(David Berger) Bereits bei einem der Attentäter von Brüssel, dann bei dem von Orlando und nun auch noch bei dem brutalen Massenmörder von Nizza macht die Nachricht die Runde: Dass er zwar verheiratet war, aber offensichtlich auch sexuelle Kontakte zu Männern suchte.

Diese Nachricht verwundert allerdings nur Menschen, die mit homosexuellen Muslimen wenig vertraut sind. Ich habe als jemand, der über 25 Jahre lang schwul lebt und die Gay-Szene aus der Innenansicht kennt, eine enorme Zahl an schwulen Männern kennen gelernt, die einen  muslimischen Migrationshintergrund hatten.

Bis auf eine einzige Ausnahme, kam keiner von diesen mit seiner Homosexualität wirklich zurecht. Häufig verstoßen und von der streng gläubigen Familie geächtet, hatten sie beim Sex immer ein überaus schlechtes Gewissen:

Wilde Sexexzesse wechselten mit fanatischer Frömmigkeit, Drogenorgien mit strengen Fasten zum Ramadan ab. Viel von denen, die ich kennen lernen durfte, leben heute nicht mehr, sind schwer drogenabhängig oder einfach komplett verschwunden.

Immer war es der Konflikt zwischen dem real erlebten und ihre gesamte Lebenswelt prägenden Islam auf der einen und ihre sexuelle Begierden auf der anderen Seite, die sie schier in den Wahnsinn trieb, ihr ganzes Leben zu einem einzigen Leidensweg machte – aus Selbsthass, Selbstverleugnung, Suidzidgefährdung und eben auch häufig auch aus religiösem Fanatismus, mit dem sie den „Schmutz“ ihres Schwulseins wieder gut machen wollten.

Was eignet sich da – aus der Sicht des Islamismus – besser als der Martyrertod? Die Islamisten alle Couleur wissen sehr gut, wer sich für ihre perfiden Pläne besonders gut eignet – und bei wem sich Paradiesversprechungen trotz Schwulsein und Vorabüberweisungen hoher Geldbeträge auch lohnen.

Auch hier gilt: Nicht der Homosexuelle an sich ist pervers, sondern die vom Islam geprägte Kultur, die ihn zum Perversen hat werden lassen.

4 Kommentare

  1. im Wesentlichen hat Herr Berger recht. Ob seine Ansichten pauschalisierend sind? Keine Ahnung. Sie bestätigen nur das, was ich ebenfalls anhand von Einzelfällen erlebt habe:

    In meiner Zivildienstzeit habe ich mich in einen sog. „Deutsch-Algerier“ (Mutter Bayerin, Vater Algerier) verliebt. Es es war eine tolle Beziehung, zumindest am Anfang. Bis nach drei/vier Jahren sein Vater bzw. dessen algerische Familie für ihn auf Brautschau ging. Letztlich haben sie für ihn eine Araberin, ein „braves“, ungebildetes Mädchen, eine Jungfrau gefunden. Der Kerl war innerlich zerrissen – emotional – zwischen mir und seinem Vater und dessen Familie, denen er meinte einen guten Sohn zu sein. Ich habe in den drei-vier Jahren zweimal seine Eltern gesehen und wurde ihnen als „Zivi-Kollegen“ vorgestellt; er hat seine Beziehung mit mir seinen Eltern gegenüber vollkommen verschleiert. Als die Hochzeit zwischen ihm und seiner von seiner Familie gefundenen Braut immer näher rückten, war er dermaßen aggressiv und fing an mir gegenüber körperlich übergriffig zu werden, dass ich die Beziehung beendete und ihn aus meiner Wohnung rausschmiss. Dabei habe ich nie von ihm verlangt, dass er mich als seinen Partner in der Öffentlichkeit oder gar seinen Eltern vorstellt. Ich war bereit sein Spielchen mitzumachen. Habe ihm aber gesagt, dass mit seiner Eheschließung mit dem arabischen Mädchen unsere Zeit vorbei sei. Eine letzte Aussprache gab es lange nach seiner Hochzeit; seine Frau war noch schwanger oder hatte gerade entbunden. Er wollte das mit mir „feiern“. Dabei macht er mir das Angebot, dass wir ja dennoch regelmäßig uns treffen könnten und miteinander schlafen könnte. Ich stand auf, ging in dem Lokal wo wir uns trafen zum Kellner, bezahlte die Zeche und ging. Was ich damit sagen möchte? Er war ein wunderbarer Mann, wir waren ein Herz und eine Seele, ich hatte mit ihm eine großartige Zeit – für Dich ich von Herzen dankbar bin. Aber der Einfluss seines islamischen Vaters samt dem algerischen Teil seiner Familie waren stärker; er konnte auf Grund seiner Prägung durch die Wertvorstellung seines Vaters nicht aus seiner Haut. Ob die Liebe nicht groß und stark genug war? Keine Ahnung. Aber zu letzt wechselten sich tatsächlich Phasen von Partnerschaftlichkeit, Zärtlichkeit, Liebe mit schlechtem Gewissen, Bigotterie, Aggressionen ab.

    Der andere Einzelfall, den ich erlebt habe war in einer Gassauna in Stuttgart. Dort bin ich an einen Iraker gestossen, mit dem ich Sex hatte. Danach bei einer Zigarette wirkte er total zerknirscht und sagte mir im Brustton der Überzeugung, dass es Sünde war, dass wir zusammen Sex hatten. Eine Stunde später hat er dann im Dampfbad einen anderen Kerl angegraben.

  2. Dass es auch unter Islam-Gläubigen viel Interesse an gleich geschlechtlichem Sex gibt, ist so.
    Ich denke aber, dass das wenig mit den terroristischen Attacken zu tun hat.

    Natürlich kann auch sozialer und moralischer Druck Menschen schneller in eine Ideologie treiben, mit der sie vielleicht ihre inneren Konflikte zu bekämpfen suchen.
    Solche Täter haben wohl ein Übermaß an Aggressionspotenzial – vielleicht auch durch ungelöste Konflikte zu denen die Fragen um Sexualität gehören.
    Sexualität ist ein wichtiger, aber nicht der einzige Faktor, der hier bei solchen Attentäter zum Tragen kommt.
    Hier trifft eher ein ganzes Bündel ANDERER Normen auf die der anderen, teilweise gegenteiligen in der westlichen Welt entwickelten.

    Die „Mitglieder“ des sogen. Islamischen Staates werden in der Regel heterosexuell sein oder ihre Sexualität ganz unterdrücken.

    Nicht umsonst schreibt Seyran Ates in ihrem bereits 2009 erschienenen Buch „Der Islam braucht eine sexuelle Revolution: Eine Streitschrift“ über dieses Problempotenzial.

    Die Sexualität und die Probleme darum (Homosexualität gilt im Islam inzwischen meistens als Sünde und wird heimlich praktiziert, gibt auch diverse Scheinehen) im Islam wurden auch durch die gute Reportage „Der Jungfrauen-Wahn“ aufgezeigt – lief vor einigen Monaten sehr spät abends im Zdf und auch bei ARTE. Solche Dinge werden leider immer nur spät abends gezeigt.

  3. Sorry, aber Ihre Artikel werden immer homophober. Bloß weil die schwul und muslimisch sind, müssen die doch nicht automatisch zu Verbrechern werden. Ich wäre mal vorsichtiger mit meinen Äußerungen, wenn es um Muslime geht!

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