„Wenn einem heroischen »Israel-Kritiker« die Argumente ausgehen, dann verfällt er schlicht weg in offenen Antisemitismus, wie eben auch der »gute« Diskussionspartner. »Ihr Juden seit alle FANATIKER! Du bist ein FANATIKER!«, also ist man für einige deutsche »Israel-Kritiker« schon ein Fanatiker, wenn man mit geschichtswissenschaftlichen und theologischen Argumenten gegen hält.“

5 Kommentare

  1. Die Kneipe, einst Ort und Heimat der längst untergegangenen Malocher-Kultur. Verqualmt, röhrende Jukebox, Kicker, Flipper, Poolbillard, Dart, abgestandener Käse am Stil, Wurfgeschoss-Frikadellen (panierte Brötchen) längst über Verfallsdatum und eingestockter Senf im Napf, Mettwürstchen, lang und hart wie Domina-Peitschen, Kartoffelsalat zäh wie Fliesenkleber, Aschentonnen als Aschenbecher, dazu Saufen und Qualmen bis man sich absturzgefährdet, wie im vernebelten Hochgebirge, an Hocker und Tresen festklammerte. Wer vom Hocker abschmierte, fiel in die unbarmherzige Gletscherspalte der ewigen Kneipenschande. Gute Kumpels, klasse, freche Mädels und manchmal auch fiese Ohrlaschen für übermütige Fingerlinge von eifersüchtigen „Pubertanten“, hochgeistige Gespräche über Maloche auf’m Pütt, bei Aquella (Leichenwasser mit Kohlensäure angereichert) und Freischichten auf gelben Schein bei Seppelfricke. Fachgelaber der Kneipentrainer, Thekenturner, Doppelkorn-Politiker und Volksschul-Ingenieure mit Abgabgszeugnis 6. Klasse über Schalke, Politik, Mopeds, getunte Opels, vom Oppa geschenkten Käfer mit rheumatischem Getriebe, flachgelegte Golfs und darin tiefergelegte „Weiber“. Nach dem Pinkeln noch schnell am Ritex-Automaten mit genoppten Lümmel-Tüten bevorraten, denn man konnte ja nie wissen und dem Stadt-Cowboy war der Revolver stets geladen. Die Botschaft des Gottes am Zapfhahn für alle, die auf Pump saufen wollten: Kredit nur an 80jährige in Begleitung ihrer Eltern. Wer den alten Zapfer oder die schlampig getünchte Thekenmamsel gut kannte und „ein dickes Brett bei ihnen hatte“, war natürlich auch ohne den Nachweis von Sterbeurkunden als „seit 5-Minuten-Vollwaise“ absolut kreditwürdig und konnte gelegentlich auch ohne Knete den Deckel bis ans Limit rundsaufen. Örtlicher, nahe gelegener Treffpunkt meist einfacher, lieber, hilfsbereiter und guter Leute, mit großen und kleinen Sorgen, die Kneipe war ihr Wohnzimmer und Kommunikationszentrum. Den Oberschlauen und Erkär-Bären wurde es meist „tierisch“ besorgt, aber auch die konnten sich vereinsamt den Frust von der ungehörten Seele saufen. Spät in der Nacht und auf dem Heimweg, wenn die Bahnschranke endlos lange geschlossen blieb, wurde noch einmal ordentlich gereiert und der heilige Eid geschworen, nie wieder soviel zu saufen. War die Dampflok durch und die Schranke hoch, verschwand dieser selbsauferlegte Eid flugs mit dem Dampf der sich schnell entfernenden Lokomotive.
    Eine aufregende, in der Erinnerung (wie immer) meist sehr schöne Zeit. Was meiner Generation einst die qualmversiffte, bierdunstvernebelte Kneipe, ist für die Jugend heute wohl die durch CO (Kohlenmonoxid) verseuchte Shisha-Bar. Mal sehen, was danach kommt.
    Möge sie (die Kneipe) in Frieden ruhen. Denn ihre Zeit ist in den meisten Städten, bis auf sehr wenige Ausnahmen, längst abgelaufen und die noch alten, bestehenden Kneipen sind mehr und mehr zum rauchfreien Rentnertreff der schon länger hier Lebenden mutiert, die gelegentlich bierselig ihrer bereits zeitlich gesegneten Saufkumpanen gedenken.

    • Danke für diesen Beitrag.Bin mit Bewunderung für Tegtmeier & Co., Regionalliga West, qualmende Schlote …. mittlerweile fast 60 geworden. Kannte alles nur vom Westfernsehen und könnte mich vom Sterben deutscher Arbeiterkultur persönlich überzeugen. Vom Untergang des Abendlandes sprach mein Vater schon beim Hören der Beatles & Co.; und es kommt noch dicker.

      • Dann war ich ja nicht allein mit solchen Problemen. Wie maulte einst der Alte: mach die Negermusik leiser, odda sind wa hier im Busch? Und geh ma endlich zum Friseur, biss n‘ Sohn und keine Tochter. Trotzdem war der Olle damals schon recht cool. Als er mich mit 13 beim Perzen erwischte, gab’s ne gedrehte Zichte und dabei ne kleine Predigt…kann dat ja eh nicht verhindern, abba qualm nicht soviel dat macht krank.
        Gruß

  2. Abendgebet für die da selig, weil geistig arm sind

    Antisemitisch und islamophil sei der neue Merkel-Mensch.
    Er kaufe und arbeite brav und denke nicht nach, weder über die Heilige Mutti, noch über ihre Politik.
    Denn gebenedeit sei sie allein unter allen Frauen, denn sie allein ist voller Weisheit und Güte.
    Geheiligt werde ihr Name, denn sie führet uns weder in Versuchung, noch ins finstere Jammertal, sondern erlöset uns tagtäglich von unserer Schuld ein freier Mensch zu sein.
    Macht hoch die Türen, die Tore weit auf und lasset ein all‘ die Mühsamen und Beladenen, auf dass sie bereichern unser friedliches, freies und sicheres Leben mit all‘ dem Ungemach, das sie, wie Weise aus dem Morgenlande uns zum Geschenk uns bringen, aus ihren uns feindlichen gesinnten Ländern uns goldenen Gemütes voll, in all‘ ihrer derben Liebe darbieten.
    Denn einer trage des anderen Last, bräche er auch darunter zusammen und wäre er dadurch auch siech und krumm, so sei ihm der Dank des Himmels gewiss, denn nicht für uns auf Erden ist das Paradies beschieden, sondern allein dort, wo die Götter thronen.
    So folget unserer Prophetin der kommenden Zeiten, der großen Vorsitzenden, die den Engel im Namen trägt und lasset fahren alle Zweifel und Bangnisse, sondern folget ihr auf dem Pfad der Erleuchtung, mag dieser auch mit Dornen gesät sein und lasset fahren alle eigenen Gedanken, die voller Sünde sind, richteten sie sich noch gegen das Gebot der Stunde:
    Liebe die, die dich hassen, mehr als dich selbst.
    Amen

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