentität“ zu geben. Zwangsläufig musste ich als transsexuelle Frau mich damit etwas intensiver befassen auf meinem Lebensweg.

Sie wollen „Mann oder Frau … – eindeutig an den primären Geschlechtsmerkmalen erkennen“. Na dann mal viel Spaß. Dafür müssen Sie nämlich ganz schön intim werden.

Vagina und Penis, Vulva und Hodensack – das geht ja noch, aber mit der Gebärmutter wird es ein bisschen schwierig, fürchte ich.

Und was machen Sie mit den Menschen, bei denen diese primären Geschlechtsmerkmale nicht ausgebildet werden? Googeln Sie doch bitte mal Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom.

Wieso sprechen Sie über etwas, von dem Sie so offensichtlich keine Ahnung haben?

Genetisch betrachtet gibt es tatsächlich viele Geschlechter. Ich will Ihnen heraushelfen.Sie stellen nämlich eigentlich nicht auf die sichtbaren Merkmale ab, sondern auf die Genetik. Unser Geschlecht, dachten wir, wird durch die Gene bestimmt. XX und XY entscheiden, ob wir Mann oder Frau werden. Das ist so auch richtig, aber nur in den Bereichen des Körpers, die von den Genen bestimmt werden.

Das genetische Geschlecht legt Vieles fest.

Ob wir eine Gebärmutter oder einen Hoden aus den gleichen Grundelementen ausbilden, ob unser Becken oder unsere Schultern breiter werden, ob unsere Beine im Verhältnis zum Rumpf kürzer oder länger werden. Aber wenn Sie glauben, das sei DAS Kriterium um das Geschlecht erkennen zu können, dann haben Sie ein Problem.

Das Sie das mit der katholischen Kirche gemeinsam haben, so viel sei Ihnen zum Trost gesagt. Wenn Sie an die Genetik als entscheidend für Geschlechtsidentität ansehen, dann gibt es nämlich tatsächlich sehr viele Geschlechter. Man bezeichnet das heute als Intersexualtität. Es sind Varianzen der Geschlechtschromosomen.

XXX, die Triple X Frau und der Klinefeltertyp XXY sind schon seit Jahrzehnten bekannt. Heute kennt man sehr viele weitere Varianten. Und die sind, nach Ihrer, jedoch nicht nach meiner, Definition unterschiedliche Geschlechter. Was Sie behaupten ist also inkonsequent.

Und wenn Sie es mit dem üblichen Versuch abwenden wollen, in dem Sie behaupten, das seien ja nur Mißbildungen, krasse Ausnahmen, dann sei Ihnen gesagt, dass das falsch ist und zudem kein gültiges Argument ist. Diese chromosomalen Geschlechtstypen existieren nachweislich und sind mit 1 von 1.000 Geburten auch gar nicht so selten. Das können Sie natürlich alles leugnen, wie jedes andere, wissenschaftlich beweisbare, Phänomen auch. Ich würde das nicht als Hass empfinden, aber schmeichelhaft wäre mein Urteil über Sie trotzdem nicht. Tut mir leid.

Geschlechtsidentität aus der Genetik?

Was sehr interessant ist: Sie stellen ausschliesslich auf die Genetik ab, wie es auch die kath. Kirche tut. Mit der grausamen Folge, dass uns transsexuellen Frauen und Männern bis in den Tod unsere Geschlechtsidentität verweigert wird. Selbst nach erfolgter Namens- und Personenstandsänderung begräbt uns die kath. Kirche, in einem Akt von Unbarmherzigkeit, unter unserem Geburtsnamen.

Selbst wenn wir schon Jahrzehnte ein gelungenes Leben unter unserem richtigen Namen geführt haben. Was können Menschen anderen Menschen nur alles antun?

Nur wer weiß, welchen langen und steinigen Weg wir bei unserer Selbstfindung zurücklegen, wie viele Schmerzen, Demütigungen und Krisen wir überwinden, um unsere Geschlechtsidentität zu finden, kann ermessen, welche Menschenverachtung in so einem Akt liegt.

Ich empfinde es zudem als höchst befremdlich, wenn eine Kirche, welche die Seele in den Mittelpunkt stellt und durchaus eine gewisse Nachrangigkeit in Punkto Körper an den Tag legt, hier so auf den Körper abstellt und die Seele eines Menschen negiert.

Das Gehirngeschlecht ist manchmal entgegengesetzt zum genetischen Geschlecht

Dabei könnte das Wahrnehmen der Schöpfung, wie sie ist, nicht wie manche sie gerne hätten, Sie aus diesem Dilemma befreien.

Die moderne Gehirnforschung, auch gerade bei Transsexualität, würde Ihre Fragen nämlich beantworten. Das männliche und weibliche Gehirne unterschiedlich arbeiten um gleiche Aufgaben zu erfüllen, weiß man auf vielen Bereichen. Es gibt aber noch mehr Erkenntnisse.

Die Gehirnstruktur wird nicht direkt aus der Genetik heraus bestimmt, sondern über die Hormonsituation in der Schwangerschaft.

Nun weiß man, dass die Ausdifferenzierung der Genitalien in den ersten zwei Schwangerschaftsmonaten stattfindet. Die Ausbildung des sog. Gehirngeschlechts aber erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte.

Und somit wird klar, warum es transsexuelle Menschen gibt. Es ist, wenn Sie so wollen, eine Fehlentwicklung. Wenn Sie so wollen, können Sie das auch gerne als Behinderung ansehen, das macht es vielleicht leichter es zu verstehen. Aber leugnen Sie es nicht.

Das wird sowieso nichts helfen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse in dieser Frage werden immer dichter und gegen das Bild von Gehirnaktivitätsmustern kommen Sie mit Bauchgefühl und unmenschlichen Dogmen auf Dauer nicht an. Denken Sie an Galilei.

Genderideologie und Genderkritiker vereint?

Dogmatiker (im weiteren, nicht theologischen Sinne) verhindern auch eine zügige Erforschung dieser Phänomene. Und diese Dogmatiker mögen Sie sicherlich nicht und das dürfte die erste Gemeinsamkeit zwischen uns beiden sein.

Es handelt sich nämlich um Genderideologen. Diese Gruppe hat, ähnlich wie Sie, das Problem, das transexuelle Frauen und Männer nicht in ihr Dogma der beliebigen Veränderlichkeit der Geschlechtsidentität passen.

Man hat uns als Gruppe auch schon zu Feinden erklärt, weil wir genaugenommen der Beweis sind, dass Geschlechtsidentität eben nicht veränderlich ist.
Wenn Geschlechtsidentität nicht zwischen den Beinen, sondern zwischen den Ohren entsteht und eine feste biologische Basis hat, dann ist sie eben nicht beliebig veränderbar. Uns war das schon lange klar.

Ob Penis oder Vagina, ob Testosteronhaushalt oder Östrogenhaushalt, nichts hat einen Einfluß auf unsere Geschlechtsidentität. Auch unsere Sozialisation kann das nicht ändern. Umerziehung, wie sie oft und mit grausamen Methoden versucht wurde, hat in keinem einzigen Fall die Geschlechtsidentität verändern können. Oder glauben Sie, man könne Ihnen Ihr Mannsein mit Elektroschocks aberziehen?

Lebensrecht transexueller Frauen und Männer

Hier in Deutschland leben wir nicht in idealen, aber in den besten Bedingungen, die wir transexuelle Menschen je hatten. Wir sind gesetzlich geschützt und die allermeisten Menschen unserer offenen deutschen und europäischen Gesellschaft begegnen uns mit Dingen, die konträr zu ihrem Standpunkt sind: mit Freundlichkeit, Offenheit und man könnte durchaus sagen mit Nächstenliebe. Hätten wir jetzt noch eine vernünftige medizinische Versorgung, möglichst aus einer Umwidmung von Haushaltsmitteln der Genderideologie und einige kleinere rechtliche Erleichterungen für unsere lange und schwierige Transitionsphase, dann wäre es ein Traum. Insobesondere vor der furchtbaren Situation unserer Brüder und Schwestern in vielen anderen Ländern dieser Welt.

Aber nochmal zurück zu Ihrer Frage. Nein, ich halte Sie nicht für hasserfüllt. Aber ist es wirklich erstrebenswert, Menschen abzuwerten, nur um die eigene Dogmatik nicht aufgeben zu müssen?

Ist es akzeptabel andere Menschen in ihrem tiefsten Innern, in ihrer Seele zu verletzen um den Preis einer sachlich unhaltbaren Behauptung? Ich habe es mir nicht ausgesucht eine transsexuelle Frau zu sein, so wie Sie es sich nicht ausgesucht haben ein Mann zu sein oder eine bestimmte Augenfarbe zu haben. Aber, wie die Meisten von uns: ich wäre lieber tot, als dazu gezwungen zu sein, etwas zu leben, das ich nicht bin.

Ja, ich habe einen genetisch bestimmten männlichen Körper, aber ich weiß seit der Teilnahme an einer Studie an einer Uniklinik auch, dass mein Gehirn tatsächlich weiblich ist. Unter einem CT sind bei mir die gleichen Regionen aktiv, wie bei jeder anderen Frau und komplett unterschiedliche Regionen zu Männern. Und solche Studien wird es immer mehr geben.

Nicht nur Hass tötet, auch Vorurteile

Abschließend möchte ich, da Sie vom katholischen Standpunkt aus argumentieren, noch erwähnen, was der Blogmacher von PP schreibt:

„Die Größe des von der aristotelisch-thomistischen Philosophie geprägten Katholizismus besteht gerade darin, dass er fides und ratio unter Wahrung ihrer Eigenheiten zur Urteilsfindung heranzieht, der immer gültige Glaube in einem steten Dialog mit den Profanwissenschaften seine ganze Schlagkraft entfalten kann und stets lebendig bleibt“ – An der Frage der Transsexualität könnte man dies schön durchexerzieren!

Aber neben der rein biologischen, wissenschaftlichen Argumentation will ich eigentlich auf etwas ganz Anderes hinaus. Wenn Sie auch nur einen Funken Mitmenschlichkeit verspüren, dann akzeptieren sie die Tatsache, dass wir ein normales, biologische begründetes Phänomen sind und nehmen uns nicht noch mehr unserer Menschenwürde.

Wir wurden in der Vergangenheit als Monster, als psychisch krank und Vieles mehr eingestuft. Von Menschen, denen Wissen und Barmherzigkeit fehlten. Damit muss endlich Schluss sein. Zumindest das Wissen ist heutzutage vorhanden. Die Barmherzigkeit ist eine Entscheidung jedes einzelnen Menschen, wie er oder sie uns begegnet.

Wir haben mit der Diskrepanz unserer Körper zu unserem Denken und Fühlen einen Lebensweg, der wahrlich schwer genug ist. Sich damit auszusöhnen, ist ein langer und schwieriger Prozeß. Vielleicht ähnlich wie bei Menschen, die sich nach einem Unfall oder einem Schlaganfall mit ihrer Behinderung aussöhnen müssen.

Auch bei einer Behinderung trifft das Denken und Fühlen den Menschen auf einen Körper, der das nicht (mehr) kann. Das Letzte was wir brauchen, sind Menschen, die sich ohne jede Kenntnis herabsetzend über uns äußern und dadurch alte Vorurteile am Leben erhalten. Denn nicht nur Hass ist ein Problem, auch ein Mangel an Mitmenschlichkeit ist es.

Und abschließend noch eine kleine Randbemerkung, die noch einmal auf den Kern Ihres Beitrags zurückkommt und um nicht missverstanden zu werden:

Obwohl ich ihre Position falsch bzw. wissenschaftlich widerlegt und für den gesellschaftlichen Frieden problematisch finde, kämpfe ich – wie David Berger, der den Artikel mit genau diesem Motivationshintergrund rebloggt hat, auch – dafür, dass sie diese Meinung in unserer Demokratie vertreten können müssen.

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Betroffene
Gast
Betroffene

Also, ich kann den Beitrag nur loben. Da hat sich jemand gründlich mit der Materie beschäftigt, wie es viele Transsexuelle zwangsläufig tun müssen um ihre Situation zu erklären. Und dennoch sind die meisten Betroffenen vielleicht nich in der Lage es so professionell zu tun wie die Schreiberin. Als ehemaliges Mitglied eines Ordens, transsexueller Frau und Katholikin, muss ich jedoch hier eine Lanze für die katholische Kirche brechen. Nachdem mir im Alter von Anfang 20 klar wurde das ich transsexuell bin und das auch gegenüber meinen Oberen äußern konnte, waren sie sehr hilfreich und bemüht mir professionelle Hilfe zukommen zu lassen… Mehr lesen »

Veronika
Gast
Veronika

Wenn man Kindergärtner und Missbrauch in Google eingibt….. Stephan Grönne behauptet in seinem neuesten Artikel über das Bundesverfassungsgericht (kam erst nach dem Ice Age Familien-Artikel) dass sich pädophile Männer als Frauen in Kindergärten einschleichen könnten. Mir sind keine Missbrauchsfälle von Trans – oder Intersexuellen in Kindergärten bekannt. Dafür gibt es zahlreiche Skandale rund um „normale“ männliche Kindergärtner und Kindergartenpädagogen, Diese Fälle werden von Genderideologen unter den Teppich gekehrt. Umgekehrt ist nur eine von 100 Frauen pädophil. Die Problematik gibt es bei männlichen Lehrern in weitaus geringerem Mass, weil Schüler für Pädophile eigentlich schon zu alt sind. Vor kurzem wurde ein… Mehr lesen »

Viktor
Gast
Viktor

Mein letzter Beitrag über Transsexuelle, „echte“ und „unechte“ Zwitter am Freitag den 10. November ist nicht freigeschalten worden. Vielleicht liegt es daran, dass ich wahllos aus verschiedenen Wikipedia Artikeln abgeschriebenen habe. Dabei simplifizierte ich und verbreitete irrtümlich Falschinformationen. Ich gelobe mich zu bessern, habe meinen Beitrag überarbeitet, und ersuche höflichst darum, dass er diesmal freigeschaltet wird. Mediziner unterscheiden bei Transmenschen zwischen 3 Kategorien. Diese Kategorien stammen NICHT von den Betroffenen selber. Sie lauten: Transsexuelle, „unechte“ und „echte“ Zwitter. Zwitter und Transsexuelle treten gerne in der Öffentlichkeit gemeinsam auf. Es gibt aber auch Zwitter, die mit Transsexuellen nichts zu tun haben… Mehr lesen »

Cornelia Ehreiser-Schmidt
Gast
Cornelia Ehreiser-Schmidt

Nach Lektüre der Kommentare empfinde ich ein dringendes Bedürfnis nach klären Begriffsdefinitionen. Man kann nicht diskutieren, wenn die Basis, nämlich die Begrifflichkeiten unklar erscheinen oder aus Gründen der political correctness oder des persönlichen Geschmacks verschwurbelt wurden. Ich würde mich freuen, wenn eine Person, am liebsten mit dem beruflichen Hintergrund Medizin/Biologie (aber bitte keine Psychologen/Soziologen) eine Definitionsliste erstellen könnte, die den aktuellen Stand der Erkenntnisse abbildet.

Matthias Rahrbach
Gast

Der Text ist in seiner Stossrichtung zwar gut, aber man kann trotzdem nicht alles so stehen lassen, also rein fachlich nicht, auch wenn vieles sehr richtig ist. „Vagina und Penis, Vulva und Hodensack – das geht ja noch, aber mit der Gebärmutter wird es ein bisschen schwierig, fürchte ich. Und was machen Sie mit den Menschen, bei denen diese primären Geschlechtsmerkmale nicht ausgebildet werden? Googeln Sie doch bitte mal Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom.“ Also normalerweise kann man selbst ohne einen Blick in die Unterhose auf den ersten Blick erkennen, ob ein mensch männlich oder weiblich ist. In nur 1 % aller Fälle ist… Mehr lesen »

trackback

[…] +++Genderkritiker sollen endlich erkennen, dass Transsexuelle wichtige Verbündete im Kampf gegen de… […]

Edeltraut
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Edeltraut

Als diese ganze Diskussion in die Öffentlichkeit kam, ist mir etwas eingefallen, was ich längst vergessen hatte: Als ich im Kindergartenalter war, wollte ich nicht nur ein Junge sein, sondern ich war felsenfest davon überzeugt, tatsächlich ein Junge zu sein. Nach der Einschulung geriet dies mehr und mehr in Vergessenheit, in der Pubertät war es dann gar kein Thema mehr und fiel mir wie oben erwähnt erst wieder durch die Genderdebatte ein. Heute bin ich 66 Jahre und war spätestens seit meiner Teenagerzeit mit meinem Leben und Körper als Frau vollkommen zufrieden. Dass jeder Mensch männliche und weibliche Anteile in… Mehr lesen »

Tami
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Tami

Ich bin in Köln geboren und erinnere mich gern an den CSD Anfang der 90er. Der war wie der Karnevalszug gut besucht. Ich erinnere mich an Schwulenkneipen, an ganze Häuser auf der Severinsstraße, in denen nur Schwule wohnten, etc. Was ich damit sagen will, ist, dass während meiner Lebenszeit niemand in Köln je ein Problem mit Schwulen hatte. Das Problem haben erst die Grünen erfunden. Und sie gehen damit heute jedem normal denkenden Menschen so auf den Geist, dass erst dadurch Ressentiments entstehen, die es vorher nicht gab. Zumindest nicht, solange ich denken kann. Ich hatte schon in meiner Schulklasse… Mehr lesen »

Luther
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Luther

Meine Kenntnisse von der Gehirnforschung sehen anders aus,man kann sehr früh,noch bevor sich die Genitalen bilden,erkennen ob es ein männliches Gehirn ist oder ein weibliches.Unser Gehirn verändert sich ständig und der Gedanke bestimmt die Hormone und dann erst entsteht ein Gefühl.wenn man diese Reihenfolge erkannt hat,dann versteht man wieso eine Person im Gehirnscan aussieht wie eine Frau,obwohl sie biologische Merkmale eines Mannes hat—weil sie sich entschieden hat zu denken wie eine Frau.Jeder könnte sein Gehirn durch „falsches“Denken in ein Chaos stürzen .Wenn ich als Frau nicht mehr denken ,fühlen,leben möchte als Frau,dann könnte ich beginnen wie ein Mann denken zu… Mehr lesen »

Sabrina
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Sabrina

Vielen Dank, für den sehr gelungenen Beitrag zur Thematik Transsexualität.! Dennoch verwenden auch Sie leider den „verbrannten“ Begriff „Geschlechts-Identität“, was nicht unproblematisch ist, geht dieser Begriff „gender“ doch auf den Wissenschafts-Scharlatan John Money zurück. Money ist gewissenmaßen der Vater des heutigen Gender-Wahnsinns, und als Behaviorist leugnete Money alle anderen, als die von außen vorgegebenen Einflußgrößen auf unsere psychische Beschaffenheit. Schon die implizit erfolgte Gleichsetzung von Geschlechts-ROLLEN-Identität (gender identity) mit Geschlechts-Identität ist ein übler Taschenspieler-Trick. Heute wird der Begriff „Geschlechts-Identität“ in besagter Weise von der Gender-Ideologie und öffentlichkeitswirksam medial verbreitet verwendet. Es wird dabei so getan, als gäbe es kein „Geschlechts-Wissen“… Mehr lesen »

Veronika
Gast
Veronika

Man sollte Transsexuelle nicht zu schnell umoperieren. Vielleicht reicht in machen Fällen doch ein ANDERER LEBENSSTIL aus. Ich habe von einer Fachärztin für Psychiatrie von einem Fall gehört, wo sich eine Person umoperieren ließ und das nachher bereut hat. Bei Zwittern mit männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen von Geburt an hat man früher schon die Babys umoperiert , heute kommt man eher davon ab, wenn keine zwingende medizinische Notwendigkeit besteht. Ich habe eine Bekannte, eine Transsexuelle, die früher ein Mann war. Mit zunehmen Alter(weit über 50) schaut sie immer mehr wie ein Mann aus, weil die zugeführten Hormone nicht mehr wirken.… Mehr lesen »

maru v.
Gast
maru v.

Interessanter Artikel. Mir war nicht bekannt, daß es ein „Kopfgeschlecht“ gibt.
Und sicherlich gibt es dann auch Mischformen im „Kopfgeschlecht“.
Wenn schon der Körper als intersexuell daherkommt, wird es das Gehirn auch tun.

free yourself
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free yourself

Danke für diesen guten aufklärenden Artikel. Habe einiges dazu gelernt und wünsche Ihnen ein zufriedenes Leben. Vor allem die Abgrenzung zum „sozial konstruierten Geschlecht“ der Genderideologie, die eben ein Phantasieprodukt und keine wissenschaftlich nachweisbare Theorie ist, halte ich für äußerst wichtig. Die Genderideologie ist nicht etwa extrem postfaktisch, sondern nonfaktisch und damit gefährlich, denn sie öffnet mit zunehmender Akzeptanz in machtorientierten Kreisen die Türen für andere nonfaktische Ideologien, die sich hypermoralisch autoritär als alleinige Wahrheit ausgeben, ohne jeden Selbstzweifel und Beweis für ihre Gültigkeit. So wird jeder beliebigen Interessengruppe ermöglicht, ihre ideologischen Glaubensinhalte als a priori bewiesen zu behaupten, mögen… Mehr lesen »

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[…] auf meine Frage, ob ich ein Hassbotschafter sei ( Bin ich ein Hassbotschafter?), veröffentlicht ( Antwort auf meinen Beitrag), auf den ich wiederum eingehen […]

schwebchen
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schwebchen

Es gibt nur einen angeborenen Irrtum, und es ist der, dass wir da sind, um glücklich zu sein. Schopenhauer

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lichtreichfoto

Ähnelt aber die ganze Diuskussion nicht auch der Homosexualität? Um es zugespitzt zu sagen: auch diese habe ich mir nicht ausgesucht und ist biologisch zu begründen, weicht aber eben von der Norm ab. Muss ich aber daraus ein eigenes Geschlecht ableiten und womöglich in einem Pass eintragen? Ich sehe genau darin eine große Gefahr der Stigamtisierung, denn wer weiß schon, welche Regierung wir einmal haben werden und ich liefer frei Haus meinen Steinigungsgrund. Mir ist klar, daß Transsexualität um einiges komplexer ist, aber kann die Einführung eines dritten Geschlechtes in Papieren (oder mehr) die Lösung sein? Kinder haben Mutter und… Mehr lesen »

Willemsen
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Willemsen

Eine lange Erklärung für Transsexuelle. Und, man muss es vielleicht tatsächlich mal gelesen haben und verstehen. Grundsätzlich kann m. E. jeder so selig werden wie er ist. Doch denke ich, dass da auch grundsätzlich etwas zu berücksichtigen ist. Der Kosmos und die Welt unterliegen mit Sicherheit einer Ordnung. Man kann sagen, dass diese Ordnung in allen Dingen auf Erden gerade grundsätzlich gestört ist. Und wenn ich nun begreife, dass das Geschlecht zwischen den Ohren ein anderes sein kann als zwischen den Beinen, dann ist da für mich etwas aus der Ordnung gefallen. Ein Spiegelbild der nicht mehr vorhandenen Ordnung im… Mehr lesen »

Daniela Nowicki
Gast
Daniela Nowicki

Danke für diese ehrliche und freudliche Ansage. Auch ich als Transsexuelle haben bereits schon oft genug darauf hingewiesen, daß Genderideologen NICHT unsere Freunde aufgrund deren Postulats, daß Geschlecht wäre ein soziales Konstrukt, sein können.

https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/eine-transsexuelle-kritisiert-den-genderismus/

Eva-Maria Paul
Gast
Eva-Maria Paul

Es war für mich wichtig und aufschlussreich, auch einmal die Gedanken-und Gefühlswelt eines transsexuellen Menschen kennenzulernen. Diese Personengruppe ist meiner normalen alltäglichen Lebenswelt so fern und daher war die Lektüre sehr bedeutsam für mich und dafür möchte ich danken. Ich lerne: Wir alle zusammen sind Wesen mit unseren Gefühlen, unseren Erfahrungen und unseren erlittenen Verletzungen und Enttäuschungen. Und uns, jedem Einzelnen, ob nun hetero, homo oder transsexuell, gebührt Respekt. Was mich nur so oft stört ist die große Aufmerksamkeit, die den Homosexuellen, genauer gesagt, den entsprechenden Aktivisten zuteil wird. Ihre Anliegen, ihre Wünsche und Forderungen werden gehört und immer mehr… Mehr lesen »

Anna
Gast
Anna

Ein sehr netter Artikel. Ich selber bin auch eine B-Frau (eine Brain-Frau, die mit einem Penis geboren wurde). Ich habe leider wegen meiner Arbeit gerade nicht die Zeit, ausführlich zu schreiben. Ich möchte aber anmerken, daß Sie, liebe Autorin des Artikels, sich doch vielleicht einmal Gedanken darüber machen sollten, daß der allgemeine Terminus „trans“ so sehr deplaziert ist, wie es nur denkbar ist Wir sollten nicht an falscher Terminologie festhalten. Was an Ihnen „trans“ sein soll, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben. Sie sind mit einer Diskrepanz geboren, zwischen Körper und Gehirngeschlecht. Und daran ist absolut nichts „trans“. Wenn… Mehr lesen »

H.P.
Gast
H.P.

Ich habe als heterosexuelles Landei bisher nur wenig Gedanken über Transsexualität, Homosexualität und eine mögliche Anzahl möglicher weiterer Geschlechter gemacht. Das hat nicht mit einer Abneigung oder Intolleranz gegenüber Menschen zu tun, die aus der Norm fallen. Es hat viel mehr damit zu tun, dass ich niemanden kenne, der transsexuell ist und auch nur wenig Menschen, die z.B. homosexuell sind. Für meinen Geschmack wird diesem Themenkomplex der Andersartigkeit zu viel Bedeutung in den Medien beigemessen. Ich kenne persönlich niemanden (selbst in meinem ländlich- konservativen Umfeld), der ernsthaft etwas gegen homosexuelle Menschen, transsexuelle Menschen oder wie auch immer anders seiende Menschen… Mehr lesen »

truckeropa66
Gast

Ich habe vor vielen Jahren den Beruf des Landwirts gelernt! Dort war und ist es so, dass das Geschlecht eines Neugeborenen Tieres, anhand der äußeren Merkmale festgelegt wird. Auch hier hat die Natur ihre Launen, so hatte ich ein weibliches Tier in der Herde, das Hoden in der Schamlippen hatte, oder ähnliche Bsp. Ich kann nicht sagen wie die anderen Tiere in der Herde dies bewerteten, aber für mich war es so zu erkennen, das das Tier von seinen Artgenossen als weibliches Tier gesehen und auch so behandelt wurde. Damit will ich sagen, das dieses gesamte Theater wirklich ein Theater… Mehr lesen »

Die Wahrheit tut manchmal weh
Gast
Die Wahrheit tut manchmal weh

Die Toleranz in unserer aufgeklärten Gesellschaft ist (war) bereitsvollständig vorhanden. Problematisch sind die ganzen Trittbrettfahrer, die mit nervtötenden Mitteln Akzeptanz erreichen wollen und dadurch Gefahr laufen, sich (und allen anderen) jegliche Toleranz zu verscherzen. Für meinen Geschmack ist dieses 1 Promille viel zu laut und tyrannisieren die Mehrheit, wo sie nur können. Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, wird alles und jedes instrumentalisiert. Häufiger wird sogar Kindern ein Furz ins Hirn gepflanzt, um die eigenen Reihen zu verstärken. An dieser Stelle wird es dann unangenehm, weil es auch etwas Sektenhaftes hat. Neulichst im Gespräch zur Ehe für alle: Der liebe… Mehr lesen »

EinFragender
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EinFragender

Als inniger und tief gläubiger Katholik kann ich ihnen Inhaltlich nur zustimmen. Und ich bin mir sicher das die meisten Katholiken das so sehen. Wenn ich mich richtig erinnere hat für Katholische Kirche etwas gegen die unsinnige Behauptung dass das Geschlecht frei wählbar ist, eben weil es gegen die Natur und die Naturwissenschaften spricht. Aber die Katholische Kirche hat nichts gegen Menschen deren Geschlechtsidentität nicht so ohne weiteres fest steht. Denn, wie sie richtig sagen, liegt es nicht an ihnen, sondern ihre Natur ist es und nun kommt mein Glaube: Ja, auch sie werden innig geliebt von Gott wir ich… Mehr lesen »

Voltairchen
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Voltairchen

Natürlich wünsche ich allen Menschen die Erfüllung ihrer Kopfgeschlechterbedürfnisse. Jedoch sollte alles in dem Rahmen bleiben, der für den Rest der Welt erträglich ist. Sie reden von einer Größenordnung von Betroffenen, die ein Fußballstadion füllt. Deshalb werde ich mich nicht meine Geschlechtereinteilung vom Phänotyp (mit Zipfelchen, ohne Zipfelchen) zum Genotyp ändern. Vom Kopf her wäre ich gerne Astronaut geworden, hat nicht geklappt, weil ich körperlich nicht dazu in der Lage war. Trotzdem laufe ich nicht im Astronautenanzug zur Arbeit. Ich mag meinen Namen auch nicht, bekomme deshalb aber keinen Nervenzusammenbruch beim Standesamt, weil ich ihn nicht ändern darf. Ich halte… Mehr lesen »