Ein Gastbeitrag von Frank Jordan

Zwei Begebenheiten. Ein Abend bei Freunden. Man hatte gerade mit Essen begonnen, als einer der beiden Jungs (6) mich fragte, ob ich mir sein „Bobo“ (Schweizer Kleinkinder-Jargon für Beule, Wunde) ansehen wolle. Ich war hungrig, beschäftigt mit dem Tellerinhalt und verneinte die Frage. Ich weiß nicht, wie viele Sekunden verstrichen, bis mir die eklatante Abwesenheit von Geräuschen auffiel und auf dem dreckigen kleinen Bildschirm meiner sozialen Kompetenz eine Leuchtdiode im Panikmodus zu blinken begann.

Die Augen hebend blickte ich in die erstarrten Gesichter meiner Freunde. Als hätte ich ihnen vorgeschlagen, ihre Kinder mit der Gin-Flasche aufzuziehen oder sie künftig von Kamelpisse und gebratenem Sand zu ernähren. Der Junge, der die Frage gestellt hatte, die ganzen 1 Meter 20 dieses kleinen Menschen, schauten mich an wie ein kranker  Hund. Mir stockten Atem und Herz. Meine verbale Volte – „Also, zeig her die Beule“ – vermochte wohl beim Kind eine Art verstrubbelten Triumphs hervorzurufen, trug aber nur wenig dazu bei, die Stimmung ärgst gedämpfter Euphorie zwischen uns Erwachsenen nachhaltig zu heben. Es wurde ein kurzer Abend.

Zweite Begebenheit: Der Sohn eines Bekannten (9) spielt begeistert Fussball in der Schulmannschaft. Während eines Trainings stand eine Übungseinheit auf dem Plan, die er – aus welchem Grund auch immer – nicht gut meisterte. Der Trainer, ein Typ Anfang 30, der seine ganze Freizeit mit Begeisterung in den Club steckt, stippte dem Jungen beim Vorübergehen mit den Notizen, die er zusammengerollt in der Hand hielt, auf den Kopf und sagte: „Was ist eigentlich heute mit dir los?“. Diese Aussage hatte Weinkrämpfe, Trainingsverweigerung, unzählige Deutungs- und Erklärungsversuche der Eltern und ein Gespräch mit dem Trainer zur Folge.

Ja – was ist eigentlich hier los? Ich oszilliere zwischen Fassungslosigkeit, Mitleid und verbalem Amoklauf wider solchen Beschiss. Was soll das, Leute? Das Leben ist keine geruch-, geräusch- und gefahrisolierte Gummizelle, an deren Wände man Bilder einer Wirklichkeit pinnt, die es so nicht gibt. Das weiß jeder von euch.

Warum also tut ihr das euren Kindern an? Warum organisiert ihr ihnen eine Dauerkomfortzone und degradiert sie zu Schmalspur-Menschen indem ihr ihnen einen vollkommen abgehobenen Glauben an sich selbst und an die eigene Rolle in der Welt eintrichtert?

Woher diese Wahnidee vom perfekten Leben, vom perfekten Menschen in einer perfekten Welt, die sich früher oder später als Betrug herausstellen wird, und die zuallererst Selbstbetrug ist? Der Widerspruch in der heutigen Mode-Doktrin in Sachen Erziehung ist gigantisch. Die Kinder sollen Kinder sein dürfen, heißt es, der Ernst der Lebens komme noch früh genug. Mit dieser Begründung werden Kinder und Jugendliche von Leistung, Konkurrenz, von der Möglichkeit des Scheiterns, von Regeln des Zusammenlebens im allgemeinen und von solchen des Anstands im Besondern abgeschirmt.

Es gilt: Alles ist toll. Und es ist deshalb so toll, weil das Kind so toll ist. Der Druck, wunderbar zu sein und alles wunderbar zu finden und Spaß zu haben, ist gigantisch. Vor allem deshalb, weil Scheitern, Aufstehen, Weitermachen zum letzten Mal beim Laufenlernen erlaubt war.

Danach ist es keine Option mehr.  Denn: ein perfekt betreutes Kind kann nicht scheitern. Aber: Ein perfekt betreutes Kind ist kein Kind. Es ist Sklave eines Kuschel-Totalitarismus, der jeden Existenzbereich überwacht. Der vorgibt zu lenken, zu erziehen, zu trösten, zu behüten, zu motivieren, zu beraten, zu vervollkommnen und zu schützen, während er in Wahrheit besitzen muss.

Was den Kindern heute als Freiheit-des-Kindseins aufs Auge gedrückt wird, ist oft nicht mehr als ein totalüberwachtes räudiges Rasenviereck, auf dem sie betreut spielen dürfen.

Später dann pubertär aufsässig sein, gegen rechts demonstrieren und gegen Atomstrom, brutalst proletarischen Kaffee trinken und demokratische Brötchen essen, zwanzig Semester Kunstmarketing studieren, Plüschtiere verteilen und ihren Befindlichkeitsstatus auf zehn sozialen Netzwerken aktualisieren.

Freiheit reduziert auf die Integration in die Konsum- und Konsensgesellschaft und auf ein paar technische Gadgets moderner Einsamkeit. Alles ist erlaubt – alles, bloß nicht über die Mauer steigen und auf jene Seite gehen, auf der Eltern oder Staat keinen Zugriff auf einen haben. Wo einer scheitern könnte – ob echt oder bloß in den Augen der perfekten Welt, die er verlassen hat –  spielt dabei nur eine marginale Rolle. „Nur“ eine Berufslehre machen, das Studium selber finanzieren, finanziell zum elterlichen Haushalt beitragen, sich Dinge, die man sich wünscht zusammensparen, zu den richtigen Dingen die falsche Meinung haben, aus den Reihen der Mehrheit tanzen, sein eigenes Ding durchziehen auf eigene Kosten, einen Job annehmen, der nicht auf der nahrhaften Seite der Gesellschaft, also in Staatsnähe angesiedelt ist, selbst mal für andere zurückstecken, etwas wagen, versagen, es wieder wagen, es besser machen – dagegen sind die Gebote, obwohl unausgesprochen, knallhart. Wer solches tut oder zulässt hat als Eltern versagt.

Widerspruch und Betrug decken sich hier: Wir machen uns vor, noch nie in einer derart freiheitlichen Gesellschaft gelebt zu haben, in der jeder buchstäblich sein und tun und lassen kann, was er will. Die Jungen zuallererst. Aber das stimmt nicht. Es ist eine halbgare Freiheit, die einer lauwarmen Sicherheit gegenübersteht. Es ist weder Fisch noch Vogel – und es ist ganz sicher nicht das volle Leben.

Alles, was Kinder so lernen, ist, ein Toller und Tollen zu sein, ein Wunderbarer unter Wunderbaren. Ein Auserwählter unter Auserwählten. Eltern und später die Medien bestätigen es ihm jeden Tag.

In Bern haben letzthin die Studenten des staatlichen veterinärmedizinischen Instituts abseits ökonomischer und organisatorischer Realitäten den ganzen Betrieb lahmgelegt, indem sie in Streik traten und mit ihrer Klage von Überlastung an die Medien gelangten.

Das Engagement der Jungen, ihr politisches Bewusstsein wurden landauf landab gefeiert. Davon, dass während Tagen und Nächten die Tiere nicht mehr genügend versorgt werden konnten, die Boxen überbelegt waren, dass Intensiv- und Notfallstation zu wenig Personal hatten, dass die Ärzte und Pfleger Doppel– und Dreifachschichten absolvierten um die freiheitskämpfenden Jungen zu ersetzen – davon las man nichts. Es war eine tolle und mutige Aktion der Studierenden. Punkt. Und die Klinikleitung tat alles, um sich bei den Medien anzubiedern und den festen Personalbestand ruhig und bei der Stange zu halten. Schließlich steht Steuerknete auf dem Spiel.

Das soll Leben sein? Freiheit? Mut? Diese winderweichen utopischen Visionen von Engagement, diese armseligen risikolosen Aktionen auf Kosten anderer und auf charakterlichem Gnomenniveau?

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich mache nicht den Jungen einen Vorwurf, ich mache ihn den Eltern, die ihre Kinder sehenden Auges in ein Dasein als Unfreie führen, sie zu Konformisten unter dem schützenden Flügel einer dauerklatschenden Mehrheit machen und ihnen das, was Leben heißt, mit aller Liebe und nach bestem Wissen und Gewissen vom Leib zu halten versuchen. Das ist nicht fair, Leute!

Leben ist auch die unbegrenzte Fähigkeit des Menschen zu scheitern, wieder aufzustehen, es erneut zu versuchen, durchzubrechen, Dinge zu erleiden und das eitle eigenen loslassen und hergeben zu müssen.

Ansonsten bleibt es ein betreuter Raum, der sich in erster Linie durch die totale Abwesenheit von Freiheit auszeichnet. Ein Vakuum und kein Leben. Die Menschen von morgen konformistische Allesfresser – ungefestigt, unreif, labil.

Abgesehen von der Tragik, die solches für ein einzelnes Leben bedeuten kann, haben wir diesbezüglich zurzeit noch ein anderes Problem: Der „Ernst des Lebens“, vor dem man Kinder und Junge mit aller kraft zu schützen versucht, wandert gerade ein. Man muss nicht Verschwörungstheoretiker, Rechtsaußen oder Nationalist sein, um zu realisieren, dass die Menschen, die hunderttausendfach hier in Europa einwandern (durchaus gewollt, wie der auf der offiziellen Website der Europäischen Union publizierte Neuansiedlungsplan kundtut), aus Kulturen stammen, die solch dekadente Wunschwelten nicht nur nicht kennen, sondern sie auch verachten. Verachten müssen. Und die vor allem nicht planen, sich diesen auch nur im Entferntesten anzupassen oder sich darein zu integrieren.

So barbarisch es tönt: Sie oder wir wird es heißen. Oder anders ausgedrückt: Es ist nicht der Islam, das Fremde und teilweise Feindliche, das mich persönlich umtreibt: Es ist unsere eigene Schwäche und die Schwäche unserer Jungen, zu der wir sie verdammen.

Wir haben weder die Zeit, noch die Mittel, uns weiterhin um ökonomische und soziale Fakten zu foutieren um eines „guten Gefühls“ Willen und wir können es uns nicht leisten, eine Freiheit zu pflegen, deren kräftigster Ausdruck sich in einem LOL bei Watsapp und im Ausfüllen eines Antragsformulars erschöpft.

Tun wir es dennoch, dann betrügen wir uns und unsere Kindern nicht nur um das, was Leben heute sein könnte, sondern vor allem um unsere Zukunft.

***

Hier geht es zum Blog des AutorsFRANK JORDAN BLOG

Und hier zu seinem neuen Buch: Frank Jordan: DIE MINISTERIN

lichtschalg

44 Kommentare

  1. Ich will ja niemanden beleidigen, anecken oder ungute Gefühle hervorrufen. Aber ich habe das starke Gefühl und öfters die Erfahrung gemacht, das Eltern, vor allem alleinerziehende Frauen, ihre Kinder sehr gerne in die falsche Richtung verbiegen. Eltern, insbesondere Frauen, sehen ihre Kinder meistens wirklich als Teil von ihnen selbst an. Väter verschaffen den Kindern öfters Freiheiten, ohne Vater jedoch sieht es oft wirklich totalitär im Kinderzimmer aus. Dann kommt das mangelnden Selbstwertgefühl der Eltern dazu, wo man selber perfekt ist und wenn nicht es verdrängt wird. Die Kinder müssen perfekt, besser und überhaupt so sein wie die Eltern es selber sein wollen. Das stärkt das Selbstwertgefühl der Eltern, zumindest für ein paar Sekunden, dann soll das Kind den nächsten Kick besorgen. Wie viele Kinder werden zu Sport und anderen Tätigkeiten gezwungen, bis hin das der Junge zu einem Mädchen verbogen wird, damit es den Eltern besser geht. Natürlich weint das Kind dann, wenn es glaubt versagt zu haben und damit die Mama zu enttäuschen. Kinder lieben ihre Eltern von Natur aus, übernehmen Probleme und eben auch Wünsche, oft mehr als es gesund ist. Wer kennt die emotional geladene Aufforderung „na willst du nicht?? hmm?? komm probier es“ nicht von früher? Heute, wo einem die Medien allen unmöglichen Unsinn einreden, gibt es noch viel mehr was Eltern über ihre Kinder nachholen/ausprobieren wollen. Das beste ist immer noch, die Kinder einfach Großteils in Ruhe zu lassen, die kommen dann selber mit Wünschen und vorschlägen und zwar solchen welche sie wirklich wollen. Stellt sich heraus das es ein Unsinn war, haben sie zumindest gelernt das man sich irren kann und dafür die Verantwortung trägt.

  2. Ansatzweise absolut berechtigte Gedanken – leider ertragen die Wenigsten heute eine direkte und klare Konfrontation mit den gegenwärtigen Problemen.

    Den Glauben an Massnahmen (wie „Sondersettings“), die Menschen oder Situationen ändern und verbessern sollen, habe ich nahezu verloren. Erziehung (darf das Wort heute überhaupt noch benutzt werden?) beginnt in unseren Köpfen und unserem Verhalten, also laaange bevor der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt.
    (Ja, auch ich bin Papa und Primarlehrer noch dazu.)

  3. Leider stimmt das alles – als Lehrer sehen und sagen wir das jeden Tag! Kein Wunder, dass
    so viele von uns mit den Nerven fertig sind. Burnout lässt grüßen – ich weiß, wovon ich rede!
    Ich frage mich seit Jahren, wohin das führen soll (ganz bestimmt nicht zu etwas Gutem), aber
    leider ist es wohl die Folge des Lebens in der Wohlstandsgesellschaft. Natürlich möchte ich auch nicht
    in Armut leben, aber manchmal wünschte man sich schon ein Zurechtrücken der Maßstäbe!

    • Nun werte Lehrer, von denen ich das Gejammer schon seit Jahrzehnten höre, dann macht halt nach oben den Mund auf, anstatt nach untern (Schüler und Eltern) zu treten und die verkehrte Agenda auf jedem Elternabend und in jedem Elterngespräch zu verteidigen!
      Aber da hießt es dann, sofern der Lehrer und besonders die Lehrerin im persönlichen Gespräch, nach 4-5 Bier, sagt was er/sie wirklich denkt: „Ja das müssen die Eltern machen, ich kann da nichts machen! „

  4. Es gibt auch noch etwas dazwischen! Weder eine antiautoritäre Erziehung, welche hier pauschal jedem meiner Generation vorgeworfen wird, noch eure veralteten und geradezu brutalen Erziehungsmethoden sind richtig.
    Ein wenig mehr gesunder Menschenverstand würde einigen nicht Schaden, aber euer gehässiges Geschwätz macht das auch nicht besser.
    Ohjeh… der arme Autor hatte zwei schlechte Erfahrungen mit zwei Kindern, hat er selbst Kinder????
    Gem. Euren Aussagen müsste jeder hier so um die fünf Kinder und einen total autoritären Erziehungsstil haben.
    Sonst hätte er gar jein Mitspracherecht!
    Warum nimmt sich jeder das Recht heraus immer gleich alles zu bewertenn was seine Mitmenschen machen oder nicht machen? Hört ihr euch selbst eigentlich noch?
    Ich sehe hier Worte von scheinbar verbitterter Menschen welche selbstgefällig behaupten, dass früher alles besser war…..
    Wohin hat uns eure Generation gebracht?
    Die Welt ist ein Trümmerhaufen aus Kriegen und Argwohn. Die Natur ist am kaputt gehen, Tiere sterben aus, Menschen verhungern, Menschen und Tiere werden gequält…..
    und ihr ganzen, ach so wichtigen und hochgestochen schreibenden Menschen habt nichts besseres zu tun als unsere Erziehung zu analysieren?????
    Mein Gott wie wenig ihr in den Jahren eures Lebens gelernt habt.
    In eurer Zeit wurden die Kinder hart erzogen und zu was hat es geführt? Menschen wurden gejagt, gequält, eingesperrt, getötet.
    Brutalen Machthabern wurde blind gefolgt.
    Aber wir sind die blöden?
    Die ganzen Omas und Opas welche hier über die Erziehung ihrer Enkel lästern sollen sich mal fragen wie blind und manipuliert sie in jungen Jahren selbst waren. Tut nicht so als hättet ihr uns gerettet und wir machen es jetzt kaputt, es ist so einfach zuzuschauen und zu verurteilen, ihr habt eure Zeit gemeistert und wir unsere.
    Ihr habt es nicht geschafft, dass unsere Generation es sich noch leisten kann zuhause für seine Kinder zu sorgen und trotzdem genug Geld für die Familie zu erwirtschaften, Dann hat man mehr als ein Kind und überlebt ohne 2 Jobs nicht, darum gibt man die Kinder in die Kita. Dann wird gemotzt, dass man nicht selbst auf seine Kinder schaut. Geht man studieren um mehr zu verdienen ist das auch nicht recht und sitzt man dem Staat auf der Pelle geht das auch gar nicht. Entscheidet man sich für ein Kind verwöhnt man es ja sowieso. Was ist denn noch „richtig“?
    Ihr habt keine Ahnung vom Einzelnen und verurteilt alle. Und genau DIESE Denkweise war und ist noch immer euer grösster Fehler gewesen.
    Wir sind alles Menschen, wir sitzen alle im selben Boot.
    Leben und Leben lassen und ein wenig Vertrauen täte vielen hier gut.
    Allen einen schönen Tag und offene Augen sowie ein offenes Herz für die Zukunft.

    • Meine liebe Giola, nicht die meisten hier, sondern Sie verkennen was. Autoritär mit Rohrstock verlangt ieiner und erträumt sich keiner. Habe 5 Kinder groß gezogen, und auf Grund gewisser Umstände, sehr viel mit jugendamt und co zu tun.
      Das Leben ist nun mal jein Streichelzoo, und mit Fakten das jemand seinen Namen tanzen kann. Hat man nur schwer eine Daseinsberechtigung, wenn man H4 nicht als Beste Lösung sieht.
      Und ob und wieviel Kinder ideal sind, ist eine Hirnrissige Frage. Habe meinen versucht bei zu bringen zu sich Selbst und ihren Fehlern zu stehen. Und dasvdas Leben jicht nur Streicheleinheiten bietet haben Sie von Selbst mitbekommen. Und wenn ich dann zwangsläufig das weichgespülte Sozialpädagogische Gelaber hören musste, dann wundert kich garnichts megr.

    • Sie konstruieren hier einen Generationen-Gegensatz, der leider auch inzwischen weitgehend Realität geworden ist, für den Sie der/den älteren Generationen die „Schuld“ geben. Die Reaktion der Beschuldigten darauf ist damit „vorprogrammiert“.
      Ja, es funktioniert „vorzüglich“, das (von wem?) inszenierte Spiel von „teile/spalte und herrsche!“
      Cui bono (wem nützt dies)???

      • Ich gebe nicht den älteren Generationen die „Schuld“, sondern wollte damit verdeutlichen, dass wir unsere „Fehler“ oder „Versäumnisse“ tun und frühere Generationen Ihre getan haben. Denn genau die pauschalen Schuldzuweisungen an alle heutigen Eltern des Autors finde ich schlimm. Damit kommen wir nicht weiter. Und übrigens: Ich kann meinen Namen tanzen, habe nicht studiert, habe trotzdem einen sehr guten Job und schon unzählige dunkle Zeiten des Lebens erlebt, möchte daher auch nicht schönreden, dass das Leben ein Ponyhof sei. Ich erziehe sehr streng und mir ist wichtig die Realität auch den Kindern zu verdeutlichen (obwohl irgendwo Grenzen sind) und ich erlebe nur wenig Eltern die so sind wie in diesem Artikel beschrieben. Aber ich finde es nicht richtig, dass immer wieder geschrieben wird es sei sooooo schlimm mit der heutigen Erziehung. Genau wegen solcher Artikel fühlen sich viele Eltern unsicher was denn noch richtig ist und was nicht. Die früheren Generationen hatten zwar noch keine Dauerbeschallung der Medien, dafür konnten sie auch noch einfacher auf sich selbst hören ohne ungewollt bewertet oder verurteilt zu werden.

      • Nicht unbedingt die Erziehung selbst, denn das ist ja oft eine Sache der persönlichen Lebenserfahrung. Aber das Problem ist der Sozialpädagogische Hintergrund, Namens Jugendamt, Schulen usw.

      • @Gioia Balogh
        Dieses ständig auf sich Bezieherei, Mimosenhafte finde ich einfach belastend. Wie soll​ ein Autor der bestimmte Probleme beschreibt auf jeden einzelnen Fall eingehen damit sich nicht gleich irgendwehr auf den Schlips getreten fühlt.
        So viel Selbstvertrauen muss man schon mitbringen um nicht ständig die beleidigte Leberwurst zu sein.
        Es gab auch schon früher Helikoptermütter nur gab es damals noch keinen Extrabegriff.
        Ich kann davon ein Lied singen, aber das wirkliche Leben hat mir den Weg gezeigt wo es lang ging. Mit rumjammern wenn mal was nicht nach meiner Nase ging hätte ich mein Leben nicht bewältigt.
        Das Problem ist heute das man nicht kritisieren darf ohne das gleich irgenwer Diskriminierung schreit und andere den Mund verbieten will, was natürlich keine Diskussionskultur ist.

      • Ich finde es einfach schlimm wenn Probleme geschaffen und hochgebauscht werden welche aus dem Zusammenhang gerissen werden. Hauptsache man hat etwas zum rummäkeln. Warum können Grosseltern und Eltern ihre Kinder und Enkel nicht einfach unterstützen und begleiten sondern müssen immer vergleichen ? War und ist immernoch so. Das wollte ich den Kommentierenden sagen. Und warum kann der Autor sich nicht einfach über die beiden Geschehnisse auslassen sondern muss gleich alles in Frage stellen? Schreibt man über andere Religionen etc. darf man ja nichts mehr sagen ohne dass man gleich rassistisch ist und alle die sich angegriffen fühlen haben recht. Wenn ich mich aber zu solch einem Artikel in welchem wahllose Behauptungen aufgestellt werden äussere dann ist das gleich herumgeheult?
        Ich bin zwar Mutter, ehrlichgesagt kein grosser Kinderfreund weil mich solche Sachen wie der Autor beschreibt auch nerfen, da ich wie gesagt relativ strenge Ansichten habe finde ich schnell das ein Kind nicht gut erzogen ist. Jedoch musste ich in der kurzen Zeit als Mami auch lernen dass nicht alles so umsetzbar ist wie man sich das von aussen vielleicht vorstellt und dass wir Erwachsenen auch manchmal erkennen und akzeptieren müssen das es halt Kinder sind. Auch mal 5 gerade sein lassen muss auch gelernt sein.
        Auch wenn einige Eltern ihre Kinder zu sehr verhätscheln, leben wir trotzdem immer mehr in einer Kinder- unfreundlichen Welt. Erziehung, gerade in der heutigen Zeit mit den viel zu vielen Möglichkeiten, ist nicht leicht.
        Meine Tochter (4) darf kein Fernsehen, kein Handy, muss selbst aufräumen sonst kommt alles in den Keller, zieht sich selbst an, geht alleine zur Toilette, kriegt eine Auszeit wenn sie schreit und ich lasse sie auch selbst Erfahrungen sammeln was geht und was nicht, wenn ich eine Konsequenz androhe ziehe ich das auch durch, egal ob meine Tochter dann halt trötzelet.
        Aber wie einem die Leute ansehen wenn so was passiert, da verstehe ich wenn das nicht alle Eltern können.
        Sie wissen nicht wie viele, gerade ältere Leute, auch solche wie hier kommentiere, mir sagen ich sei zu streng.
        Da läuft man mit seinen trotzendem, schreiendem Kind durchs Dorf und die Leute sehen einem unverständnissvoll zu weil man ja so „hart“ ist. Aber mein Kind wird dafür hoffentlich nicht gleich vom Stängeli fallen wenn es mal sein „Bobo“ nicht zeigen kann.
        Aber das braucht Mut. Und genau die älteren Leute welche sich hier für meinen Erziehungsstil einsetzen sind es die den Kopf schütteln wenn ich dann Konsequent bin.
        Wer von allen hier nerft sich nicht wenn eine Mutter mit ihrer schreienden Tochter einmal quer durch den Supermarkt läuft. Vielleicht hat die Tochter vorher trotz Warnung wiederholt etwas angefasst was sie nicht sollte und die Mutter legt als Konsequenz die Tortelloni wieder zurück die die Tochter so gerne wollte.
        Ja mit 3 Jahren kann sich sowas auch beim erzogensten Kind ohne Vorankündigung in einem riesen Trotzanfall äussern.
        Würde ich nichts tun wär alles i.o. Meine Tochter würde dabei aber zu einem Kind wie vom Autor beschrieben (Ja für mich fängt es bereits bei solchen Sachen an!).
        Ich ziehe es jedoch durch, aber braucht man dann trotzdem noch eine Mlch und Brot oder sonst was, ist man gezwungen noch an die Kasse und zu bezahlen. Kommt es nun jedoch vor dass meine Tochter ihrem Unmut in aller Form Ausdruck vrleihen möchte, tobt es bis wir im Auto sind. Das muss im Trotzakter halt wo raus wenn man frustriert ist.
        Ich lasse mich von den verurteilenden Blicken der Leute nicht beeindrucken aber alle die, die hier schreiben man solle Konsequent sein, sollen das nächste Mal wenn sie sowas mitbekommen mal daran denken, dass die Mutter oder der Vater gerade etwas für die Erziehung seines Kindes macht und nicht die Leute nerfen will.
        Ich halte an meinem Erziehungsstil fest denn ich will meiner Tochter von Anfang an vermitteln dass es neben Spass, Freude und Liebe auch Regeln und Konsequenzen gibt.
        Das ist aber mein Antrieb und andere Mütter haben andere Grundsätze.
        Manchmal sehe ich andere Kinder welche praktisch alles dürfen, was ich so nicht akzeptieren würde. Ausserdem trotzen die auch nicht weniger als meine Tochter. Aber was ist nun besser? Alle haben wir unsere Kinder lieb, Vielleicht wird meine Tochter sich später nicht durchsetzten können weil ich zu streng mit ihr war oder die anderen Kinder können sich nicht durchsetzten weil sie keine Grenzen erfuhren.
        Ich kann nicht in die Zukunft sehen, der Autor übrigens auch nicht 😀, und ich weiss nicht ob die Kinder von heute, die Probleme von Morgen lösen können. Aber hier fängt das Problem bereits an, heute sind es noch Kinder, es ist nicht wichtig ob der „Bub mit dem Bobo“ oder der Junge mit der Fussballfrustration morgen einen 3. Weltkrieg, eine Wirtschaftskriese oder den Weltuntergang verhindern kann.
        Klar jedes Kind wird geprägt aber keiner kann sagen was später daraus wird. Es ist ok sich über die Betroffenen Erlebnisse aufzuregen, tu ich ja manchmal auch aber gleich den zukünftigen Weltuntergang oder die Rettung dieser in die Hände und Erziehung der heitigen Eltern zu legen???….

      • Gioia ich denke Sie sprechen was wichtiges an.
        Hat man heutzutage Kinder, so kommt man sich vor, wie auf dem Präsentierteller und alle Welt hat hohe Erwartungshaltungen an einen.
        Und darin unterscheiden sich die vermeintlich konservativen eigentlich nicht von den alles ist so cool Leuten, Unterscheiden tun sie sich nur in der konkreten Ausgestaltung der Vorstellungen wie das Kind zu sein hat.
        Erziehungsratgeber haben seit Jahrzehnten Hochkonjunktur und dazu suggerieren die Medien über die Kindersendungen auch noch was und wie ein gelungenes Kind drauf zu sein hat. Eine Mischung aus Mozart, Pele, Einstein, Sherlock Holmes mindestens. Überall wird an den Kindern herumerzogen, schon im Kindergarten dürfen sie nicht spielen, sondern werden überwacht, dass sie auch was lernen beim spielen.
        Ist das Kind einfach Kind, rümpft jeder die Nase, wie sie es beschreiben.
        Daher;: Lasst den Kindern doch die Kindheit und erlaubt den Müttern dafür der Garant zu sein, einfach indem sie da sind, die Mütter!

      • @Toni Keller
        Das mit dem Prasentierteller ist wieder so eine subjektive Sichtweise. Das gab es auch schon früher das bei bestimmten Kindern mal etwas genauer hingschaut wurde, wenn das Kind mal etwas anders war als von der Allgemeinheit erwartet.
        Erziehungsratgeber brauchen eigentlich nur die Eltern die immer alles anders machen wollen als sie es erlebt hatten und die „Härte“ als lästig empfunden haben und nicht als Zielführend und produzieren dadurch nur Weicheier.
        Die staatliche Erziehung ist wirklich zum ausrasten, deshalb ist es besonders wichtig das die Eltern wie schon unten beschrieben sich nach ihren Möglichkeiten unabhängig weiterbilden um den Kindern eine Hilfe zu sein, um einen selbständigen Abnabelungsprozeß zu gegebener Zeit zu fördern.
        Die Kindersendungen sind von der Ausgestaltung her reine Werbesendungen wer auf Werbung reinfällt ist auch nicht in der Lage mit den Kindern, je nach Alter mal korrigirend darüber zu diskutieren. Mal zusammen solche Sendungen schauen und mit kurzen Kommentaren versehen.
        Das mit dem Nase rümpfen ist auch wieder so eine subjektive Sache, wenn man nur das unangenehme Verhalten der Anderen wahrnimmt dann verstellt man sich die Möglichkeit das positive zu sehen. Rückblickend muß ich feststellen das es, speziell Vorgesetzte, gab die mich nicht leiden konnten und mich entsprechend schaden wollten und dazu gab es welche die das verhinderten. Das waren immer die Intelligentesten.
        Genauso ähnlich geht es jetzt einem Enkel, der ist aber schon so drauf das er einem Lehrer sagt das er am Schluss des Unterrichts, Philosophie, ein Feedback über seine Leistung haben möchte und darauf aufmerksam gemacht hat der möchte doch den Unterricht so interessant gestalten wie eine andere Lehrerin. Leider sterben die Lehrer die noch nicht Linksgrün verdorben sind immer mehr aus und das Konservative wird zum rechten Gedankengut erklärt und verteufelt
        Auch erkennt er schon den Blödsinn der auf den Wahlplakaten steht und analysiert diese. Mit 12 Jahren.
        Das mit den guten Müttern ist auch wieder so ein​ Vorurteil was, aus Sicht des Staates gern Ubernommen wird um besser die politischen Ziele durchsetzen zu können, Kindergarten, zahlende Väter usw.. ich habe aber beobachtet das heute die Väter schon so „entmündigt“ wurden das ihnen abgesprochen werden kann maßgebend an der Erziehung zu sein, deshalb wird dann den Müttern das Erziehungsrecht zugesprochen. Wenn heute beklagt wird das die Deutschen Söhne Weicheier sind dann liegt das wohl an der Erziehung durch „emanzipierte“ Mütter.
        Auch Väter können Kinder erziehen wenn man sie nur lässt, die stollpern nur über verhalten was bei Männern als negativ angesehen wird und die Unzulänglichkeiten der Mütter werden als Bagatelle angesehen.

    • @Gioia Balogh
      Wenn ich mir so Ihre Kommentare ansehe dann muss ich feststellen das Sie keinen roten Faden in Bezug auf Erziehung einhalten sondern den ganzen Weltschmerz niederschreiben.
      Auch der Bezug auf die Erziehung beinhaltet Widersprüche, die ich jetzt nicht einfach rausarbeiten möchte, das den Rahmen sprengen würde.
      Mir scheint Sie haben ein Problem die Blicke der Anderen zu deuten und beziehen sie negativ auf sich.
      Des weiteren haben Sie Angst davor bewertet zu werden oder sie denken es währe eine Verurteilung wenn man sie kritisch ansieht.
      Es ist vollkommen normal das man ständig seine Umgebung bewußt oder unbewusst bewertet.
      Sie haben auch Angst vor dem Vergleichen, warum, das ist auch ein normales Verhalten.
      Normales Verhalten Anderer mimosenhaft auf sich negativ zu beziehen deutet für mich als Laie auf ein nicht gerade gut entwickeltes Selbstbewusstsein hin.
      So ein​ Verhalten nervt Andere und auch den Betroffenen.
      Sie müssen sich nicht verteidigen in dem Sie die Omas oder Opas was unterstellen und damit angreifen,denn damit machen Sie gerade das was Sie meinen bei den Anderen zu erkennen.

  5. Heute wird doch jedes Kind, jeder „Flüchtling“, jeder ansonsten einer Minderheit zugehöriger mit Glacéhandschuhen angefasst. Wer seinem Kind einen Klaps auf den Po gibt, bekommt bereits Probleme. Also lassen es die Leute besser.
    Wenn eine 5jährige sich vor mich hinstellt (so ist es mir geschehen) und sagt: „ich will Geld“ und ich ihr keines gebe, werde ich von den Großeltern angegriffen und keiner versteht, warum ich dem Gör kein Geld zustecke. Die Kinder werden verweichlicht, glauben, dass sie immer ihren Willen durchsetzen können und das Geschrei ist groß, wenn sie ab und zu mal dann doch nichts erreichen.
    Man tut den Kindern keinen Gefallen damit, denn irgendwann holt sie die Realität ein. Genauso ist es mit den „Flüchtlingen“. Dank Merkel in Massen in unser Land eingefallen, glauben viele Ausländer, dass sie auch ohne Bildung und Beruf hier ein Auskommen auf unserem Niveau haben werden. Obwohl H4 in unserem Land mehr ist, als sie meistens in ihren eigenen Ländern erreichen, werden sie bald neidisch, wenn sie sehen, was die „schon länger hier Lebenden“ haben.

    Man sollte nie Realität mit Wunschdenken verwechseln. Das tut im Allgemeinem absolut NIEMANDEM gut.

  6. Ohne Gott und Sonnenschein,bringen wir die Ernte ein!so war der Osten und die Erziehung war schlimm,aber heute István viel schlimmer.DueLinksverdrehten,mit Humanismus durchdrungenen,von Luxus verdorbenen Eltern,Erzieher ,Lehrer usw-alles von der Politik gefördert,von den Globalisten Firmen gesponsert sollen einen gottlosen Sklaven herbringen,der macht was der Staaaat will und damit meine ich nicht den Nationalstaat.Ich bete,das das Internet wieder verschwindet und ich meine das ernst!Die Probleme mit der islamischen Invasion wird viel ändern-auch in der Kindererziehung.

  7. Die hier realistisch aufgezeigte Misere hinsichtlich der Rundum-(V)Erziehung des Nachwuchses und deren für alle Betroffenen und deren Umfeld dauerhaft belastende Folgen, sind ein weiterer Mosaikstein hin zu einer genau so von den Herrschafts-Eliten gewollten Welt von fortgeschritten verblödeten, lebensunfähigen, desorientierten, und damit leicht(er) manipulierbaren menschlichen Lebewesen. (Wie) können diese die unausweichlich bevorstehenden gravierenden Wirtschafts- , Sicherheits- und existentiellen Lebenskrisen überstehen?

  8. Oh ja das kenne ich auch. Ein Enkel, habe fünf davon , geht in eine Schule wo Gewalt auf dem Schulhof nicht nur verboten ist, sie nennt sich sogar gewaltfreie Schule. Wer dagegen verstößt wird mit Unterrichtsstunden zu geschüttet, die ein gewaltfreien zusammenleben, vorgaukeln, bzw. ein Anti-aggressionsprogramm ist dann eine Pflichtveranstaltung, in der Schule wohlgemerkt. (3.Klasse)Die neueste Nachricht von diesem Enkel, er muß zum Psychiater, nicht weil er aggressiv ist, sondern weil er im Grunde schon fast lebensunfähig ist. Er traut sich nichts zu, läßt lieber andere manchen bevor er selbst eingreift und hat kein Kontakt zu anderen.

    • Das ergibt in einigen Jahren den besten Wähler für unsere Politikerkaste.
      Untätig sein und ggf. nachplappern, – sehe ich bereits in meinem Umfeld.
      Verantwortung in allen Bereichen abgeben, weil man sie zu tragen – für sich u.a. – nicht mehr in der Lage oder bereit ist.
      Aber gerne und oft passend in Szene setzen.

      Irgendwann jedoch erzieht sich der Mensch allerdings auch ein Stück selber.
      Als ich mit 12 Jahren seinerzeit in´s Internat ging machte ich zusätzliche Erfahrungen die mir bei meinen Eltern und aus meinem bisherigen Umfeld unbekannt waren. Sowohl positive als auch negative. Daran bin ich richtig gewachsen.

      Ergo kommt bei solchermaßen lebensumfähigen und stromlinienförmigen Menschen noch der Unwille dazu das eigene Selbst stetig zu hinterfragen und am Alltag auch der Anderen zu messen. Reine Opfer ihrer Eltern sind das also auch nicht. Keine Ausreden.

      Da kommt eine Menge zusammen bevor ein erwachsener Mensch derartig verschleiert auf (seine) Welt blickt.
      Mein Mitleid hält sich entsprechend in sehr engen Grenzen.

      • Da haben Sie völlig recht. Aus diesen Kindern können nur stromlinienförmige Wähler werden und das ist beabsichtigt. Nicht denken sondern nur dumpfes ankreuzen. Der Trend in Deutschland geht darauf hin, man muß sich nur die Jugend heute anschauen. Und selbst die Hetze gegenüber den eigen Eltern. Plakat Frau Schwesig:“„Counter speech kann jeder, der mal Teenager war. Wer den Eltern schon mal seine ehrliche Meinung gesagt hat, ist bestens gerüstet für aktive Antidiskriminierung.“https://www.welt.de/politik/deutschland/article164307442/100-Millionen-Euro-fuer-Demokratie-Projekte-doch-was-bringen-sie.html

  9. Meine Oma war eine von elf Geschwistern, mein Opa hatte sieben. Noch in der folgenden Generation war das Einzelkind eher die Ausnahme und oft keine freiwillige Entscheidung. Das hieß aber auch, dass Zeit und Kraft der Mutter (der Eltern nach Feierabend des Vaters) durch die Anzahl der Kinder geteilt werden mussten. Die schädliche Überbehütung und -verwöhnung war gar nicht möglich. Die älteren Kinder mussten auch mal alleine klarkommen, und natürlich mussten alle im Haushalt helfen und auch die kleinen Geschwister betreuen. Das sieht heute anders aus. Die Folgen: vom überverwöhnten und verzogenen Gör bis zum „Schutzraum“ für die hypochondrischen Schüler und Studenten. Eine wehrlose Generation von Schwächlingen, die nur noch in betreuten Schutzzonen überleben kann.

  10. Sehr wahrer Artikel Herr Jordan.Ich erlebe das ganze Disaster der“ Verziehung“ gerade bei meinen Enkeln.Mir blutet manchmal das Herz,wenn ich sehe wie die Kinder heut zu Tage zu völlig unselbstständigen,keine Grenzen mehr einhaltenden,aber dafür „toleranten,weltoffenen,“ Konsumwesen verzogen werden.Da bin ich dann immer froh,das ich „nur“ die Oma bin.

  11. Herzlichen Dank für diesen Beitrag! Mein Mann und ich dachten immer wir wären die Einzigen, die das so sehen. Ich wurde Anfang der 70er geboren und war im Gymnasium ein Revoluzzer und somit quasi eine Einzelgängerin, ich wollte mich schon immer von dem Mainstream abkapseln und MEINE MEINUNG äußern. Später im Leben stellt man dann fest, dass man sich ein Stück weit anpassen muss um zu überleben um dann wieder später festzustellen, es ist doch nicht nötig und man wird wieder zum Revoluzzer. Mein Sohn, zwischenzeitlich 14, wurde, ich nenne es mal ,“ehrlich“ erzogen. Wenn das Bild das er gemalt hat einfach scheußlich war, kann ich ihn doch nicht noch positiv darin bestärken so weiter zu machen. Wir haben ihm also ehrlich gesagt, dass das Bild, nicht schön ist. In den ersten 4 Schuljahren ging er in eine Montessorischule, oh je oh weh, egal wie schlecht die Arbeiten auch waren, alles war eitel Sonnenschein – so funktioniert die Welt aber nun mal nicht und selbst er fand das damals schon daneben und wollte unbedingt in eine, wie er sagte „normale Schule“ nach der 4. Klasse. Mittlerweile ist er in der 8. Klasse einer Realschule, vorher war er im Gymnasium (das konnte wirklich keiner von uns ertragen) und findet das Schulsystem, egal welches und vor allen Dingen unsere Lehrer nur noch daneben. Ich kann mich da nur anschließen, zu was die Kinder erzogen werden sollen macht einem wirklich Angst und die Mehrheit der Eltern merkt es noch nicht einmal.
    Ich kann nur immer wieder feststellen, dass ich mich unendlich hilflos fühle, wenn ich auf die Welt und deren Entwicklung blicke, egal um welchen Bereich es auch geht. Ich denke, das kann doch nicht sein, ich muss doch aus dem Alptraum irgendwann aufwachen?!

    • Das mit dem Gymnasium ist so eine Sache, von der 4. Klasse einer normalen Schule in die 5.Klasse des Gymnasiums da gibt es massenhaft Stress. Von einem Enkel, jetzt 6. Klasse, die Eltern machen praktisch noch einmal ihr Abi. Ich selbst mal studiert muss mich auch erst mal in die neuen Lernmethoden reinlesen, weil die teilweise ganz andere Lernwege gehen und mit meinen damals gelernten Lernwegen würde er glatt auflaufen.
      Wenn Eltern da nicht mit halten können oder wollen da sieht es ganz traurig aus, selbst bei Einzerschüler der Grundschule.
      Ein Mitschüler des Enkels ist dadurch total abgesoffen, weil die Eltern da nicht aufgepasst haben obwohl die eigendlich gebildet sind.
      Mit dem dazwischenreden von den Ämtern ist es heute, auch schon in den 90iger Jahren schlimmer als zu DDR Zeiten, wenn es nicht grade politische Probleme waren. Als Alleinerziehender brauchte man keine Angst im Allgemeinen haben und Denunziationen auf dem Gebiet des normalen Erziehens gab es nur selten.
      Mein Nachwuchs hat sich schon mal auf dem Schulhof geprügelt oder es gab mal einen Eintrag aus anderem Grund, hab ich ignoriert, das wars.
      Bei meinem Enkel wurde in der Jetztzeit gleich eine Persönlichkeitsstörung draus gemacht von den unfähigen Lehrern.
      Der Kinderpsychologe der dann mal aufgesucht wurde um nicht in Ungnade zu fallen, war gestörter als seine Patienten.
      Jetzt auf dem Gymnasium glauben die nicht das da auf der Grundschule mal was war. Das ist aber nicht der Erfolg des Seelenklempners sondern einfach die normale Entwicklung und Erziehung von zu Hause. Den Stress der von den linksgrünen Lehrern ausgeht muss man erst einmal aushalten, um dem Kind nicht das Kreuz brechen zu lassen. Was heute mit Vorliebe vom Staat gemacht wird.

  12. Und wieder sind die Eltern schuld!
    Finde das unfair, extremst, weil so einfach ist es nicht!
    1. Haben in allen Kulturen war es so, auch und wenn es teilweise sehr krude ausgeformt war, dass Elternsein das Normale war, dem die NIchteltern zuzuarbeiten hatten.
    2. haben wir eine Kultur gebaut in der das NIchtelternsein als gute Norm steht und die Eltern müssen begründen warum sie eigentlich so was klassisches, altmodisches leben, wie eine Familie.
    3. Sobald man und das lässt sich einfach nicht vermeiden, mit „studierten“ Pädagogen zu tun hat, wird den Eltern vermittelt, dass was absolut nicht als Richtschnur taugt ist der gesunde Menschenverstand.
    4. Sollte sich jemand gegen die unter 3 genannten Personen dennoch argumentativ behauptet, werden ihm solange spezialgelagerte Sonderfälle als Norm um die Ohren gehauen, bis er aufgibt.
    5. ja diese Haltung „Kind du sollst es mal besser haben!“, die auch noch allenthalben gefördert wird, führt dazu, dass wir ungemein viele junge Leute haben, die irgendwas studieren, aber kaum jemanden der ein Klo richtig setzen kann. oder
    6. sich auf Malle besser auskennen als um die Ecke.
    Weil das so ist, fehlt der natürliche Umgang mit den KIndern, und wir haben es mit einer erschreckenden Luxusverwahrlosung zu tun, aber wie gesagt es sind nicht nur die Eltern, auch und weil die jetzigen jungen Eltern auch schon Krippen- und Hort betreut wurden, pädagogisch wertvoll in Tutorstunden und Besuch bei ProFamilia, Rrojekttagen, Freiarbeit und vielen Präsentationen als Leistungsnachweise ausgebildet wurden, es also gar nicht besser wissen.
    Übrigens deutet sich das alles, für den der es wissen wollte, seit Jahrzehnten an.
    Ich kenne einen Fall da haben sind die halbwüchsigen Kinder in eine Betreuungseinrichtung der Kommune eingebrochen und haben darin alles verwüstet, gründlichst, die Einrichtung musste grundsaniert werden.
    Als das Ganze ruchbar wurden, hat der zugehörige Vater, der das sonst nie tat, seinen Sprößlingen eine Ohrfeige verpasst. Man möge raten, welches Verhalten problematisiert wurde!

  13. Die Droge des „alles muss supercool und megageil“ sein, ist bis zur völligen Hirnerweichung in die Köpfe der Smartphone-Zombies eingedrungenen. Wer nicht mindestens alle zwei Tage in einem (a)sozialen Netzwerk postet, was er gerade wieder „abgefahrenes“ gemacht hat, ist ein totaler loser. Als Beispiel eine reale Beobachtung aus dem Schwimmbad, wo am Beckenrand das Gespräch der beiden Personen direkt nebenan zwangsweise mitzuhören war. Beides offenbar Medizinstudenten, die sich länger nicht gesehen hatten. Er fragt sie, was sie zuletzt so gemacht hätte. Sie berichtet, dass sie ein mehrwöchiges Praktikum in einer Klinik in Bulgarien absolviert hatte. Er: „cool, das war sicher geil.“ Darauf berichtete sie, dass die Unterkunft für die Praktikanten schlecht und schmutzig, die Vorgesetzten streng, die Arbeit schwierig und die Sprachbarriere groß gewesen sei. Also alles nur negativ. Seiner erste Reaktion dazu: „Aber es war geil, oder?“ Sie antwortet: „Ja, es war geil.“ Es durfte eben nicht sein, dass es dort einfach nur schlecht war, das wäre ja uncool gewesen. Wichtig ist nur noch die Phantasiewelt aufrecht zu erhalten, Realität 2.0! Alles ist cool, ist super, ist mega, ist geil, ist das ultimative Abgefahrene, jeder ist Teil einer offenen, bunten, coolen Gaga-Welt. Die echte Realität wird ausgeblendet, unterdrückt, bekämpft und ist Fake-News, denn sie tut manchmal weh, aua. Ursache und Wirkung, 1 und 1 ist 2? Wie ungerecht, wie intolerant, wie diskriminierend, alles ist nur ein Konstrukt! Konsequenzen ziehen, womöglich aus dem eigenen (Fehl-)Verhalten? Bloß nicht, ich war das nicht! Und so lässt sich dann alles mit allem begründen und alles und nichts hat wieder mit nix zu tun. Oder doch nicht oder umgekehrt? Egal, Hauptsache wir tun nachher so, dass es megageil ist. Nach diesem Prinzip handelt auch ein Großteil unserer Politiker und Journalisten. Irgendein Experte findet sich immer, der „beweisen“ kann, dass groß gleich klein, hell gleich dunkel, schwarz gleich weiß und 1 und 1 gleich 1 ist – oder 3, je nach Laune.

  14. Die Antwort ist ganz einfach. Mit der Einstellung, Kind du sollst es mal besser haben als wir, das über 3 Genrationen, da kommt dann so was dabei raus.
    Erzieht man ein Kind zur Selbständigkeit und Leistungsbereitschaft, welches noch lange, durch entsprechende fundierte diplomatische Beeinflussung bis zur
    vollständigen Abnabelung dauern kann. Das Loslassen in Bereichen die das Kind selbst bewerkstelligen kann ist ganz wichtig.
    Das sogenannte Verwöhnen über alle Bereiche und über lange Zeit ist das Schädlichste was man den Kindern antun kann.
    Erziehung mit Verstand und nicht nur mit Gefühlen ist doch recht anstrengend.
    Ich weiß wie das ist, als Alleierziehender und der auch schon mal Fremde ausgebildet hat, die leistungslose Weicheier waren, nur der den ich hart ran genommen hatte, aus dem ist auch was geworden. Wo sich die Eltern erst Jahre später bei mir bedankten.
    Mein Nachwuchs ist auch hart aber gerecht zur Selbständigkeit erzogen worden, was der jetzt an seinen Kindern auch macht, manchmal noch einen Zacken schärfer.
    Welches natürlich zum Verhalten führt das es als Außenseiter angesehen wird, in dieser Gesellschaft der Weicheier, die dann später als Linksgrüne wild um sich schlagen.
    Auch die Leistungsbereitschaft leidet darunter, wie mir mein Nachwuchs, gerade erzählte, hat gelegentlich mit Studenten zu tun, wo bei die Leistungsbereitschaft der Bachelorstudenten recht mies sein soll.
    Auch Selbstreflexion und ständiges dazu lernen der Erziehenden ist wichtig damit man sich immer den entsprechenden Aufgaben stellen kann.
    Aber mit einer Gesellschaft die nur Fach- und Konsumidioten produziert ist da keine andere als die die im Artikel geschilderte Entwicklung möglich.

  15. Danke für diese Zeilen.
    Stimme in jedem Punkt zu!
    Die Erfahrungen mit schlecht erzogenen Kindern rotgrünlinken Klientels durfte ich in ähnlicher Form ausreichend machen.
    Dazwischengequatsche, wenn Erwachsene sich unterhalten und lautes Schreien, wenn nicht reagiert wird durch eine 5-Jährige. Die unfähigen Eltern lassen sich das bieten.
    Dann das Betreten fremder Gärten als Selbstverständlichkeit: Ich habe die freche Göre vom Grundstück verwiesen, sie solle im eigenen Garten spielen. Seitdem grüssen diese Nachbarn nicht mehr. Egal. Zaun und Thuja sorgen für Ruhe und sichern rechtlich ab, falls eine der Gören sich dennoch unbefugt in unseren Teich verirrt.
    Antiautoritäre Erziehung im engsten Familienkreis, und rotgrünlinke Gesinnung eines Familienmitglieds, das von dem Illegalentzunamie beruflich profitiert mit samt ihrer bescheuerten Gutmenschenfloskeln, haben mich zum Bruch mit diesen Familienmitgliedern veranlasst. Insbesondere nachdem sie in familiärer Diskussionsrunde am 50. Geburtstag meines Mannes sich unmöglich aufgeführt haben. Müssen wir uns doch nicht antun. Weg damit. Die sammeln noch ihre Erfahrungen.

    • Du schreibst viele Eltern lassen sich das bieten….vor 18 Jahren wurden ich und meine verstorbene Frau beim Jugendamt angezeigt wegen Kinderarbeit. Der Anzeigende, hatte sich mit den 2 großen damals unterhalten…sie brachten den Müll raus nach aufräumen ihrer Zimmer! Laut der Tussi vom Jugendamt, schwerste Misshandlung der Kinder, selbst aufräumen und ihren eigenen Dreck entsorgen! Und das ist schlimmer geworden, wer traut sich denn da noch was gegen seine Kinder zu sagen?

  16. Sehr gut geschrieben und absolut richtig. Das Problem mit unseren Nachwuchs ist tatsächlich sehr gut vergleichbar mit unserer „Zuwanderungspolitik“ . Genau so wie unsere Kinder brauchen auch Zuwanderer ganz klare Regeln. Es ist wirklich erschreckend wie manche Eltern ihre Kinder in den Himmel loben und sich auf der Nase herum tanzen lassen. Aber keine Panik David, es gibt auch noch Menschen wie mich (habe 2 Kinder,verheiratet und bin deswegen wahrscheinlich extrem zurückgeblieben 😉 ) die ihre Kinder bestrafen und ihnen sagen wenn sie schlecht Fußball spielen.

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