(David Berger) Der unaufhaltsam scheinende Terror in Frankreich zeigt sehr offensichtliche Auswirkungen auf die Medien. Das von Michel Houellebecq in seinem Roman „Unterwerfung“ gezeichnete Szenario nimmt mit rasender Geschwindigkeit Fahrt auf. Ein islamkritisches Buch wird nicht erscheinen und die Medien wollen nicht mehr umfassend über den Terror berichten.

So kündigte heute die französische Zeitung „Le Monde“ an, künftig keine Bilder mehr von Terroristen zu zeigen. Der Fernsehsender BFM TV und weitere Medien schlossen sich dem Vorhaben an.

Zwar gibt man als Begründung an, damit einer Glorifizierung des Terrors entgegen wirken zu wollen. In Wirklichkeit scheinen aber ganz andere Gründe ausschlaggebend:

Fachleute gehen davon aus, dass es sich bei dem angekündigten Verzicht nur um die erste Stufe eines umfassenden Plans zu einer beschönigenden und die Bürger beschwichtigenden Berichterstattung über den islamistischen Terror handelt. So glaubt man offensichtlich dem in Frankreich drohenden Bürgerkrieg irgendwie Gegenwehr leisten zu können.

Ähnliche Bestrebungen gibt es in Deutschland schon seit längerem. Hier entstand diese Idee in der Homo-Lobby. Bereits vor mehr als einem Jahr hatten queere Medien die Devise ausgegeben: Keine Bilder mehr von der Hinrichtung schwuler Männer durch den IS! Begründung: diese Bilder, die von CNN über Blogs von Menschenrechtsaktivisten bis zur „New York Times“ alle großen Medien ganz bewusst veröffentlichen, stammten von der ISIS und man würde den Fotografen und ihren Multiplikatoren ja noch eine Freude machen, wenn man ihre Aufnahme nun publizistisch verwendet.

Außerdem seien solche Bilder und Videos geeignet, die Leserschaft gegen den Islam zu emotionalisieren, was mit den strengen rationalen Kriterien, die die Medien sonst anlegen und ihrem Engagement gegen Islamophobie, wohl nicht zu vereinbaren ist.

Ganz konsequent postete dann etwa das „Männer“-Magazin über seinem Bericht zu den ISIS-Hinrichtungen schwuler Männer das Foto eines Jungen, der die ägyptische Fahne in der Hand hält, zusammen mit einem Schild, auf dem steht: „Selig sind die Friedfertigen“.

Dazu passt eine weitere Nachricht, die seit gestern viele Menschen erschüttert: In zwei Monaten sollte in Frankreich der islamkritische Bestseller „Der islamische Faschismus“ von Hamed Abdel-Samad erscheinen.

Nun hat der Verlag die Publikation des Buches kurzfristig abgesagt. Mit der scheinheiligen Begründung, dass man nach dem Massaker von Nizza kein Wasser auf die Mühlen der Rechtsradikalen gießen wolle.

In Wirklichkeit steckt dahinter, wie Spiegel-Online vermutet und auch der Autor nachweisen kann, die Angst vor den Islamisten. Abdel-Samad zitiert dabei aus einer Mail des Verlagschefs Jean-Marc Loubet, der als Grund für seine Entscheidung anführt, dass er im Falle einer Publikation um das Leben der Mitarbeiter seines Verlages fürchten müsse.

Dabei verweist er auch ausdrücklich auf „Charlie Hebdo“ und seine Unfähigkeit die Sicherheit aller Beteiligten garantieren zu können.

Frankreich scheint zunehmend den aufrechten Kampf aufzugeben, weil man irrtümlich glaubt, dass man kniend nicht wird sterben müssen. Erst wenn die Beschwichtigungshofräte zum Schafott geführt werden, werden sie erkennen, dass das ein Irrtum war.

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Foto: Bekennervideo der IS-Terroristen, die vor zwei Tagen einen katholischen Priester am Altar hinrichteten.