Ein Gastbeitrag von Wolfram Ackner

Irgendwie werden die Nachrichtenredaktionen in Deutschland der Porno-Industrie immer ähnlicher.

So wie beim einsamen, Schwengel schwingenden Dauer-Pornokonsument ohne jede Erfahrung mit der Realität der falsche Eindruck entsteht, die Welt da draußen wäre voller geiler Luder mit straffen Monstertitten und Traumkörpern, die sich nichts sehnlicher wünschen, als sich so viele Yummie-Yummie-Dicks wie möglich bis zum Anschlag in den Mund zu stecken, dass Gesicht vollkleckern zu lassen und den ganzen Tag wollüstig stöhnend den Hintern in die Luft zu recken, …

… genauso entsteht beim unbedarften Nachrichtenleser der Eindruck, Deutschland besteht – bis auf eine Handvoll Ewiggestriger – aus Menschen, die sich endlich mehr Europa wünschen, mehr Unterstützung für Griechenland, damit der Euro gerettet wird. Die sich dafür einsetzen, dass „die Flüchtlinge“ sicher nach Europa kommen und ihre Familien nachholen können. Die dafür auf die Strasse gehen, die Energiewende voranzutreiben, damit die Schöpfung bewahrt bleibt. Die für das bedingungslose Grundeinkommen brennen.

Aber liebe Jungs und Mädels in den Nachrichtenredaktionen … Falls ihr euch je wundert, warum so viele Menschen ihr Zeitungsabo kündigen oder eure Einschaltquoten in den Keller schicken, hier ein guter Tipp:

„Bei einem guten Porno geht es darum, den zahlenden Konsumenten geil zu machen. Nicht den Kameramann, den Redakteur und den Drehbuch-Schreiber!“

Sonst ist euer klägliches, enttäuschtes Gejammer am nächsten Wahlabend wieder genauso laut wie das des jungfräulichen Pornojunkies beim ersten Real Life-Blümchensex …