(David Berger) „Sieg für die Meinungsfreiheit: Facebook hat sich nach Abmahnung durch Joachim Nikolaus Steinhöfel bei mir entschuldigt, den gelöschten Text wiederhergestellt und mich vorzeitig entsperrt. Vielen Dank an meinen Anwalt und an alle, die mich in Postings, Kommentaren und unzähligen persönlichen Nachrichten unterstützt haben! Die Freiheit siegt am Ende immer, wenn man sich für sie einsetzt!“

… schreibt der bekannte Fotograf und Journalist Markus Hibbeler gerade eben auf seinem Facebookprofil. Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an ihn und seinen Anwalt, Nikolaus Steinhöfel, dass sie dieses nachgeben von Facebook erreicht haben.

Auch das Motto: „Die Freiheit siegt am Ende immer, wenn man sich für sie einsetzt!“ ist völlig richtig.

Aber mir stellt sich jetzt schon die Frage: Wie viele werden tagtäglich durch die politisch einseitige Zensurbehörde bei Facebook gesperrt? Davon viele, die nicht die Energie, nicht die Zeit und auch nicht das eventuell nötige Geld haben, um mit einem Anwalt gegen Facebook vorzugehen, eventuell sogar einen längeren Prozess mit dem sozialen Netzwerk durchzufechten – psychisch, zeitlich und finanziell.

Kann man Facebook nur noch unter Wahrung seiner Menschenrechte benutzen, wenn man sich einen prominenten Anwalt leisten kann?

Oder viele Freunde und Fans hat, die bei einer Sperrung einen Sturm der Entrüstung lostreten, der bei Facebook Angst um einen weiteren Gesichtsverlust auslöst?

7 Kommentare

  1. Ich halte es für verantwortbar und moralisch geboten, daß Rechtsanwälte wie Herr Steinhövel den Mandanten gegen Meinungszensur nur die Honoraransätze verlangen, die ihnen die Gerichte zubilligen im Gewinnfalle!
    Überhöhte Honorare, die von den Ggerichten nicht erstattet werden, sollte ein Herr Steinhövel nicht verlangen, um selbst in dieser Beziehung glaubwürdig zu bleiben!

  2. Mich hat FB drei mal drei Tage gesperrt und mitlerweilen rausgeschmissen und mein Konto geloescht. Den Grund konnte ich nicht erfahren und auf Anfragen diesbezueglich verlangten FB eine fotocopie meines Passports (laut lach!) Ich bin Freelance Journalistin, franzoesischer Nationalitaet und auf US, Deutschen und Franzoesischen FB Foren taetig und oft an den Landestellen der Migranten in Italien anwesend von wo aus ich Berichte und Photos auf FB lud, also Tatsachenberichte die offensichtlich veraergerten. Auch hatte ich Artikel vom New Yorker Gatestone institut ueber Merkel’s
    zerkauten Rautenfinger uebersetzt und runtergeladen was dem Maas Maennchen sicher sauer aufgestossen ist der die vormals stolzen Germanen zu Zombies machen will was ihm sichtbar gelingt. Es hat leider nicht jedemann die moeglichkeit juristische gegen FB vor zu gehen.

  3. Ich habe am 3.12.2015 auf der Facebookseite „ZDF heuteplus. @heuteplus“ den folgenden Kommentar geschrieben:
    „ZDF heuteplus Ich halte das mit der Netiquette für so verlogen! In Paris gibt es eine Straße namens Boulevard Voltaire. Aus Verehrung gegenüber diesem Mann ist diese Straße so genannt worden. Jeder weiß, daß Voltaire von allen unkirchlichen und gottlosen Franzosen für ein großes Vorbild und für einen Helden gehalten wird. Nun hat aber Voltaire (Pseudonym von Francois-Marie Arouet) (1694-1778) immer wieder gesagt: „Ecrasez l’infame!“, was auf deutsch heißt: „Rottet die Infame aus!“ Mit der „Infamen“ meinte er die katholische Kirche. Und das ist wenige Jahre später in der Französischen Revolution (1789-1799) blutig ausgeführt worden. Hunderttausende von Katholiken sind bestialisch ermordet worden. Und dieser ruchlose Verbrecher Voltaire wird bis zum heutigen Tag weltweit verehrt und gefeiert. Welch eine Sauerei! Was für ein Verbrechen! Aber das ist nur ein Beispiel von vielen. Auch Martin Luther (eigentlich Martinus Luder) (1483-1546) hat seine Anhänger zur Ermordung des Papstes, der Kardinäle und aller von ihm als Papisten bezeichneten Katholiken aufgerufen. Und da kommt Ihr von den Zeitungen, den Zeitschriften und den Fernsehsendern daher und verlangt von den Lesern, den Zuschauern und den Kommentatoren braves Verhalten. Verlogener geht es nicht! „Bitte halten Sie sich an unsere Kommentarrichtlinien und bleiben Sie sachlich!“ „Alex, wenn Du hier andere User beleidigst, löschen wir das. Bitte halte Dich an unsere Netiquette (…)“. Mit solchen Aufforderungen wollt Ihr verhindern, daß die Konservativen, die Reaktionären, die Frommen und die Fundamentalisten ihrer berechtigten Wut Ausdruck verleihen. Das soll Euch nicht gelingen!“

  4. Genau,die tausend anderen ,sie keinen Herrn Steinhöfel beauftragen können,werden weiter gesperrt und ihrer Meinungsfreiheit beraubt.Das ist leider kein Sieg,für mich ,nur ein siegchen für eine Person,mit geringer Aussenwirkung.Aber ein gutgemeinte Versuch und ich finde Herrn steinhöfel gut.

  5. Dieses ganze Getue der Maas Gesetze, dient nur der Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Merkwürdig ist es ebenso, das bei Flüchtlingen keine Handydaten abgerufen werden dürfen, bzw. die Spracherkennungssoftware Israels nicht eingesetzt werden darf aus Datenschutzgründen. Wir alle aber von Laien und politisch linksgerichteten, ohne Skrupel die Kommentare mit gelesen werden dürfen, wir gesperrt werden dürfen und notfalls sogar eine Anzeige droht. Wo bleibt hier das vielzitierte Datenschutzgesetz, abgesehen von der Meinungsfreiheit? Wir lassen uns inzwischen doch wirklich alles gefallen, wirklich alles.

    • Ja, so ist es! Und ich sage es nochmals und wieder: solange wir Deutschen nicht öffentlich, sichtbar, merkbar und unüberhörbar protestieren, werden sie weitermachen. Uns, dieser Generation ist leider alles abhanden gekommen, was die Demokratie hergibt. Aus Faulheit, aus Sättigung, aus Ignoranz, warum auch immer. Und deshalb werden wir auch all die Konsequenzen in Zukunft ertragen und hinnehmen müssen, weil wir uns nicht gewehrt haben. Ja, Parallele zum Nationalsozialismus, aber „andersherum“. Wir sind die „Juden“ von heute, aber keiner will das wissen!

  6. Nichts für ungut. Die sperren täglich vielleicht Tausende oder mehr. Und bei einer einzigen Person, bei der Druck ausgeübt wird, geben sie halt nach. Vermutlich wird Facebook demnächst interne Listen führen: Personen, die man besser nicht mehr sperrt, weil die Widerstand leisten. Den überwältigenden Rest werden sie weiterhin sperren.

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