Ein Gastbeitrag von Karoline Seibt

Donald Trump verdankt seinen Wahlsieg den sozialen Netzwerken. Die Sozialen Medien hätten mehr Macht, sagt er, „als das Geld, das sie ausgegeben haben“. „Wenn jemand etwas Schlechtes über mich erzählt, oder etwas Falsches (…), kann ich zum Gegenangriff starten.“ Tatsächlich soll er allein auf Twitter 14,8 Mio. Follower haben.

Doch seine Twitter-Postings waren es nicht allein. Schon vor seiner offiziellen Kandidatur konnte Trump auf ein gut etabliertes Netzwerk von alternativen Medien zurückgreifen, welches ihn und seine Kampagne mit intelligenten Beiträgen von Anfang an unterstützte. Hierzu gehören u.a. die Blogger/ YouTuber Stefan Molyneux, Alex Jones, Paul Joseph Watson und Milo Yiannopolis. Sie agieren mit enormer Reichweite schon seit einigen Jahren auf Plattformen/ Kanälen wie „InfoWars“, „Freedomain Radio“ oder „Prison Planet“ und verstehen sich als Gegenbewegung zu den Mainstreammedien, Political Correctness und (linker) Meinungsdiktatur.

Wie sieht die Situation in Deutschland aus?

Im November 2015 ergab eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.042 Internetnutzern, dass sich gut ein Fünftel (22 Prozent) in sozialen Netzwerken (Social Media) über aktuelle Nachrichten informieren.

Das war kurz nach Beginn der „Flüchtlingskrise“ vor einem Jahr. Seither dürfte sich die Nutzung der sozialen Netzwerke nicht nur als Nachrichtenquelle vervielfacht haben. Umgekehrt proportional verloren in diesem Zeitraum die Mainstreammedien.

Während sich zu Beginn der „Flüchtlingskrise“ hierzulande immer noch Presse, Rundfunk und Fernsehen mit ihrem unangefochtenen Informationsmonopol regierungskonform in Stellung brachten, kehrte sich die uneingeschränkte Akzeptanz der „Leitmedien“ seit der Berichterstattung über die Ereignisse in Köln erstmals langsam, aber spürbar um. Das Bestreben des Mainstreams nach Political Correctness und Opportunismus anstelle von Fakten und journalistischer Aufklärung war fortan nicht mehr zu leugnen. Ganz offensichtlich wurde die mediale Berichterstattung dazu benutzt, unangenehme Wahrheiten in Bezug auf die neuen Zuwanderer zu verschweigen und eine von oben verordnete „Willkommenskultur“ in der Bevölkerung zu etablieren.

Diese Lüge von Köln samt Propaganda wurde allein durch die sozialen Netzwerke aufgedeckt.

Kritisch denkende Menschen hatten es gewagt, dem unisono berichtenden Mainstream zu misstrauen und sich selbst im Internet zu informieren.
Und genau das stellt für den Machterhalt des politischen Establishments bis heute eine existenzielle Bedrohung dar.

Man begann deshalb zunächst damit, die alterativen Informationsquellen pauschal als „unseriös“ oder „von Putin finanziert“ hinzustellen und jeden Abweichler wahlweise als „Wutbürger“, „Fremdenfeind“, „Nazi“, „bösen Rechten“ oder „Verschwörungstheoretiker“ zu diffamieren. Diese Strategie ging insoweit auf, als sie eine soziale Ächtung von Regierungskritikern zur Folge hatte, so dass immer weniger Menschen es wagten, ihre abweichende Meinung öffentlich kundzutun. Sowohl im Leben als auch im Netz entstand eine bedrückende Schweigespirale. Existenzängste machten sich breit.

Bei Internetaktivisten mit besonders hoher Reichweite hingegen zeigten diese Maßnahmen überhaupt keine Wirkung. Im Gegenteil konnten diese in den Augen der unterdrückten Netzgemeinde noch mehr erstarken, was wiederum die Machtelite auf die perfide Idee brachte, eine algorithmusgestützte „Facebook-Stasi“ zu installieren. Zu diesem Zweck wurde einer tatsächlich von einer ehemaligen Stasi-Mitarbeiterin geleiteten Institution, der „Amadeo-Antonio-Stiftung“, die sich vor allem dem „Kampf gegen Rechts“ verschrieben hat, die Aufgabe übertragen, mittels Zensur und Sperrung unliebsamer Seiten kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen, während Islamisten und Linke unter den Augen der Kontrolleure ihr Unwesen unbehelligt weiter treiben konnten.

Tatsächlich versetzte der Einsatz dieses totalitären Kontrollinstruments die Facebook-Gemeinde zunächst in Angst und Schrecken. Zugleich entstand aber eine Gegenbewegung, die u.a. die von staatlicher Verfolgung besonders Betroffenen als Internethelden hofierte und ihrer Botschaft durch Netzsolidarität erst recht zu ungeahnter Verbreitung verhalf. Die Initiatoren der Facebook-Kontrolle hatten offenbar übersehen, dass gerade im Internet jeder Versuch von Meinungsunterdrückung schnell ins Gegenteil umschlagen kann.

Da sich Kontrolle und Zwang nicht mit der Freiheit des Internets vertragen, verschafften die Unterdrückungsmaßnahmen dem Netz noch mehr Auftrieb und die Verkaufszahlen der (regierungstreuen) Printmedien brachen rapide ein.

Vermutlich wird das beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen nicht anders sein, nur werden wir davon nichts erfahren, da die gebührenfinanzierten Medien nicht von Einschaltquoten abhängig sind.

Eine Facebook-Freundin brachte mit einer Anekdote die Dinge auf den Punkt:

Ihre Omi, die noch als Jugendliche unter dem Einfluss der Nazi Propaganda stand, hatte sich auf ihre alten Tage plötzlich ein I-Pad gekauft, denn sie vertraute den Nachrichten im Öffentlich Rechtlichen Fernsehen nicht mehr. Langsam wurschtelte sie sich so durch, bis sie es schaffte, Verschiedenes im I-Net nachzulesen. Inzwischen kann sie nicht nur lesen, was sie will, sondern sie kann die Texte auf dem I-Pad auch richtig groß machen und sitzt oft stundenlang davor. Ihr Fazit: „Wenn wir das 1933 gehabt hätten, dann hätten wir Hitler vielleicht verhindern können!“

Wie wahr!

Aber so lange das politische Establishment uns weiterhin vor Verschwörungstheorien warnt oder einen Cyber-Krieg mit Russland heraufbeschwört, nur weil WikiLeaks seine wahren Ziele ans Tageslicht befördert, können wir entspannt bleiben.

Denn nicht Nanny-Sprech, sondern Transparenz ist die wichtigste Grundlage einer funktionierenden Demokratie.

Vor gut einem Jahr hatte ich prophezeit, dass die nächste politische Revolution über das Internet stattfinden wird, und ich habe Recht behalten.

Sie ist längst da.

***

Foto: © von Carlos Latuff (http://twitpic.com/66ay0l) [Public domain], via Wikimedia Commons

 

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[…] ist mir eine besondere Freude. Denn die Autorin, Naomi Seibt, deren Mutter auch schon bei PP publiziert hat, ist unter den vielen Gastautoren die mit Abstand jüngste. Mit gerade 16 Jahren – sie macht […]

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[…] Berger) Die bekannte Rechtsanwältin Karoline Seibt, die nicht nur Gastbeiträge für philosophia perennis schreibt, sondern gerade durch ihre […]

Tobias
Gast
Tobias

Ein toller Artikel! In meinen Augen hat die Politik und das mediale Establishment bis heute nicht begriffen, dass die Narrativ-Diktatur am Ende ist. Erstens, weil der Journalismus gleich ’33 einen kapitalen Fehler begangen hat, und Zweitens, weil das Internet nie verstanden wurde. Es ist disruptiv. Es gibt kein Monopol auf die Information mehr. Gleichwohl ich den Ausspruch „Lügenpresse“ nicht uneingeschränkt teile, so trifft er doch ins Herz der moralisch überlegenden und arroganten Kaste, welche jedweden Kontakt zum Boden verloren hat. Brexit und Trump sind „ein schrecklicher Fehler“ für jene… den Wandel des Zeitgeistes zu bekämpfen, schützt euch aber nicht vor… Mehr lesen »

istwieesist
Gast
istwieesist

Hui ich bin durch einen Link auf einem rechten Netzwerk gelandet. Nun, dann schreib ich mal und warte ab, wann es denn gelöscht wird, genau wie auf allen anderen vergleichbaren Seiten der Rechten. Bin gespannt. Da hier ja schon die Lügen von Köln aufgegriffen worden sind, wäre es ja mal interessant, warum die Lügen zur Polizei oder zur Presse verortet werden und vor allem (!) wann die Lügerei angefangen hat. War es nicht eher so, dass das Aufbauschen der Vorfälle erst nach der Berichterstattung angefangen hat, nachdem die Presse sich in zweifelhaften Beiträgen sozialer Medien bedient hat? Wer sich die… Mehr lesen »

Jens Richter
Gast

Der Teufel steckt hier in der Dialektik. Es droht die Zementierung der Antithese, weil der unsägliche Gesinnungsterror, die anbefohlenen Sprech- und Denkverbote zu einer Sehnsucht nach dem schlichten Gegenteil, der Antithese Vorschub leisteten. Psychodynamisch nichts Ungewöhnliches. Verbietet man einem Kind strikt alle Süßigkeiten, sehnt es sich irgendwann nur noch nach: Süßigkeiten und überfrisst sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Es besteht die Gefahr, dass jede dem „Mainstream“ entgegengesetzte Meinung wahr erscheint (auch ungeprüft), eben weil sie das Gegenteil behauptet. Der inzwischen überall zu lesende Topos „ich informiere mich bei unabhängigen Quellen im Internet“ macht mich misstrauisch, denn das Kierkegaard’sche de… Mehr lesen »

Auswanderer
Gast
Auswanderer

Hier ein Beitrag, der nicht in der Lügenpresse steht. Die niedersächsische Stadt 30880 Laatzen hat von den Steuergeldern ihrer Bewohner in Eigentumswohnanlagen Wohnungen gekauft, um darin Asylforderer einzuquartieren. In einem Fall wurde die gesamte Einrichtung mit gekauft. Diese wurde nun heute , mitsamt Waschmaschine entfernt, damit diese Asylforderer auf Kosten der Einwohner, vom feinsten neu eingerichtet werden.
Weg mit Merkel und der ganzen Bande

Heike Törmer
Gast
Heike Törmer

Eine super Oma hast du, liebe Karoline,und deinen Text hast du direkt aus meinem Kopf abgeschrieben.Ja,sie werden uns nicht in den Griff kriegen und daher können wir dank des Internets vielleicht wirklich Kriege und Diktatoren verhindern.

Thomas Michael Rappers
Gast
Thomas Michael Rappers

excellente Analyse und Darstellung
Karoline, danke, klasse geschrieben, chapeau

Völkermord ist bunt
Gast

Mein Fazit: „Wenn wir das 1913 gehabt hätten, dann hätten wir die Weltkriege und die heutige Situation vielleicht verhindern können und die meisten der heutigen Probleme in Deutschland hätten wir gar nicht.„ Aber nur weil wir heute das Internet haben, ist man deswegen nicht automatisch geistig frei und ist für Manipulationen nicht mehr anfällig. Und weiterhin, wenn man schon weiß, daß man den regierungstreuen Medien nicht trauen kann, warum vertraut man eben genau diesen Medien bei bestimmten Themen dann wiederum doch ungeprüft zu 100%? Kann es nicht sein, daß die Systemmedien bei keinem (!) Thema die Wahrheit sagen? Und nur… Mehr lesen »

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[…] weiter auf philosophia-perennis.com […]

Jürgen Fritz
Gast

Glänzender Einstand auf philosophia perennis. Chapeau, Karoline! 🙂