In einem Offenen Brief an Kardinal Marx, den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, fordert die EU-Parlamentarierin Beatrix von Storch (AfD): Wir fordern von Ihnen ein klares Zeichen zum Schutz der Ehe. 

Wir dokumentieren hier den Text:

Eminenz,

als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz haben Sie rote Linien zur AfD gezogen, als wir die Einhaltung der deutschen Gesetze und somit auch die Schließung der deutschen Grenzen gegen die illegale Einwanderung forderten.

Sie haben dadurch die katholische Kirche politisiert und Stimmung gemacht gegen eine junge demokratische Partei, die sich eindeutig zu den Werten des Grundgesetzes bekennt.

Wenn Sie aber zu Zeiten der Grenzöffnung politisch Stellung bezogen haben, müssen Sie jetzt konsequent sein und dürfen nicht schweigen. 

Vor dem Bundestagswahlkampf bekennen sich nun CDU und CSU zur Homosexuellen-Ehe. Die Ehe von Mann und Frau, ein heiliges Sakrament, soll in unverbindlicher Beliebigkeit aufgelöst werden. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel ist von der jahrzehntelangen Haltung der C-Parteien abgerückt, dass der Bund der Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden kann, man muss heute wohl schon ergänzen: zwischen nur einem Mann und nur einer Frau.

Größer kann die Diskrepanz zwischen den C-Parteien und der katholischen Lehre in einer Kernfrage des gesellschaftlichen Zusammenlebens nicht mehr werden.

Die Ehe zwischen Mann und Frau zu schützen, das war bis heute das letzte wirklich christliche Element der Christdemokraten. Auch das gibt es nun nicht mehr. Ausgerechnet die C-Parteien höhlen jetzt so elementare Fragen wie Ehe und Familie aus.

Lieber Kardinal Marx, Sie haben die katholische Kirche Deutschlands bereits unbotmäßig politisiert als es um die AfD ging. Dabei stehen wir uneingeschränkt und ausdrücklich zur Ehe. Wenn Sie im politischen Raum wirklich unparteiisch sein wollen, dann erwarten wir jetzt ein klares Zeichen zum Schutz von Ehe und Familie und eine klare rote Linie zwischen katholischer Lehre und CDU und CSU.

Mit freundlichen Grüßen

Beatrix von Storch

Brüssel, den 28. Juni 2017

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