Ein Gastbeitrag von A. R. Göhring

Vor kurzem wurde bekannt, dass die italienischen Behörden das Seenotrettungs-Schiff „Iuventa“ der Berliner Nicht-Regierungsorganisation „Jugend rettet“ beschlagnahmt haben – wegen Unterstützung der kriminellen Menschenhändler/Schlepper im Maghreb.

Wer sind diese „Jugend rettet“-Aktivisten eigentlich, die ihre Organisation erst 2015 zur Zeit des Beginns der Merkelschen Immigrationskrise gegründet haben?

Ein Blick auf die erstaunlich kritische Wikipediaseite fördert Interessantes zutage:

Die Gründer*_Innen der Schlepper-NGO heißen laut Wikipedia „Jakob Schoen und Lena Waldhoff. Weitere Mitglieder des Gründungsteams sind Sahra Fischer, Alexander Hof, Matthias Schnippe, Pauline Schmidt, Titus Molkenbur und Johanna Bauernschmitt“.

Was fällt da auf?

Nun – die Namen. Nur typisch bildungsbürgerliche römisch-hellenische oder biblisch-christliche Namen. Kein Kevin, keine Jacqueline. Und auch kein Mustafa oder Achmed.

Warum nicht?

Könnte es damit zusammenhängen, dass die gesinnungsethische, verantwortungsblinde Retterei ein typisches Projekt von weißen wohlhabenden Bürgerkindern ist, die damit via Moraldemonstration ihren sozialen Status betonen wollen?

In die Qualitätsmedien kommt man damit allemal. Der Mitgründer Titus Molkenbur (26J., Bachelor) beispielsweise wurde von einem Kamerateam der ZDF-Sendung „37°C“ auf seinem zweiwöchigen Abenteuerurlaub an Bord eines Seenotrettungsschiffes begleitet.

Ein Klick auf die Magnetaufzeichung der Sendung in der Mediathek des ZDF ist lohnend – zeigt sie doch einen besonderen Aspekt von Molkenbur, den das ZDF wahrscheinlich mehr oder minder unbewusst dokumentiert. Zu Beginn des Videos wird gezeigt, wie sich Titus von seinen Eltern im heimischen Berlin verabschiedet. Obwohl der „Junge“ schon 26 und Uni-Absolvent ist, verhalten sich die Eltern so sorgenvoll und gluckenhaft, als wäre ihr Sohn erst 16 Jahre alt und würde zu einer halbjährigen Dschungeltour ins malariaverseuchte Mittelafrika aufbrechen. Die Mutter sagt allen Ernstes in die Kamera, dass man den kleinen Kindern „Wurzeln geben“ solle, und den großen Kindern „Flügel“. Titus scheint das nicht einmal peinlich zu sein.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen beim Anblick dieser Szene geht oder gehen wird, wenn Sie reinschauen.

Ich persönlich habe mich fast ein wenig fremdgeschämt bei der zur Schau gestellten Erwachsenen-Infantilität, zu der Titus von seinen Eltern offenbar erzogen wurde und sich dabei offenbar auch noch wohlfühlt.

Dieses Nicht-erwachsen-Sein bzw. Sein-Wollen der westlichen Elitenkinder ist ein Phänomen, das viele konservative Ältere in den letzten Jahren registrieren müssen. Erinnern Sie sich noch an dieses Grünen-Video aus dem EU-Parlament?

Man könnte darüber schmunzeln und sich sagen, das sei nicht schlimm und wachse sich aus. Denkste: Wie wir im Fall Titus Molkenbur sehen, sind zahlreiche behütet aufgewachsene Bürgerkinder aufgrund ihrer Entwicklungsverzögerung kaum in der Lage, größere politisch-gesellschaftliche Zusammenhänge zu erkennen, und den aktuellen Zeitgeist, der mit der Wirklichkeit immer heftiger kollidiert, zu hinterfragen. Der renommierte israelische Militärhistoriker Martin van Creveld, in Trier selber schon Opfer solcher Infantilität geworden, warnt davor, dass die weltfremden Wohlstandskinder sich und ihr Land in einer fordernden und teils gefährlichen Welt nicht mehr verteidigen oder durchsetzen können.

Eine solche Elite können wir uns nicht mehr lange leisten. Allerdings ist in den nächsten Jahren durchaus mit einer De-Infantilisierung zu rechnen:

Durch den grün-forcierten Bildungs- und Industrieabbau, also die Wohlstandsvernichtung, und nicht zuletzt durch die Masseneinwanderung der harten, kein bisschen politisch-korrekten Machoideologie von südlich und östlich des Mittelmeeres, wird die grün-rosarote Hello-Kitty-Welt der Bürgerkinder nach und nach in sich zusammenfallen. Wirklich froh bin ich nicht darüber.

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