(David Berger) Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht mal wieder. Und zwar setzt er an einer besonders empfindlichen Stelle an, die ohnehin bereits verwundet ist: dem Sicherheitsgefühl der Europäer. Auf einer Veranstaltung für Journalisten heute in Ankara, ließ er wissen:

Sollten die europäischen Länder – und hier steht für ihn sicher Deutschland an erster Stelle – ihr Verhalten gegenüber der Türkei nicht grundlegend ändern, drohe überall der offene und versteckte Terror:

„Wenn ihr euch weiterhin so verhaltet, wird morgen kein einziger Europäer, kein einziger Westler auch nur irgendwo auf der Welt sicher und beruhigt auch nur einen Schritt auf die Straße machen können!“

Im Namen der Türkei fordere er Europa auf, „Menschenrechte und die Demokratie zu respektieren“. Seiner Ansicht nach verstoßen viele europäische Länder, besonders auch Deutschland, bei ihrer Behandlung der in ihren Ländern lebenden Türken gegen deren Menschenrechte.

An dieser Aussage zeigt sich erneut: Erdogan ist nicht dumm, er weiß um die Sprengkraft jener Parallelkulturen und eigenen „Areas“, die sich in vielen Gegenden Europas gebildet haben. Wie die Demonstrationen von Türken im letzten Jahr, zum Beispiel in Köln, gezeigt haben, hat Erdogan längst hier seine „Truppen“ mitten in europäischen Ländern installiert.

Ein kleines Fingerschnipsen aus Ankara genügt – und tausende an jungen Türken stehen auf unseren Straßen, um den Willen des großen Führers aus Ankara bei uns durchzusetzen.

Merkels geradezu devotes Anbiedern an die Wünsche Ankaras ist von daher besser zu verstehen. Sie weiß darum, wie schnell bürgerkriegsähnliche Zustände in Deutschland ausbrechen können und wie hilflos unsere Politiker, Polizei, Justiz, Bevölkerung und Medien dem Terror ausgeliefert sein werden.

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