(David Berger) Der Erlebnisbericht von Ricardo Lola Sara Korf, in dem er als ehemaliger Grünenpolitiker über seine Erfahrungen mit Claudia Roth berichtet, erhielt auch auf Facebook große Aufmerksamkeit. Nun hat Korf, dessen Familie in der DDR zur Regierungselite gehörte, vor einigen Tagen auf Facebook angekündigt, dass er sein langjähriges Schweigen auch im Hinblick auf seine Erfahrungen mit Angela Merkel im Kontext der Wendezeit brechen wird.

Das Erstaunliche daran: nicht allzu lange Zeit später wurde sein Profil von Facebook gesperrt. Vermutlich handelt es sich dabei um eine automatische Sperrung, die dann eintritt, wenn eine größere Menge an Facebook-Usern sich zusammen tut, um gezielt bestimmte Einträge zu melden: in diesem Fall hatte man – nach Korfs Angaben – eine ganze Reihe von Katzenbildern gewählt. Dabei waren es vermutlich keine Katzenhasser, die da sehr gut organisiert vorgingen, sondern – was viel wahrscheinlicher ist – entweder Fans von Claudia Roth, die sich rächen wollten, oder solche der Kanzlerin, die vorab einen „Warnschuss“ abgeben wollten.

Das gezielte Melden von Facebookusern und -gruppen, bei dem das System von Facebook dann automatisch und anscheinend ohne Prüfung der Inhalte eine Sperre verhängt, wird zunehmend beliebter. 

Kenner sprechen angesichts muslimischer Fundamentalistengruppen, die sich vorgenommen haben, Facebook & Co von Atheisten und Islamkritikern zu „reinigen“ von einem Cyper-Dschihad. In ähnlicher Weise bestehen aber solche Netzwerke auch in der linksgrünen Homosexuellenszene, so dass man hier von einem Queeriban-Dschihad sprechen könnte. Es ist anzunehmen, dass es solche „Gruppen“ auch in Parteien und hinter bestimmten Politikern gibt.

Meistens rechtfertigen diese ihr Agieren damit, dass sie ja gegen die „Hassrede“ kämpfen würden. Dabei geht man aber – um seine eigentlichen Intentionen zu verschleiern – immer mehr dazu über, politisch völlig bedeutungslose Bilder möglichst oft zu melden.

Korf selbst hat gegen die Facebooksperrungen seinen Schweizer Anwalt eingeschaltet. Sein Statement zu der Sperrung: „Das man mich auf Facebook für 30 Tage gesperrt hat und mich dazu aufgefordert hat, Bilder meiner Baby-Katzen zu löschen, ist ungeheuerlich! Während Merkel & Co. KG wasserfallartig andere Regierungen wegen ihres Umgangs mit Meinungsfreiheit beschimpft, isoliert sie gleichzeitig das eigene Volk von freiem Informationsaustausch. Man wird nervös in Berlin- so kurz vor der Bundestagswahl im September 2017.  Und selbst in der sicher geglaubten Schweiz ist man, so wie ich, nicht mehr sicher vor den Schergen der Berliner Polit-Monarchen.“

Foto: (c) Screenshot Korf/Fb