Sehr geehrter Herr Berger,

ich habe das erste Mal von Ihnen aus dem Buch von Gabriele Kuby, „Die globale sexuelle Revolution“ gehört und war deswegen etwas – auch aus meiner Sicht als evangelikaler Christ – sagen wir einmal vordisponiert. In der Folgezeit hat mich das aber glücklicherweise nicht davon abgehalten, Ihren Blog PP zu verfolgen, inzwischen regelmäßig.

Ich lese soeben Ihren Beitrag zu Kardinal Marx zur medial wirksamen Fußwaschung und nehme dies endlich zum Anlass, den schon lange gehegten Gedanken einer persönlichen Ansprache an Sie zu verwirklichen.

Ihr mutiger, intellektuell befriedigender, unermüdlicher Auftritt hat meine Ansicht über Ihre Person geändert. Ihre differenzierte Behandlung der LGBTI-Themen (in denen ich einen konservativen Kern erkenne, oder irre ich mich?) wird ebenso ein Überdenken in evangelikal-christlicher Hinsicht erforderlich machen (jedenfalls für mich).

Sie haben damit mehr erreicht als mit jedem, medial betonten Schlagabtausch. Vorerst aber bedarf das alles Leben in Deutschland überschattende Flüchtlingsthema mit seinen gesellschaftszersetzenden Angriffen auf Meinungsfreiheit und Wahrhaftigkeit weiterhin Ihrer journalistischen Kraft und Aufmerksamkeit, wofür ich Ihnen Gottes Segen wünsche.

Ich danke Ihnen ausdrücklich für Ihre Arbeit in PP als wichtigem Beitrag zum Erhalt eines Landes bzw. Staates, wie es bzw. er noch vor wenigen Jahren existierte und von denen sich wohl kaum einer vorstellen konnte, in welche Gefahr seine kulturellen Errungenschaften wie Aufklärung und Freiheit geraten konnten.

Frohe Ostern
Ihr Torsten Heiner