(David Berger) Die Huffington Post (Deutschland), das Sturmgeschütz für Qualitäts-Journalismus in unserem Land, muss sich mal wieder ordentlich aufregen.

Zwischen Beiträgen, die die Gefahren und Vorteile des Wassertrinkens zu Mittagszeit (gesponsert von „Warsteiner“) aufzeigen, zum Gebet für Eko Fresh aufrufen und einer investigativen Recherche zu den verlängerten Öffnungszeiten bei Aldi, hat man sich etwas ganz Originelles, in der deutschen Presse noch nie Dagewesenes ausgedacht: man empört sich über einen Twittereintrag von Erika Steinbach …

Genauer gesagt darüber, dass sie einen Artikel von Philosophia Perennis (PP) auf Twitter geteilt hat. Bei dem Artikel handelt es sich um die Zusammenfassung der Aussagen des bekannten Romanautors Akif Pirincci über unsere viel geliebte Desintegrations-Beauftragte von der SPD, Ayran Özoguz.

Besonders ärgerlich für die HuffPots scheint, dass Pirincci behauptet, dass Özoguz‘ Brüder Islamisten seien.

An diesem einen Beispiel, das nun wirklich Fakenews in reinster Form darstellt, zeigt sich gut, wie verständlich die Aufregung bei den Elite-Journalisten der HuffPost ist.

Insgesamt echauffiert man sich darüber, dass „die Twitterskandalnudel Erika Steinbach“ (O-Ton des Onlinemagazins) einen Artikel teilt, der „sich von allen gesellschaftlichen Umgangsformen verabschiedet hat.“ Das sei typisch für die Rechten … Auch das ein Punkt, dem man schwerlich wird widersprechen können. Das sieht man auch schön bei einem der Spitzenkandidaten – ich glaube von der AfD – aus Hamburg

kahrs hassrede
(c) Twitter

Dann fallen bei der HuffPost Vergleiche mit Trump, die inzwischen zur inhaltlosen Formel verkommene Totschlagbegriffe „rechtsradikal“ und die festgestellte „Nähe zur AfD“: Kurzum, alles zum „Viagra“-Repertoire der UffPost für die angezielten Empörungserektionen gehört.

Eine spannende Sache erhält der Artikel in jedem Fall: Er verlinkt zu philosophia-perennis. Über die Klickzahlen, die von der HuffPost kommen, kann man daher bei PP feststellen, wie viele Leser die HuffPost für solche Beiträge findet: Bei Abfassung dieses Beitrags waren es gerade 5 Klicks (die vermutlich von den Technikern stammen, die testen wollten, ob der Link auch funktioniert).

Die zeigt schön, worin das eigentliche mediale Problem der HuffPost-Empörungserektionen besteht: Erigiert sich ein Tool mit der Größe XS, nimmt das leider keiner außer dem frustrierten Erektionsmacher wahr. Da steht man im Swingerclub der Nannymedien eben lange alleine herum. Da hilft auch das beste Viagra nichts …

Schade für das Onlineprodukt HuffPost, dessen einziges wirkliches Ideal eine hohe Zahl an Klicks zu sein scheint, schade aber auch für mich: Mit der HuffPost werde ich schon mal nicht prominent …

7 Kommentare

  1. Erika Steinbach als „Skandalnudel“ zu bezeichnen, das hat schon was. Vielleicht lässt die Huffpost ihre Artikel in Indien schreiben und in Kroatien Korrekturlesen und keiner wusste, wer Erika Steinbach ist.
    Herr Pirincci ist etwas herzhaft im Sprachgebrauch aber ich freue mich, dass er es noch sein kann.

    • Zusatz: der Sprachgebrauch ist heute ein bedeutsames Element. Ich lese öfter Artikel bei Tichy, weil da viele gute erscheinen. Aber wenn mir da ein deplaziertes „innen“ begegnet, egal ob dekoriert mit Stern, Blitz oder Donner, dann schließe ich mit letzter Kraft den Artikel und lese wahllos einen von Pirincci, um meinen Adrenalinspiegel wieder in den Griff zu kriegen.

  2. Die Muffpost erfreut all die Herzen linksgrüner Sozi-Brechbeutel, denen das Gutmenschentum aus jeder natürlichen Öffnung trieft. Eine Käseblatt-Postille für geistig zwergwüchsige Verbal-Riesen, eine Zapfsäule plumper, Linker und Grüner Meinungsmache mit einer qualitätsmäßig unzureichenden IQ-Oktanzahl, die jedem geistig normal entwickelten Leser unbehagliche Fehlzündungen in den Hirnwindungen verursacht.
    Der im Journaille-Geist verbrüderte Focus ist davon allerdings auch nicht mehr weit entfernt. Für diese hörige Murkselschmonzette legt man sein Geld besser in Whiskas an und macht streunenden Katzen eine Freude (s. erbärmliche Berichterstattung über Alice Weidel in Strunzens Streunerrunde linksverirrter, wohlwissentlich gebuchter Wahlhelfer in der Rolle politisch vernachlässigter Zeitgenossen mit angeblich unparteiischem, aber vor der BW noch rechtzeitig prägsamen Wahlverhalten).
    Da wäre PP das hilfreiche Abdicht-Spray für geistige Plattfüße, aber die kommen von der Muffpost nicht mehr weg und verbleiben am Ort des plattgewalzten Jounalismus.

  3. Die „HuffPost“ kann unbedingt mit dem Spiegel Jugendverirrungsmedium „Bento“ mithalten.
    In etwa das gleiche Niveau. Ich klick da nicht mehr rein, seit die mich 2015 darüber belehren wollten, was ich für ein Glück habe, dass so viel „Frieden“ in Buntland angekommen sei.

    Wohlan…

  4. Würden Sie mit der HP prominent werden, dann würde ich hier nicht mehr lesen und schreiben.

    Also, – nicht jammern. ^^ Seien Sie stolz darauf.
    (Keine Sorge, habe den Spruch gut verstanden. ^^)

  5. Für mich ist die HUFFPOST kein Medium, dem ich eine Ernsthaftigkeit abgewinnen kann. Die BLÖD ist schon ziemlich öde. Die HUFFPOST ist für mich um etliche Zehnerpotenzen unterirdischer. Als Sturmgeschütz möchte ich die HUFFPOST nicht ansehen, eher so eine Art Luftpistole. Als die HUFFPOST in den letzten Tagen einen Artikel über Merkel aus der TIMES aufgenommen hat, kam bei der HUFFPOST am Ende nur geistiger Dünnpfiff heraus. Die tatsächliche Essenz des TIMES-Artikels zu übernehmen, hätte für die HUFFPOST bedeutet, Merkel in Grund und Boden niedermachen zu müssen – aber Fehlanzeige, ein bisschen Gemäkel und das war’s.

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