(David Berger) Wie vor allem italienische Zeitungen berichten, ist der Vizepräsident der Imame Frankreichs und Ober-Imam von Nimes, Hocine Drouiche, kurz nach dem Massaker von Nizza von seinem Amt zurückgetreten. Seine Begründung: Inzwischen sei es schwer, „zwischen dem Islam und Islamismus zu unterscheiden“.

Außerdem befürchte er, dass in den Moscheen statt über das Blutbad von Dingen geredet werde, die damit gar nichts zu tun haben.

Er wolle nicht länger Vizepräsident einer Organisation sein, die tatenlos zuschauen, wie der soziale Friede immer mehr gefährdet sei – und ständig beteuerten, dass es gar keinen Extremismus gebe. Zeitgleich legte er auch seine Ämter im „Conseil français du culte musulman“ nieder.

Der italienischen Tageszeitung „Il Foglio“ sagte er bereits nach den islamistischen Attentaten von Paris:

„Von den Muslimen ist kein wirkliches Engagement gekommen, um dem Problem des Hasses und der Radikalisierung etwas entgegen zu setzen.“

Damals gab er noch seiner Hoffnung Ausdruck, dass die furchtbaren Ereignisse die Muslime in ganz Europa aufwecken, um den gesellschaftlichen Frieden in Europa irgendwie zu retten. Diese Hoffnung hat er nun offensichtlich ganz aufgegeben.

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Foto: Hocine Drouiche bei einer Kundgebung © Screenshot youtube https://www.youtube.com/watch?v=dhY-ARfTB7Y

 

4 Kommentare

  1. Er muss es ja wissen … Ist aber auch schon lange bekannt. Nur unsere politisch korrekter Mainstream hat das bisher als Glaubensbekenntnis von uns verlangt, dass man ablegen musste, bevor man mitspielen durfte

  2. Eingeweihten war schon immer klar, dass diese Unterscheidung eine Erfindung islamischer Apologeten war … Wikipedia schreibt: „Der Islamwissenschaftler Tilman Nagel (* 1942) vertrat 2005 in seinem Essay Islam oder Islamismus? Probleme einer Grenzziehung die Meinung, eine Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus sei „ohne Erkenntniswert“.[3] „Islam und Islamismus sind so lange nicht voneinander zu trennen, wie Koran und Sunna als absolut und für alle Zeiten wahr ausgegeben werden“, so Nagel. Er verwendet das Wort „Islamismus“ und setzt in seiner Argumentation den Begriff letzten Endes mit dem orthodoxen Islam gleich. Nagel argumentiert, der Islam sei von Hause aus – mit Ausnahme der Muʿtazila – fundamentalistisch.[4] „

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