Sonntag, 2. Oktober 2022

Mord an 16-Jährigem in Hamburg: Wo bleiben eure Lichterketten?

Ein Gastbeitrag von Markus Hibbeler

Ob es wohl auch eine Lichterkette für den ermordeten 16-Jährigen an der Alster geben wird, der von einem Migranten am vergangenen Sonntag ermordet wurde?

Wird Merkel die Eltern des Jungen persönlich besuchen? So wie sie das bei der Familie des Ditib-Imams in Dresden getan hat – bei dem zum Glück niemand körperlich zu schaden kam.

Ich befürchte, beides wird nicht geschehen.

Versteht mich nicht falsch: Jeder Tote ist einer zu viel, jede Straftat ist gleichermaßen zu verurteilen. Ob ein Nazi einen Migranten oder ein Migrant einen Deutschen erschlägt, ist gleichermaßen schlimm und zu verachten. Aber genau darum geht es ja:

Wäre an der Stelle des 16-Jährigen ein Asylbewerber erstochen worden, hätten wir Lichterketten und einen ARD Brennpunkt.

So hat man das Gefühl, dass es Opfer erster und zweiter Klasse gibt. Der deutsche Michel hat seine Steuern zu zahlen und seinen Mund zu halten. Alle Meinung jenseits der Political Correctness sind „rechts“ und damit böse.

Und das – sorry – kotzt mich alles an, da jeder Mensch gleich viel wert und jedes Opfer eines zu viel ist.

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Foto: Lichterkette in Hamburg gegen den Fremdenhass (c) Screenshot youtube

David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European). Seine Bibliographie wissenschaftlicher Schriften umfasst ca. 1.000 Titel.

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