(David Berger) Der Gesetzentwurf ist durch. Ein kleines Wörtchen der allmächtigen Kanzlerin bei Brigitte.tv genügte, um heute mit 393 von 623 Ja-Stimmen die Ehe für alle im Bundestag zu beschließen.

Richtig bemerkt Sebastian Andrack:

„Was mich bei der ganzen Situation um die #Homoehe am meisten stört: der plakative Aktionismus. Kaum aus dem Munde der Kanzlerin gepurzelt, kommt ein paar Tage später schon die Abstimmung. Eine Abstimmung zu einem Gesetz für eine Minderheit, wohlbemerkt.“

Für die Mehrheit und deren Sicherheit werden Gesetze im Schneckentempo verabschiedet. Oder erst gar nicht. Und das ist das eigentlich Unerträgliche.

Bundestagspräsident Lammert musste bei dem kindischen Theater, das Volker Beck und die Seinen bei Bekanntgabe des Ergebnisses aufführten, ermahnen durch solch kindisches, taktloses und albernes Verhalten nicht das Anliegen selbst, für das sie Jahre lang gekämpft haben, zu diskreditieren.

Bei dem Parforce-Ritt, in dem der Bundestag heute morgen das Thema Eheöffnung für Homosexuelle abhandelte, soll Johannes Kahrs von der SPD – laut Focus-Online – gegen die CDU/CSU gefeuert haben: „Jahrelang hat sich die Union bei der Öffnung der Ehe quer gestellt.“ Kahrs, der für seinen ungewöhnlichen Umgang mit Mitmenschen bekannt ist, brüllt regelrecht in das Mikrofon. „Das ist erbärmlich und peinlich. Vielen Dank für Nichts, Frau Merkel“.

Ja, es ist richtig, dass das was Merkel als Bundeskanzlerin geboten hat, erbärmlich und peinlich ist. Homosexuelle wurden und werden für die Machtspiele ihrer Regierung missbraucht. Und sie lassen sich liebend gerne missbrauchen …

Dass Frau Merkel dann auch noch mit „Nein“ gestimmt hat, in der Hoffnung dadurch den Schaden bei den konservativen CDU-Mitgliedern in Grenzen zu halten und deren sukzessive Abwanderung zur AfD zu verhindern, spricht Bände.

Erbärmlich und peinlich ist aber auch die Diskussion, die rund um die Homoehe von der Bundestagsdebatte bis hin zu den Nannymedien geführt wurde.

Dies ging so weit, dass die „Welt“ in einem Artikel es als legitim betrachtete, Gegner der Homoehe in Zukunft als Untermenschen zu behandeln.

Um von den eigentlichen Problemen in diesem Land und dem sukzessiven Abbau unseres Rechtsstaates und der Demokratie abzulenken, wurden innerhalb weniger Tage mehr Bastionen des gesellschaftlichen Friedens zerschlagen als in der Vor-Merkel-Zeit in einem ganzen Jahr.

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tellerrand

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[…] Berger) Im Zusammenhang mit der Abstimmung des Bundestags über die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare, passierte etwas, das unter normalen Umständen eigentlich gar keiner Notiz wert gewesen […]

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[…] komplett mithilfe der Ideale der Gender- und Queertheorien umbauen soll. Die Öffnung der Ehe für alle in Deutschland ist dabei für diese Queeriban keineswegs eine Anpassung an die heteronormative […]

Dichter Tatenlos
Gast
Dichter Tatenlos

Raffiniert ist sie ja, die FDJ-Sekretärin. Und sie hat ja auch dagegen gestimmt, loben manche. Zwar hätte sie den Koalitionspartner bremsen müssen laut Vertrag. Aber für das depperte Durchschnittsschäfchen reicht so ein Manöver.

Der nächste Schritt ist die öffentliche Zulassung der Vielehe. Nach Recht der Scharia.

Merkel will die BRD des Grundgesetzes zerstören. Und Millionen Wähler machen mit. Klingt verrückt? Ist es ja auch. Deutsche Wirklichkeit.

Mister Musel
Gast

Hat dies auf Musel's Blog rebloggt und kommentierte:
Altparteien abwählen !

Brainfucker
Gast

Habe mich in meinem neuen YouTube-Video auch mit dem Thema beschäftigt und es aus der Sicht eines konservativen (heterosexuellen) Christen beleuchtet:
https://youtu.be/Q7ce70x-djE

Edeltraut
Gast
Edeltraut

„Ehe für Alle“ umfasst rein sprachlich eben nicht NUR Ehen zwischen gleichgescchlechtlichen Partnern.

Das legalisiert demnächst die Polygamie, die Kinderehe, die Verwandtenehe uvm, was den Muslimen durchaus gefallen dürfte, schließlich sollen wohl alle muslimischen Politiker mit „ja“ gestimmt haben.

Abgesehen von der so genannten Homoehe wäre das nämlich alles mit der Scharia konform.

KleineErbse
Gast
KleineErbse

Und jetzt noch ein Wort für David Berger: David Berger denkt.
Stellt Euch das mal vor, Ihr Relativierungsspezialisten.

Der Mann denkt nach. Und was er denkt, höre ich mir an. Weil er denkt., Und weil man das erkennen kann.
Ein Mensch, der nachdenkt, dem stehen alle Türen offen, der findet Gehör.
Die Gefängnisse, in die Ihr Relativisten Menschen einsperren wollt, entlarven Euch.
Gott sperrt niemanden ein, niemanden der denkt.
Merkt Euch das.

KleineErbse
Gast
KleineErbse

Die Milliarden, die sie den Armen abgenommen haben, müssen verteilt werden, an jeden der unsere Grenze übertritt und an jeden, der auch sonst welche übertritt, denn das Grenzen Übertreten ist jetzt heilig.
Nur Einer macht nicht mit, der, der alles erschaffen hat. Verlasst Euch drauf.

Ursel
Gast
Ursel

Letztendlich ist diese Sehnsucht nach „Ehe für alle“ die Sehnsucht nach Gott. Nach der letzendlichen Lebenserfüllung, nach dem Sinn des Lebens und das erhofft man sich eben durch den richtigen passenden Partner. Romantik, Abenteuer, Aufregung, Bestätigung, Trost, Halt, Gemeinsamkeit, Niewiederalleinsein .. Begehrtwerden, Versorgtwerden, Verschmelzen, Einswerden., aufregende Sexualität, Verfügbarkeit. Die Ehe war eine exclusive Verbindung auf lebenslang angelegt. Treue, Stabilität, Verlässlichkeit. Und: Kinder. Nun, natürlich, warum sollten sich homosexuelle empfindende Menschen nicht danach sehnen dürfen – sie vielleicht sogar noch viel mehr, weil sie sich ja tatsächlich aus der „Schmuddelecke“ freikämpfen mussten und sicherlich auch oft darum, dass man sie als… Mehr lesen »

Mark
Gast
Mark

OMG, wie schlimm, ein Gesetz für eine Minderheit. Tja, schade dass die Minderheit durch eben dieses Gesetz dann keine Minderheit mehr ist, weil die Abgrenzung Ehe – Lebenspartnerschaft und damit die Markierung von vertraglich geschlossenen homosexuellen Partnerschaften als Minderheitsenlebensmodell nicht mehr besteht. Die Mehrheit ist grösser geworden, das sollte doch ein Grund zur Freude sein? Jemand, der mit dem Grundgesetz gegen Facebook angehen will, sollte sich vielleicht einmal Gedanken über den Inhalt desselben machen? Ich empfehle http://www.verfassungsblog.de/blogposts/ Im Übrigen gibt es tolle Analysen, warum Merkel das gemacht hatn es ist ja keineswegs so, dass sie wirklich die Meinung geändert hat… Mehr lesen »

Ingrid Jung
Gast
Ingrid Jung

Den ganzen Tag im Radio und im Fernsehen, laufend Berichte über diesen schrecklichen Gesetzesentwurf ,,Ehe für Alle“ . Es hat sich angehört als hätte Merkel den Text selbst verfasst und über den Ticker verbreitet. Das ganze war wie ein Hype um die Bevölkerung zu verblöden und von dem schlimmen Entwurf gegen die Meinungsfreiheit abzulenken. Da wird verbreitet, einstimmig, bis auf 4 Enthaltungen. Das soll Merkels Macht demonstrieren, hätte man nicht die Möglichkeit gehabt einfach mit nein zu antworten. Was werden wir bis zur Wahl noch alles geboten bekommen.

Katarina Freitag
Gast

Gruppen Ficken Per gesetzt , Deutschland ist Tief gefallen

Wolf Köbele
Gast
Wolf Köbele

Demnächst Ehe auch für Nekrophile, Pädophile, Koprophile, SadoMaso, 60Geschlechter etc.pp Alles andere wäre Diskriminierung von Minderheiten. Polygamie und Inzest nicht vergessen!
Und jetzt kommt das Leihmuttergesetz! Geht so: Frau trägt Kind aus, das einander unbekannte Menschen in vitro gezeugt haben, und gibt es dann dem Paar xx oder xy zur Adoption. Wieviele Krankenkassenbeiträge werden dafür fällig?
Dekadente kultur- und geschichtsfremde bildungsferne Abgeordnete beschließen Hauruck! etwas das Gesellschaftsgefüge Veränderndes ebenso wie das GG einfach so zur Disposition gestellt wird. Bei anderen Gesetzen müssen die Damen und Herren des Bundesgschwerls erheblich länger „nachdenken“. Dieser Staat „hat fertig“!

Dorothy Vallens
Gast
Dorothy Vallens

Ich bin ja weltanschaulich zu 99 Prozent mit Euch d’accord. Aber in diesem Fall nicht. Heute ist ein großer Tag für alle aufrichtig Liebenden. Selbst wenn die Hintergedanken der Strippenzieher weniger dem Wohl der Homos sondern der eigenen Agenda galten.

Als Zeichen gegen die Islamisierung ist das auch nicht verkehrt. Die Mullahs werden toben vor Wut, was derzeit in „ihrem“ Deutschland abgeht. Bitte gut den Turban festschnallen. Der könnte beim Dreieckspringen runterfallen.

Ibolya
Gast
Ibolya

„über den Tellerrand der Unterhose hinausschauen“ (David Berger) Was für ein gewagter Vergleich, ich musste herzlich lachen. Ich würde sagen: Über den Saumrand der Unterhose… 🙂 Oder: Über den Gummibund der Unterhose. Die meisten Homosexuellen ahnen nicht, was sie sich mit dem Bund der Ehe einhandeln: Ich bin vertrauenswürdig, denn ich will dich heiraten. Du bist mein Ein und Alles (soll heißen: mein Besitz), also heirate mich. Verwandschaft: Wer moralisch ist, heiratet. Und wann heiratet ihr? Du bist dann ja auch finanziell abgesichert. Wenn du mich nicht heiratest, verlasse ich dich. Und später: wenn du nicht … , lasse ich… Mehr lesen »

Heinz Maier
Gast
Heinz Maier

Ok, das Maulkorbgesetz hat keiner gemerkelt. Ansonsten soll wohl am Montag, morgens um 5,30 Uhr, über die Fragen Obergrenze und gehört der Islam zu Deutschland, abgestimmt werden.

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[…] Erika Steinbach MdB zur Debatte um die Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts, die heute morgen im Bundestag stattfand. Zugleich war sie die letzte Rede jener Frau, der man – egal wie man zu ihren […]

UweB
Gast
UweB

Hat man die Karte von Volker Beck etwa ROT eingefärbt? Am schönsten war es doch, wie Kauder fast vor Wut im Vorfeld geplatzt wäre. Jesus Christus wäre über ihn traurig gewesen. Die Sozialisations-Geschichte der Institution EHE hat in Deutschland eine sehr lange und ereignisreiche Entwicklungsgeschichte – aber eben eine eigentlich (….) Fortentwicklungsgeschichte. Heute ist man den Weg zu weniger Diskriminierung, Menschlichkeit und modernen Erkenntnissen endlich wiedermal ein Stück entgegen gekommen STATT rückwärtsgewandt. Warum sich die mehrheitlichen Heterosexuellen das Institut und den Begriff EHE für eben exklusiv Heterosexuelle reserviert hatten, habe ich nie verstanden. Wobei nicht alle Schwule und Lesben die… Mehr lesen »

Toni Keller
Gast
Toni Keller

Für mich war die Homobewegung immer Teil der Bewegung, die sich gegen alte Zöpfe wandte, und für die die Ehe entweder ein schlechter Witz oder ein Unterdrückungsinstrument war.
Teil der Bewegung die für die freie Liebe, die keinerlei staatlichen Segen oder gar staatlichen Zwang brauchte.
Unter diesem Hintergrund versteh ich nicht, wieso man, als Teil dieser Bewegung, bejubelt, wenn man auch selber nun in dieses Zwangskorsett, als das man die Ehe jahrzehntelang bezeichnete , eingezwängt werden kann.

Jürgen Fritz
Autor

Hat dies auf gaystream rebloggt und kommentierte:

Kerstin
Gast
Kerstin

Im Beitrag wird das eigentliche Problem meiner Meinung nach genannt: Die ad hoc getroffenen Äusserungen der Kanzlerin und die folgenden Ereignisse, die andere dann tragen müssen. Passiert ja nicht das erste Mal: Atomausstieg, “ Flüchtlings“- Entscheidung, „Ehe für Alle“. Keine falschen Hoffnungen: Die „Ehe für Alle“ ändert nicht die Einstellung der Menschen. Das ist ein Wahltrick, um andere nicht die Wählerstimmen bei der momentare Stimmung ernten zu lassen. Wichtiger ist ja wohl, wie sich in den nächsten Monaten und Jahren die Situation im Land ändert wird und wie sich das auf das Leben aller Menschen (inclusive Schwuler und Lesben) auswirken… Mehr lesen »

truckeropa66
Gast

Verweiße hier nur auf meinem Kommentar bei PP in dem Artikel Regenbogenfamilie!

Kirchfahrter Archangelus
Gast

War zu erwarten. Übrigens ebenso die „Nein“-Stimme der dialektisch geschulten ehemaligen FDJ-Sekretärin (gelernt ist gelernt): Dieses Ergebnis überhaupt erst möglich machen, aber selbst heuchlerisch mit Nein stimmen, um bei der Wahl wieder scheinheilig als schützende Über-Mutti der verstörten Konservativen auftreten zu können. Fadenscheinig, aber es wird bei genügend Menschen klappen, Mundus vult decipi, Sie werden sehen.

Carl Eugen
Gast
Carl Eugen

Wird heute nicht auch über das Meinungsfreiheits-Abschaffungsgesetz abgestimmt? Und ist es nicht das, was durch den Bohei um die „Ehe für Alles“ in den Hintergrund gedrängt werden soll?

WEISSE WÖLFE
Gast

Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

F.Feld
Gast
F.Feld

Der Bundestag sollte nun mit denselben „Argumenten“ wie die , für die EfA genutzten, abgeschafft werden! Der Status sogen. Abgeordneter ist eine offensichtliche Diskriminierung der Nichtabgeordneten- sowohl sozial wie auch finanziell.
Dies verstößt gegen den Grundsatz der Gleichheit und damit gegen die Menschenrechte!

Rückwirkend zur Selbstauflösung des Bundestages (hier bietet sich der Okt.2015 als symbolischer Termin an!) sollten den sogen. Volksvertretern alle Bezüge und Privilegien entzogen werden.