(David Berger) Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck ist in der katholischen Kirche besonders dafür bekannt, dass er seine Meinung je nach der Windrichtung des kirchlichen und gesellschaftlichen Zeitgeistes beliebig ändern kann.

Dabei segelt Overbeck nicht nur in dem ihm günstig erscheinenden Wind mit, sondern versucht im vorauseilenden Gehorsam, die Tendenzen noch zu überholen, die er bei den Mächtigen, die seiner Karriere günstig sein könnten, auszumachen scheint.

Papst Benedikt XVI., der die kirchliche Verurteilung der praktizierten Homosexualität hochhielt, versuchte er damit zu übertreffen, dass er in einer ARD-Talkshow das gesamte Phänomen der Homosexualität als Sünde verteufelte. Kaum hatte Papst Franziskus den diesbezüglichen Kurs etwas geändert, hatte auch Overbeck im Hinblick auf Homosexuelle auf einmal Kreide gefressen.

Bei seiner Predigt am gestrigen Ostersonntag wartete er erneut mit einem ähnlich peinlichen Versuch auf, Papst Franziskus noch tiefer mit der Zunge zu penetrieren, als es diesem vermutlich recht ist.

Ostern, Sühnetod Jesu, Auferstehung? Interessant nur, weil die Kirche voll ist und man sich als Merkel im Messgewand aufspielen kann. Die PR-Abteilung gibt bekannt:

„Unser Bischof Franz-Josef hat in seiner Osterpredigt zu einem gemeinsamen Aufstand für den Frieden aufgerufen und dazu ermutigt, Gewohnheiten zu verändern und Mut zu einer offenen Gesellschaft zu haben.“ Dass die offene Gesellschaft durch die offenen Grenzen dabei derzeit besonders gefährdet ist, scheint für bischöfliche Logik und Karrierestreben dann freilich eine völlige Überforderung darzustellen.

Bereits 2015 hatte Overbeck „vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise nicht nur für eine Politik der offenen Grenzen geworben, sondern auch den Menschen in Deutschland prophezeit, sie müssten auf Wohlstand verzichten und überhaupt ihre Lebensgewohnheiten ändern.“

Über die enormen Summen, die die Kirche in Deutschland an den Flüchtlingen verdient, verlor dabei Seine Exzellenz kein Wort. Auch auf eine Zusage, wie viel er von seinen stattlichen Gehältern gerne an die Flüchtlinge im Namen der Nächstenliebe und als gutes Vorbild für seine Schäfchen abgeben möchte, warten die Katholiken Deutschlands bislang vergeblich

Während viele Menschen damals auch so dachten, aber seither klüger geworden sind, zeigt sich nun Overbeck lernunfähig. Was er mit der Aussage der gestrigen Osterpredigt meinte, präzisierte er dann genauer:

„Dazu werden wir unsere Gewohnheiten ändern und unsere Denkmuster erneuern, Nostalgie und falsche Sehnsucht nach einer geschlossenen Heimat mit Grenzen aus uns tilgen und zugleich Mut zu einer offenen Gesellschaft und einer offenen Kirche aufbringen müssen.“

Soviel Offenheit und fehlende Grenzen. Wer denkt da nicht an den Satz, dass wer grenzenlos offen ist, nicht ganz dicht sein kann?

Entsprechend fallen dann auch die Kommentare seiner Schäfchen aus:

„Sich nicht abgrenzen, ist so dumm, wie es nur geht. Wer bezahlt den Zustrom? Glaubt er wirklich, die Bevölkerung schuftet, damit andere sich ins gemachte Nest setzen? Das spiegelt nur diese Haltung der Beliebigkeit aus dem Elfenbeinturm bzw. Kirchturm wider“, schreibt einer, dem das Bistum daraufhin ebenso kurz und bündig wie theologisch fahrlässig antwortet: „Nein, es geht schlichtweg um Nächstenliebe“.

Und eine junge Frau fragt:

„Warum soll ich denn meine Gewohnheiten ändern? Ich erwarte von denen, die meinen sie müssten unbedingt nach Deutschland kommen, dass sie ihre Gewohnheiten ändern und sich unseren anpassen.“

Andere bemerken: „Der Mann hat gut reden. Lebt in einer Seifenblase und gibt Ratschläge“, oder: „Bin ich froh, dass ich diese Trümmertruppe verlassen habe! Mein Gott, sind die dumm!“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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MLHeenes
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MLHeenes

Ja, wir haben unsere bisherigen Gewohnheiten schon geändert. Wir wechseln die Straßenseite oder drehen um, wenn uns junge dunkelhäutige Männer entgegenkommen. Wir vermeiden öffentliche Parks und öffentliche Verkehrsmittel. Wir kaufen nicht mehr in der Innenstadt ein, sondern bestellen uns die Ware ins Haus. Seit wir die Aufforderung des IS gelesen haben, gehen wir auch nicht mehr in Restaurants. Unser Gespartes legen wir nicht mehr auf der Sparkasse für Minuszinsen an, sondern investieren es in Sicherheitstechnik für unser Haus. Das bisherige Vertrauen, das wir Regierung, Zeitungen, öffentlichen Rundfunk und Fernsehen und Kirche entgegenbrachten, ist Misstrauen und Verbitterung gewichen. Wir werden daher… Mehr lesen »

Kai Knut Werner
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Kai Knut Werner

Vielleicht ein Agent des Islam – vermutlich hat er auch dafür gesorgt, dass die Türken in Essen mit mehr als 75% für den Diktator Erdogan gestimmt haben!

Franko Paulus
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Franko Paulus

Das sind total verblendete Nutznießer der Flüchtlingsindustrie. Sie liefern ihre Völker schutzlos an die Brutalität des Islams, aus.

Karl Seegerer
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Karl Seegerer

Natürlich handelt Bischof Overbeck nach seinen Interessen. In Deutschland gibt es bekanntlich keine wirkliche Trennung von Staat und Kirche, wie schon die staatliche Einziehung der Kirchensteuer und die Bezahlung der Geistlichen einschließlich der Bischöfe anzeigen. Die ideologische Unterstützung der Staatsparteien liegt deshalb nicht nur wegen der vielen Milliarden für die Sozialindustrie in kirchenpolitischem Interesse. Außerdem sind selbst kritische Gläubige der Ansicht, dass dergleichen Parolen Pflicht des Christentum sind, was ja auch die Linie des linkspopulistischen Papstes signalisiert.
Letztlich verantworten allerdings die manipulierbaren Anhänger der Religion die gigantische Veruntreuung des Steuergeldes.

Giselle
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Die polnischen Bischöfe sind Christen, die deutschen sind Antychristen

Jürg Rückert
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Jürg Rückert

Haben Sie nach dem Ärger noch Lust auf halblustige Geminicks? Bekanntlich haben Chinesen keine Backenzähne – alle Weisheitszähne stammen aus China. Kein Mensch ist illegal – kein Nazi ist Mensch. Illegal sein ist menschlich – legal sein unmenschlich. Niemand flieht aus seiner Heimat ohne Not – niemand ist noch Bischof bei Verstand. Die Not entflieht ihrer Heimat – wir bereiten der Not eine Heimat. Wir sind schuld am Elend der Welt – die Welt schuldet uns Elend. Rom hat gesprochen, die Sache ist entschieden – die entscheidende Sache spricht gegen Rom. Unsere Grundwerte sind bunt und vielfältig – vielfältig und… Mehr lesen »

Jochen Arweiler
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Jochen Arweiler

Vielleicht ist es an der Zeit, beim Hinschauen genauer zu werden und allte Denkgewohnheiten auzugeben… nämlich die, daß Katholizismus und Islam sich ganz klar widersprechen würden. Wie bitte? Ja, denken Sie um, denn alles spricht dafür, daß dem nicht so ist. man muß die Entwicklung, die Äußerungen und Aktionen (Moslems die Füße zu waschen!) vom Papst bis hinunter zu den Bischöfen registirieren und zutreffend zu werten beginnen. Es kann gar keine Konkurrenz dieser beiden unchristlichen Religionen geben. Das sollte man allmählich mal erkennen, denn die Inhalte und Glaubensartikel sind den Oberen offensichtlich wurscht. Also, worum geht’s dann wohl in Wahrheit?… Mehr lesen »

Jürg Rückert
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Jürg Rückert

Warum zeigt niemand mit dem Finger auf die grenzenlos korrupten, flüchtlingsproduzierenden afrikanischen oder arabischen Regime, die ihre Völker ausbeuten, unterdrücken und aus ihrer Flüchtlingsindustrie ein florierendes Geschäft machen? Warum benennt niemand konkret die USA als den großen Schurken im Irak, in Syrien, in Libyen u.a. Ländern? Kein Papst und kein Kanzler und kaum ein Refugee legen ihren Finger in die eigentliche Wunde. Das zeigt, wie verblendet, ja verlogen die Moral dieser Guten ist. Je mehr Rettungsschiffe, desto mehr Flüchtlinge, desto näher unser Bürgerkrieg. Da sehe ich eine klare Kette an Verantwortlichkeiten. Die staatlichen und halbstaatlichen Schleuserbanden, die Biedermänner und Caritas-Schreier,… Mehr lesen »

Jürg Rückert
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Jürg Rückert

Oh, Herr Bischof! Den Schierlingsbecher der offenen Grenzen, den Ihre Exzellenz dem demütigen Volk reichen, trinken Sie ihn doch erst selber! Oh, Herr Papst! Wann endlich werfen Sie den Codex juris canonici in den Tevere? Warum vervielfältigt sich Ihre Heiligkeit nicht erst selber zu Tode, bevor sie es uns antut? Was Ihr nicht wollt, dass man Euch tu`, Das fügt Ihr Eurem Völklein zu! Ihr Leiden ist Euch süße Ruh`. Dass Eure Hoheit keiner schelt`, Davor sei Gott, der starke Held! Wir singen das Lied mit der Nummer 666 zur Melodie von „Das Opfer will bereitet sein“! Ich weiß nicht… Mehr lesen »

Otto Berger
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Otto Berger

Zweiter Johannesbrief Warnung vor Verführern – Ziff. 7 bis 11 : „Denn viele Verführer sind ausgezogen in die Welt, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleische gekommen ist; das ist der Verführer und Antichrist. Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was ihr erarbeitet habt, sondern vollen Lohn empfangt ! Jeder, der davon abgeht und nicht in der Lehre Christi bleibt, hat Gott nicht. Wer in der Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn einer kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf in das Haus und sagt ihm auch nicht den Gruß; wer… Mehr lesen »

Pia Fromm
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Pia Fromm

Merkel, Marx, Wölki, Overbeck uva. verwandeln Deutschland halt in den Leib Christi, den sie nun allen zum Fraß vorwerfen. Sozusagen eine Zelebrierung des letzten Abendmahls

truckeropa66
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Wann marschieren Leute wie Overbeck, Wölki, usw. endlich mal vorweg? Bekennen sich zu dem was sie predigen und vor allem tun es auch…. In Bescheidenheit und Ehrfurcht vor der Schöpfung, vorweg marschieren und helfen. Erkenne immer wieder nur dort eine Hilfe zur Selbsthilfe, ein verdienen an der Flüchtlingskrise mit Hilfe der Asylindustrie. Sei es nun für den jeweiligen Arbeitgeber oder auch für die eigene Tasche. Denn jeder der solche Unsummen, im Verhältnis zur Masse verdient, legt sein Kapital gewinnbringend an. Und wenn nicht direkt! dann meist über solche die daran mitverdienen, und ihnen Selbst die Möglichkeit geben, ihre Hände in… Mehr lesen »

Reinhard Rogosch
Gast
Reinhard Rogosch

Wie Woelki und Marx: wirtschaftlich unabhängig, gesellschaftspolitisch verwahrlost! Man sollte mal die polnischen Bischöfe zum Thema Flüchtlinge zu Worte kommen lassen.

Hubert Karl
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Hubert Karl

Ich habe gelesen, dass über die Hälfte der Migranten in Einrichtungen der Caritas betreut werden – sicher nicht umsonst und aus purer Nächstenliebe. Die Caritas ist übrigens nach der öffentlichen Hand der größte Einzelarbeitgeber der Republik. Aber was produziert die Caritas und woher kommt das Geld dafür?? Ja, genau… und wenn die immer größer werdende, soziale „Betüddelungs- und Verteilungsindustrie“ die Substanz des Landes aufgezehrt hat, geht hier das Licht aus.

Peter Siart
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Peter Siart

Apropos Nächstenliebe: Wer denkt an die zurückgelassenen Frauen?
Wer soll das Land wiederaufbauen, afrik. Trümmerfrauen?

Ingrid Jung
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Ingrid Jung

Diesem, von unseren Steuergeldern, hochdotierte Kirchenfürst sieht man die Dummheitdoch schon an. Hochmut kommt vor dem Fall, mehr ist dem nicht hinzuzufügen.

Peter Siart
Gast
Peter Siart

Nächstenliebe ist es auch, Leute nicht hereinzulassen, die hier keine Chancen haben. Jedes Land kann bestimmen, wen es aufnimmt.

Christus hätte auch keine 5000 Sieche heilen können oder 5oooooo
Leute mit Brot versorgen.
In Afrika wäre es ja gerade sinnvoll.
Gibt’s eigentlich im Paradies ne Grenze??

M. Gaida
Gast
M. Gaida

ZU Overbecks offener Gesellschaft: wer für alle(s) offen ist, kann nicht ganz dicht sein!