Pfeifkonzerte, laute Zwischenrufe und Hau-ab-Chöre sind eine Gefahr für die Demokratie. Aber nur, wenn sie Angela Merkel oder Heiko Maas gelten. In allen anderen Fällen leisten die Störer einen Beitrag zur Rettung der Demokratie. Zumindest kommt keine Empörung auf

(Thilo Sarrazin)

(David Berger) Es sollte die Krönung ihrer Wahlkampftour werden: der Auftritt Angela Merkels in München auf dem Marienplatz. Selbst der der Union nahe „Merkur“ schreibt zu dem Fiasko des gestrigen Tages:

„Wahlkampf-Hölle für die Kanzlerin in München. Angela Merkel wurde am Freitag auf dem Marienplatz massiv ausgebuht.“

Eigentlich gehörten das Ausgepfiffenwerden und die lauten Buhrufe schon fest zum Bestandteil der Auftritte Angela Merkels in Deutschland. Zunächst auf die „neuen“ Bundesländer beschränkt und zum ersten mal am „Tag der deutschen Einheit“ in Dresden auch für die Nannymedien unübersehbar, hat sich dieser Protest inzwischen über ganz Deutschland ausgebreitet.

Was sich aber gestern in München zeigte, kann mit Fug und Recht als vorläufiger Höhepunkt der Anti-Merkel-Proteste gelten: „Merkel muss weg“, „Hau ab“-Chöre, Pfiffe, Buhrufe. Der Merkur weiter:

„Wir die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurde bei Merkels Auftritt in München am Mischpult die Lautstärke hochgedreht. Die Begrüßung der Kanzlerin durch CSU-Chef Horst Seehofer war zuvor schon kaum zu hören.

Aber es half nur wenig: Das Pfeifkonzert und die „Hau Ab!“-Rufe waren auf dem Marienplatz so laut wie die Kanzlerinnen-Worte aus dem Lautsprecher.“

Die Hoffnungen, dass Merkel, Schulz & Co morgen ihr blaues Wunder erleben werden, steigt dadurch stündlich immer weiter an.

Und hier gibt’s das ganze noch einmal aus einer anderen Perspektive:

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