(David Berger) Das gab es bisher noch nie in der Geschichte des Hamburger Spiegel-Verlags. Erstmals muss das traditionsreiche Medienhaus, das Deutschlands ehemaliges Leitmedium herausgibt, gleich 35 Redakteuren betriebsbedingt kündigen“. Grund sind wohl extreme Einbrüche bei der verkauften Auflage.

Bereits 2015 hatte man die sog. „Agenda 2018“ angekündigt, mit der der Spiegel stetig sinkenden Umsätzen entgegentreten wollte. Danach hatten bereits zahlreiche Mitarbeiter freiwillig gekündigt. Inzwischen scheint sich die Lage zusätzlich verschärft zu haben.

Wikipedia bemerkt: „Das Blatt verlor zwischen 2008 und 2012 deutlich an Auflage. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 25,3 Prozent gesunken.“ Und der Abwärtstrend beschleunigt sich. Bereits vor einigen Monaten war bekannt geworden, dass dem „Spiegel“ immer mehr Leser davon laufen:

Im ersten Quartal des Jahres war die verkaufte Auflage des Magazins im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent auf 793.087 Exemplare eingebrochen. Dabei verzeichnete der für das aktuelle Interesse besonders aussagekräftige Einzelverkauf einen Rückgang um 18,4 Prozent.

Ganz anders sieht die Lage bei den Medien aus, die sich ganz bewusst dem Nannyjournalismus widersetzen. „Tichys Einblick“ ergänzt seit kurzem seine äußerst erfolgreiche Internetseite mit einem gedruckten Magazin und die „Junge Freiheit“ verzeichnet starke Zuwächse im zweistelligen Bereich bei der verkauften Auflage und den Abonnenten.

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[…] Publicity um jeden Preis gewinnt, sei nur nebenbei erwähnt. Das sei einem Magazin, das täglich Abonnenten und Käufer verliert, […]

floydmasika
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floydmasika

Hat dies auf Bayern ist FREI rebloggt und kommentierte:
Den Wutjournalisten vom Sturmgeschütz der Demophobie laufen die Leser davon. An der Digitalisierung liegt es offenbar nicht, denn Junge Freiheit, Compact-Magazin und Tichys Einblick wachsen. Die Hamburger Buntstürmer dürften schwer in produktive Arbe8it vermittelbar sein. Es bleibt allenfalls ein bescheideneres Auskommen als „Rechtsextremismusexperte“. Solche gibt es zwar schon wie Sand am Meer, aber Schleswigs Bundespropagandaministerium hat kürzlich seinen Etat verdoppelt.

Rüdiger Schalk
Gast

Tichys Einblick und die junge Freiheit lese ich auch und ist sehr empfehlenswert, der linksversiffte Spiegel dagegen nicht.

Rüdiger Schalk
Gast

Tichys Einblick und Junge Freiheit lese ich auch und ist sehr empfehlenswert, der linksversiffte Spiegel dagegen nicht.

Martin Rohde
Gast
Martin Rohde

Wer Reporter wie Herrn Kazim beschäftigt und kräftig in das „Mainstreamhorn“ bläst, muss sich nicht wundern, wenn die Leser scharenweise weglaufen. Was ist denn aus den journalistischen Grundsätzen „recherchieren“ und „kritisch hinterfragen“ geworden? Wenn vom Spiegel-Reporter Kazim Aussagen wie „Wir sind hier, werden immer mehr und beanspruchen Deutschland für uns“ kommen, frage ich mich, wie der Spiegel noch glaubwürdig über das „Flüchtlingsproblem“ und den Islam berichten will.

Andreas Schmid
Gast
Andreas Schmid

Das Sturmgeschütz der Demokratie!
Muahahahahahahah! zuviel Allah Akbar gerufen, jetzt führt der politisch korrekt geführte Scheissegriffel in das existentielle Aus, in das ihr bereits viele Gegner der Willkommenskultur geschrieben habt. Daher: Kein Mitleid mit euch Hetzjournalisten. Nennen wir es einfach: Darwinistische Selektion.

Clau Peter Müller-Thurau
Gast
Clau Peter Müller-Thurau

Wer ist eigentlich für „Endlich verständlich“ verantwortlich? Schon die Überschrift dieser Rubrik ist eine Unverschämtheit.
CPMTC