Was sich die Sprecherin des Außenministers, Sawsan Chebli, unter Integration vorstellt. Ein Gastkommentar von Herwig Schafberg

„Wir dürfen die Integrationsdebatte nicht mit der Diskussion über Muslime und Islam oder Religion insgesamt vermengen“, antwortete Sawsan Chebli, die stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes, in einem Interview mit der FAZ auf die Frage, warum „in Deutschland sehr viel über Muslime und den Islam gesprochen werde, aber sehr wenig über Religion“, als ob der Islam keine Religion wäre. Und dann verstieg Frau Chebli sich auch noch zu der merkwürdigen These:

„Mein Vater ist ein frommer Muslim, spricht kaum Deutsch, kann weder lesen noch schreiben, ist aber integrierter als viele Funktionäre der AfD, die unsere Verfassung in Frage stellen.“

Si tacuisses, Sawsan! Wo, bitte, soll Ihr Vater, „ein frommer Muslim“ fast ohne Deutschkenntnisse, denn besser integriert sein als AfD-Funktionäre? In einer der muslimischen Gemeinden, die Sie im weiteren Verlauf des Interviews zur Integration der „neuzugewanderten Araber“ aufforderten?

Bloß nicht; denn denen wurde schon viel zu lange die Integration von Arabern sowie anderen Muslimen überlassen, weil es für die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung einfacher war, sich lediglich mit Ansprechpartnern in diesen Gemeinden einzulassen und sich nicht selber um Probleme vor Ort zu kümmern!

Und was dabei herauskam, sind Parallelgesellschaften mit muslimisch sozialisierten Milieus, in denen Eingewanderte sich großenteils noch in der dritten oder vierten Generation der Sprache ihrer Herkunftsländer bedienen und nach den dortigen Bräuchen sowie Regeln leben.

Das weiß vermutlich auch Frau Chebli als frühere Grundsatzreferentin für interkulturelle Angelegenheiten in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und als Tochter eines palästinensischen Vaters, der anscheinend seit nahezu fünf Jahrzehnten mitten in Deutschland, aber nicht mit Deutschen lebt.

In der deutschen Mehrheitsgesellschaft kann der Vater jedenfalls nicht gut integriert sein, wenn er weder fließend Deutsch sprechen noch lesen und schreiben, daher mit Personen und Institutionen auf Deutsch kaum kommunizieren und deutschsprachige Medienberichte nicht verstehen kann.

Sie käme „aus einem religiösen Elternhaus“, erzählt Sawsan Chebli, in dem „das Gebet fünfmal am Tag“ und „das Auswendiglernen des Korans nach der Schule“ zu den Alltagspflichten der 12 Kinder gehört hätte.

Es spricht gewiss für den Vater, wenn er sie weder zwang, ein Kopftuch zu tragen und einen Mann seiner Wahl zu heiraten, noch daran hinderte, sich beruflich zu qualifizieren und mit der Entscheidung für Politikwissenschaft ein Fach zu studieren, in dem sie hoffentlich manches über das Grundgesetz, dessen Genesis, die Struktur und Werte unserer verfassten Ordnung lernte.

Da Frau Chebli ihren Vater für „integrierter als viele AfD-Funktionäre“ hält und anscheinend diese Haltung daran misst, ob jemand „unsere Verfassung in Frage“ stellt, könnte man vermuten, dass sie ihrem kaum Deutsch sprechenden sowie leseunkundigen Vater die Artikel des Grundgesetzes in einer arabischen Übersetzung vorlas, damit ein „frommer Muslim“ wie er demgemäß befinden kann, ob er das Grundgesetz unter dem Vorbehalt der Scharia in Frage stellt oder ohne Frage akzeptiert und sich damit beispielsweise von mir unterscheidet, obwohl ich kein AfD-Funktionär bin.

Das Grundgesetz ist anders als der Koran nicht für die Ewigkeit gedacht, sondern sollte nach dem Willen unserer Verfassungsväter bis zur Wiedervereinigung Deutschlands gelten und kann auch heute in Frage gestellt werden, wenn das nach Einschätzung der Verhältnisse angebracht ist.

Wollte man Sawsan Cheblis Logik folgen, müsste man ihren Vater auch für besser integriert halten als mich, weil ich offen dafür eintrete, Strukturen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu bewahren, solange es für sie keinen Änderungsbedarf gibt, aber zu ändern, soweit sie nicht länger bewahrenswert sind.

Falls ihr das nicht klar ist, wäre die Politologin und Genossin Chebli gut beraten, sich von ihrem Parteifreund, dem alten SPD-Vordenker Erhard Eppler, den Unterschied zwischen struktur- und wertkonservativ erklären zu lassen.

Foto: © Screenshot youtube

13 Kommentare

  1. Es ist nun die Zeit wo dem, der diese ’neu hinzugekommenen‘ die ganze Zeit gefüttert und alimentiert hat offen ins Gesicht geschlagen wird. Ja Sie können es sich leisten. Gekommen aus einer Gesellschaft wo man dem der am Boden liegt noch tritt.

    Aber nicht meht mit uns! Da Fr. Chebli sich ja auch als das Deutsche Volk fühlt gehört Sie jetzt offiziell auch zu den ‚Ködern‘. Ich hoffe aufrichtig für Sie das sie schneller rennen kann als ich, meine Brüder, meine Schwager, meine Neffen, meine Onkels und meine Oma. Denn wenn die sie in die Finger bekommt…..

  2. „Mein Vater ist ein frommer Muslim, spricht kaum Deutsch, kann weder lesen noch schreiben, ist aber integrierter als viele Funktionäre der AfD, die unsere Verfassung in Frage stellen.“ Chebli zeugte hier gleich 12 Kinder, kann weder lesen noch schreiben obwohl er seit 1970 als Asylant hier ist. Er geht auch keiner Beschäftigung nach, die eine eigene Versorgung seiner 14 köpfigen Familie zulässt. Für die zahlt der Staat. Für das Gehalt seiner fachlich und ebenso integrativ und fähigen Quoten „vorzeige“ Tochter zahlt auch der Staat und somit die Bevölkerung.

    „„Meine Mutter und meine fünf Schwestern tragen ein Kopftuch, einige auch gegen den Willen ihrer Männer, und berichten von wachsenden Anfeindungen auf der Straße. Im `Juma´Projekt, das ich ins Leben gerufen habe (`Juma´steht für das Freitagsgebet, aber auch für `jung, muslimisch, aktiv´, tragen neunzig Prozent der Mädchen ein Kopftuch. “

    Super, so sieht in muslimischen Augen Integration aus! Einnisten, ausnutzen und beschimpfen der hiesigen Bevölkerung bei gleichzeitiger Ablehnung kultureller Werte und Bildungsangebote und Schaffung von Paralelgesellschaften mit Paraleljustiz.

  3. Es ist schon erstaunlich, wie die jüngste der Religionen immer aggressiver und renitenter versucht, sich in die Mitte zu drängen! Was hat die Welt nur jahrtausendelang ohne den Analphabeten Mohammed gemacht?
    Zugegeben, das Mädchen sieht lecker aus, wer denkt da an Religion, wenn er nicht schon graubärtig in hohem Alter ist.
    Wenn die Integration solche Fortschritte machen würde in einer Generation, wäre mir um die Integration nicht bange. Leider erleben wir das Gegenteil. Männer und Kinder, die seine Söhne und Enkel sein könnten, sind ungebildeter und integrationsunwilliger als ihr Vater, Frau Cheblis. Was nun?

    • Um Gottes, ach Verzeihung, um Allahs Willen nur nicht schreiben, „sie sieht lecker aus“. Wenn diese Dame, die so herrlich hier auf Steuerzahlers Kosten leben kann, das liest, dürfte sie sich sich gar schon fast als „Erlebende“ fühlen. Für alle, die dieses Neusprech noch nicht kennen, damit meint man heutzutage Frauen, die vergewaltigt wurden. Echt mal jetzt, welch tolle Umschreibung eines scheußlichen Verbrechens. Diese ekelhafte Worterfindung dürfte von ihren Gesinnungsgenossen stammen.

    • Ich möchte die Sache mal relativieren…!.) In vielen islamischen Ländern werden Mädschen schon mit 8 Jahren verheiratet, somit muß ich ihre Äußerung, was „jung“ anbetrifft, schon in Frage stellen ! 2.) Was ihre „Schönheit“ anbetrifft…ich müßte ein intensives Gespräch mit einem Schönheits-Chirurgen führen, um in Erfahrung zu bringen, was es kosten würde, aus ihr eine „Schönheit“ zu machen ! Was allerdings ihre Äußerungen über die Intelligenz ihres analphabetischen Vaters im Vergleich zu AfD- Funktionären anbetrifft, habe ich den begründeten Verdacht, daß ihre geistigen Kapazitäten und Mangelerscheinungen sich operativ nicht verbessern oder beheben lassen ! In der AfD liegt der Mitglieder-Anteil mit Hochschul-Abschlüssen und Doktor-Titeln weit über dem Durchschnitt….. Dieses ganze Affentheater dient also nur ihrem Ziel, Aufmerksamkeit zu erregen, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern und damit den eigenen politischen Marktwert zu erhöhen…na ja…

  4. Ausrufe- statt Fragezeichen hinter der Überschrift und ich hätte das glatt mit einem Link zum Postillon verwechselt.

    Nach meiner Interpretation hat Realsatire seit der geraumer Zeit der Satire den Rang abgelaufen. Diese Entwicklung am Zeitgeschehen hautnah zu dokumentieren um nachfolgenden “ungläubigen” Generationen eine PRaktische Beweislage zu präsentieren kann durchaus ein lohnenswertes Ziel sein 🙂

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

  5. Nu, die Tante mit den bösen Augen ist weder struktur- noch wertkonservativ – und eine Reihe ihrer, äh, bigotten Sentenzen wird wohl in die seit Bismarcks Zeiten bestehende Stilblütensammlung des Auswärtigen Amtes eingehen.

  6. Cheblis palästinensicher Vater spricht nicht nur kein Deutsch und ist demzufolge nicht nur nicht angekommen in der deutschen Gesellschaft, sondern diese ganze arabische Grossfamilie hat sich vom deutschen Staat, seit ihrer Ankunt in Deutschland, aushalten lassen und ihr Vater hat keinen einzigen Tag in einem sauberen Arbeisverhältnis bisher gearbeitet, wie der konservative Schriftsteller Akif Pirincci herausgefunden hat!

    Dass so etwas überhaupt möglich ist in Deutschland lässt tief blicken!

    • … mit Sicherheit gibt es abertausende , viele hunderttausende eingewanderte Grossfamilien die seit ihrer Ankunft in Deutschland keinen einzigen Tag versicherungspflichtig gearbeitet haben.

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