(David Berger) Nach dem „Putsch“ und der Volksabstimmung in der Türkei, rutscht das Land immer schneller in die muslimische Radikalisierung ab. Wie der britische „Express“ berichtet, hat Erdogan seinen Krieg gegen das Christentum verstärkt, indem er alle Kirchen in einer Stadt beschlagnahmt und sie zu Staatseigentum erklärt hat.

Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sechs Kirchen in der vom Krieg zerrissenen Stadt Diyarbakir im Südosten der Türkei beschlagnahmen lassen. Dies stellt einen schweren Verstoß gegen das Recht auf Religionsfreiheit dar.

Die staatlich durchgeführte Beschlagnahme ist nur die jüngste Maßnahme in einer Reihe von beunruhigenden Entwicklungen.

Betroffen sind katholische, protestantische und vor allem orthodoxe Kirchen, von denen eine über 1.700 Jahre alt ist. Diese Kirchen sind nun effektiv Staatsbesitz.

Das heißt, sie werden von der Regierung verwaltet. Der Regierung eines Landes, in dem etwa 98 Prozent der Bevölkerung Muslime sind, die sich zunehmend radikalisieren. Der Islam ist derzeit der Hauptverantwortliche für die weltweite, enorme Zunahme der Christenverfolgung.

Der Befehl, die Kirchen zu beschlagnahmen, wurde am 25. März von Erdogans Ministerrat beschlossen. Dieser beruft sich darauf, dass man beabsichtige, das historische Zentrum der Stadt wieder aufzubauen, das teilweise durch den monatelangen Konflikt zwischen Regierungskräften und Kampfeinheiten der kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zerstört wurde.

Inwiefern die Kirchen bei diesem Umbau wiederhergestellt oder zu Moscheen umgebaut werden, wurde nicht bekannt gegeben.